Kursangebot | | Voraussetzungen für eine erfolgreiche Präsentation

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Präsentation

01. Welche Voraussetzungen müssen für eine erfolgreiche Präsentation erfüllt sein?

Eine Präsentation wird dann erfolgreich sein, wenn der Präsentator folgende Voraussetzungen sicherstellt:

  1. Adressatenanalyse:

    Wen habe ich vor mir? Auf welchem Niveau kann ich präsentieren? Welche Zeit habe ich zur Verfügung?

  2. Fachlich gut vorbereitet sein:

    Stichwortmanuskript o. k.? Raum und Medien vorbereitet? Funktioniert die Technik?

  3. Mental gut vorbereitet sein:

    ausgeschlafen, positive Stimmung, munter, agil, innerlich „aufgeräumt“

  4. In der Präsentationstechnik geübt sein:

    Vorher: üben, üben, … Helfer suchen! (Kollegen, Familie); Vortragsweise, Wortwahl

  5. Visualisierungsmittel vorbereiten:

    Overheadprojektor/Folien, Flipchart, Wandtafel, Pinnwand

Merke

Hier klicken zum Ausklappen

Eine Präsentation ohne Visualisierung ist keine Präsentation, sondern ein Vortrag.

02. Welche Grundlagen der Sprech- und Redetechnik sollte der Präsentator beherrschen?

  • Atmung:

    Der Präsentator benötigt neben der Erhaltungsatmung noch die Darbietungsatmung, also eine Sprechatmung, die die Stimme und die Laute bildet. Zur Erhaltung der Sprechatmung macht der Präsentator an geeigneter Stelle Atempausen.

  • Artikulation:

    Mit Artikulation bezeichnet man die Aussprache, genauer gesagt, die Bildung von Lauten. Dahinter steht die Aufforderung an den Präsentator, die einzelnen Laute eines Wortes deutlich auszusprechen, d. h. mit Zunge und Lippen richtig zu formen, damit das gesprochene Wort einwandfrei verstanden werden kann, z. B.:

    • Endungen nicht verschlucken („en“ statt „…n“)

    • Vokale richtig formen, z. B.:

      • ein „i“ ist ein „i“ und kein „ü

      • ein „er“ ist ein „er“ und kein „är

      • ein „pf“ ist ein „pf“ und kein „f

      • ein „ä“ ist ein „ä“ und kein „e“.

  • Resonanz:

    Resonanz bedeutet „das Mitschwingen eines Körpers, der von Schwingungen eines anderen Körpers getroffen wird“. Allgemein bedeutet Resonanz den Anklang, den eine Sache findet.

    Empfehlungen:

    1. Machen Sie Ihren Körper zum Resonanzboden Ihrer Stimme. Sprechen Sie mit der Bruststimme (von innen heraus) statt mit der Kopfstimme.

    2. Suchen Sie sich Zuhörer für eine Probepräsentation und erproben Sie die Wirkung Ihrer Sprechtechnik, Ihrer Person und des Inhalts.

  • Sprechgestaltung:

    • Lautstärke und Sprechtempo:

      Je mehr Zuhörer anwesend sind, um so deutlicher, lauter und langsamer sollte die Sprechweise sein.

    • Sprechpausen:

      Der Zuhörer muss Gelegenheit haben, die vom Präsentator entwickelten Gedanken nachzuvollziehen und sie zu ordnen. „Phonetische Rülpser“ wie „eh, ähh, ehmm“ usw. sind zu vermeiden.

    • Satzbildung:

      Die Devise muss lauten: Hauptsätze benutzen („kkp = kurz, konkret und präzise!“)

    • Überflüssiges:

      Redundanzen (= überflüssige Wiederholungen) sowie vage, unbestimmte Äußerungen (vielleicht, evt., könnte, würde, …) sind zu vermeiden.

    • Angewohnheiten:

      Ebenso unwirksam sind modische Redewendungen und „Wortlieblinge“, z. B.: „Dies ist der erste Schritt in die richtige Richtung und wir bearbeiten daher schon heute die Probleme von morgen!“

    • Fragetechnik:

      Wer fragt, der führt!“ Daher: Geeignete Fragetechniken einsetzen.

      • offene oder geschlossene Fragen

      • W-Fragen: was, wer, wann, wie, wieso, wo, worüber, womit usw.

    • Hörerbezug:

      • Die Sprache der Zuhörer benutzen,

      • Bilder und Vergleiche benutzen („Der Zahn der Zeit nagt bereits …“),

      • Unangemessene Verwendung von Fremdworten vermeiden („Die konzertierte Führungs- und Organisationsproblematik geht einher mit einer permanenten und synchronisierten Identifikationskontingenz“).

  • Redeangst, Lampenfieber, Schwierigkeiten bei improvisierten Präsentationen:

    Insbesondere das übersteigerte Lampenfieber hat häufig seine Ursachen in einem Mangel an Gelegenheiten, eine Rede zu halten. Gelegentlich ist es auch die eigene mangelnde Kompetenz oder ganz allgemein ein Minderwertigkeitskomplex (den man meint zu haben), der Unsicherheit hervorruft.

    Zu den Begleiterscheinungen zählen beim Lampenfieber Nervosität, Zittern der Hände, Schweißausbrüche, ein Druck in der Magengegend und mögliche andere körperliche Beschwerden. Das Lampenfieber meistern gelingt am besten über folgende Techniken und Maßnahmen:

    Bewusste und langsam durchgeführte Tiefvollatmung, sich auch kleinere Fehler erlauben, sich auf die Präsentation freuen und die eigene persönliche Schwachstelle durch Übung mildern (zu leises Sprechen, fehlende Körpersprache).

  • Körpersprache:

    Die Körpersprache sollte das gesprochene Wort unterstützen. Dazu einige Empfehlungen:

    • Die Intensität der Körpersprache (Gestik, Mimik) sollte der Situation angemessen sein (kleiner/großer Teilnehmerkreis usw.).

    • Der Augenkontakt zu den Teilnehmern sollte vorhanden sein (gleichmäßige Blickanteile).

    • Arme und Hände zeigen eine offene Körperhaltung und signalisieren Zuwendung und Interesse.

    • Die Füße stehen fest auf dem Boden (kein Kippeln usw.).

    • Das Gesicht ist entspannt; die Mimik entspricht dem Gesprächsverlauf (fragend, erstaunt, zustimmend, …). Mehr lächeln!

    • Nicht wirksam:

      • Hände auf dem Rücken („Oberlehrerhaltung“)

      • Hände vor dem Körper („Fußballspieler beim Elfmeter“)

      • Arme vor der Brust verschränkt

      • Hände ständig im Gesicht, an der Nase, in den Hosentaschen usw.

Hinweis

Hier klicken zum Ausklappen
TIPP

Medien und Hilfsmittel vorbereiten und erproben; den Einsatz der Technik üben!

03. Welche Grundregeln gelten für die Visualisierung?

  1. Für die Präsentation gilt eine im Volksmund bekannte Regel in abgewandelter Form: „Reden ist Silber, Zeigen ist Gold!

  2. In der Lerntheorie gilt im Allgemeinen:

    Der Mensch behält

    • 20 % durch Hören

    • 30 % durch Sehen

    • 50 % durch Hören und Sehen

    Für den Präsentator heißt dies: Das gesprochene Wort wird nicht nur durch Körpersprache unterstützt, sondern auch durch geeignete Visualisierung.

  3. Einsatz geeigneter Hilfsmittel und Medien, wie z. B.:

    • Leinwand, Flipchart

    • Wandtafel, Whiteboard

    • PC, Beamer

    • Weiterhin: TV/Monitor, Fotografie/Projektor; Computer based Learning, Internet/Intranet usw.

    Hinweis

    Hier klicken zum Ausklappen
    TIPP

    Medien und Hilfsmittel vorbereiten und erproben; den Einsatz der Technik üben!

  4. Gestaltungselemente der Visualisierung richtig einsetzen, u. a.:

    Text:

    • gut lesbar

    • richtige Schriftgröße (mind. Schriftgrad 16), möglichst serifenlose Schriftart wählen, z. B. Arial, Helvetica oder Verdana

    • ggf. unterschiedliche Schriftgrößen

    • Blöcke bilden, gliedern

    • nicht überfrachten (z. B. bei der Transparentfolie: ca. 5 Zeilen)

    • ggf. farbliche Markierung (sparsam!).

Freie Grafiken, Symbole, Diagramme und optische Pointierungen gezielt einsetzen:

imported