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Grundbegriffe des Steuerrechts

WebinarTerminankündigung aus unserem Online-Kurs Deskriptive Statistik:
 Am 26.01.2017 (ab 18:00 Uhr) findet unser nächstes Webinar statt.
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01. Auf welchen Rechtsgrundlagen basiert das Steuerrecht?

Rechtsgrundlagen des Steuerrechts sind Gesetze, Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften oder Richtlinien, die den Ermessensspielraum der Verwaltungsbehörden regeln. Außerdem ergeben sich Hinweise aus der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes und der Finanzgerichte. Das Steuerrecht ist Bestandteil des öffentlichen Rechts und hier Teil des besonderen Verwaltungsrechts.

02. Was sind Steuern?

Steuern sind gem. § 3 Abgabenordnung (AO) Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen (also nicht zu den Kausalabgaben zählen) und vo einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen – Bund, Ländern und Gemeinden – zur Erzielung von Einkünften allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft.

03. Wie werden die Steuern unterteilt?

  • Gliederung nach der Steuerhoheit , z. B.

    • Gesetzgebungshoheit, z. B. Bundessteuern, Landessteuern

    • Ertragshoheit, z. B. Trennsteuern (ein Steuergläubiger), Gemeinschaftssteuern (mehrere Steuergläubiger).

  • Gliederung nach dem Steuerobjekt

    Personensteuern:

    Personensteuern knüpfen an die individuelle Leistungsfähigkeit einer Person an und berücksichtigen die individuellen Verhältnisse, wie Familienstand, Kinderzahl, Alter, Krankheit, Höhe des Gesamteinkommens usw.

    • Besitzsteuern:

      Die wichtigsten Besitzsteuern sind: Einkommensteuer (Lohn-, Kapitalertragsteuer), Kirchensteuer, Körperschaftsteuer, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Grundsteuer.

    • Verbrauchsteuern:

      Die wichtigsten Verbrauchsteuern sind: Einfuhrumsatzsteuer, Mineralöl-, Strom-, Bier-, Tabak- und Kaffeesteuer.

  • Sachsteuern:

    • Realsteuern:

      Die Realsteuern werden nach bestimmten äußeren Merkmalen des Steuerobjektes bemessen. Hierzu gehören die Grundsteuer und Gewerbesteuer.

    • Verkehrssteuern:

      Die Verkehrssteuern beziehen sich auf wirtschaftliche Verkehrsvorgänge. Diese werden erfolgsunabhängig und ohne Betrachtung der persönlichen Belastbarkeit erhoben. Die wichtigsten Verkehrssteuern sind: Umsatzsteuer, Grunderwerbsteuer, Versicherungsteuer, Rennwett- und Lotteriesteuer.

    Aufwandsteuern:

    Die Aufwandsteuern wirken auf den Aufwand für Güter. Unter Aufwandsteuern fallen zum Beispiel Hunde- und Jagdsteuern.

    Einfuhr- und Ausfuhrabgaben:

    Die Warenbewegungen über die Zollgrenze i. S. des Zollkodexes werden besteuert.

    • Zölle.

  • Gliederung nach der Überwälzbarkeit , z. B.

    • direkte Steuern

    • indirekte Steuern.

  • Gliederung nach dem Steuertarif , z. B.

    • proportionale Steuern

    • progressive Steuern.

  • Gliederung nach der Art und Häufigkeit der Erhebung , z. B.

    • Veranlagungssteuern

    • Fälligkeitssteuern

    • laufende Steuern

    • einmalige/gelegentliche Steuern.

  • Gliederung nach dem Steueraufkommen , z. B.

    • aufkommensstarke Steuern (z. B. Umsatzsteuer)

    • aufkommensgeringe Steuern (z. B. Bagatellsteuern).

  • Gliederung nach der Hauptbemessungsgrundlage , z. B.

    • Ertragssteuern

    • Verkehrssteuern

    • Substanzsteuern.

04. Welche Struktur zeigt das Steueraufkommen in Deutschland und wie ist die Verteilung?

Den größten Anteil am Steueraufkommen haben die Gemeinschaftssteuern (u. a. Lohn-, Einkommen-, Umsatzsteuer). Die Steuern, die vom Bund, von den Ländern und den Gemeinden erhoben werden, machen ca. ein Drittel des Aufkommens aus. Nach der Verteilung, die z. T. nach komplizierten Schlüsseln erfolgt, ergibt sich folgendes Bild (ca.-Angaben):

Steuereinnahmen nach der Verteilung
42 % 40 % 14 % 4 %
Bundeskasse Länderkassen Gemeindekassen EU-Kasse

Die Steuereinnahmen in Deutschland sprudelten: Sie stiegen von rd. 600 Mrd. € in 2012 um rd. 7 % auf 643 Mrd. € in 2014. Die nachfolgende Abbildung zeigt, dass die Umsatzsteuer sowie die Lohnsteuer für den Staat die einträglichsten Einnahmequellen sind:

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05. Welche Buchführungspflichten bestehen unter steuerrechtlichen Gesichtslien?

Wer nach anderen Gesetzen als den Steuergesetzen Bücher und Aufzeichnungen zu führen hat, die für die Besteuerung von Bedeutung sind, hat die Verpflichtungen, die ihm nach den anderen Gesetzen obliegen, auch für die Besteuerung zu erfüllen (§ 140 ff. AO), d. h. wer nach § 238 HGB buchführungspflichtig ist, ist dies auch nach Steuerrecht .

Darüber hinaus ist jeder andere Unternehmer zur Buchführung verpflichtet, wenn er folgende Voraussetzungen gem. § 141 AO erfüllt:

  • Umsätze von mehr als 600.000 € im Kalenderjahr

  • selbstbewirtschaftete land- und forstwirtschaftliche Flächen mit einem Wirtschaftswert von mehr als 25.000 €

  • Gewinn aus Gewerbebetrieb von mehr als 60.000 € im Wirtschaftsjahr

  • Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft von mehr als 60.000 € im Kalenderjahr.

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