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Steuerrechtliche Bestimmungen > Unternehmensbezogene Steuern:

Körperschaftsteuer

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01. Was ist die Körperschaftsteuer und wie hoch ist der Körperschaftsteuersatz?

Die Körperschaftsteuer ist die Einkommensteuer der Kapitalgesellschaften (GmbH, AG u. Ä.). Zusätzlich zur Körperschaftsteuer zahlen auch die Kapitalgesellschaften einen Solidaritätszuschlag.

Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15 %. Dies gilt unabhängig davon, ob der Gewinn ausgeschüttet oder einbehalten wird. Ebenso wie bei der Einkommensteuer werden 5,5 % Solidaritätszuschlag erhoben.

02. Von welcher Besteuerungsgrundlage geht die Körperschaftsteuer aus?

Die Körperschaftsteuer bemisst sich nach dem zu versteuernden Einkommen (§ 7 Abs. 1 KStG). Was als Einkommen gilt und wie es zu ermitteln ist, bestimmt sich nach § 8 Abs. 1 KStG, nach den Vorschriften des EStG und den Einzelvorschriften des KStG. Zur Ermittlung des zu versteuernden Einkommens ist das Einkommen um bestimmte Beträge zu erhöhen (z. B. Gewinnzuführungen aufgrund von Organschaftsverträgen) oder zu vermindern (z. B. um Freibeträge für kleinere Körperschaften, Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften sowie Vereine, die Land- und Forstwirtschaft betreiben; vgl. §§ 9 – 10 KStG, Abziehbare Aufwendungen, Nichtabziehbare Aufwendungen).

03. Wann beginnt die Steuerpflicht einer GmbH?

In der Regel erfolgt die Gründung einer GmbH in drei Schritten:

  • Vorgründergesellschaft (evtl. erst Personengesellschaft – dann § 15 EStG)

  • Vorgesellschaft (Gesellschaftsvertrag); die KSt-Pflicht beginnt bereits mit der Beurkundung des Gesellschaftsvertrages.

  • Juristische Person – Stammkapital 25.000 € (Eintragung ins Handelsregister)

    Neu: Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt; MoMiG)

    • Einlage i. d. R. ab 1 €

    • Gewinne dürfen solange nicht ausgeschüttet werden, bis das Stammkapital 25.000 € beträgt (Einstellung in die Kapitalrücklage).

04. Welche Steuerbefreiungen gibt es laut Körperschaftsteuergesetz?

Das KStG unterteilt (§§ 5 und 6 KStG):

  • Steuerbefreiung von der sachlichen Steuerpflicht

  • Steuerbefreiung von der persönlichen Steuerpflicht

Um die sachliche Steuerbefreiung in Anspruch nehmen zu können, müssen die Voraussetzungen für eine Steuerfreiheit das ganze Jahr über erfüllt sein. Sie betreffen gesetzlich begünstigte Tätigkeiten, wie z. B. Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen.

Für die persönliche Steuerbefreiung gilt, dass sämtliche Einkünfte von der Besteuerung ausgenommen werden. Beispiel hierfür sind Unternehmen von Bund und Ländern (§ 5 Abs. 1 KStG), die hinsichtlich sämtlicher Geschäftsfelder einschließlich der Betriebe gewerblicher Art von der Körperschaftsteuer befreit sind, z. B. die Deutsche Bundesbank.

05. Wie wird das zu versteuernde Einkommen ermittelt?

  Gewinn/Verlust lt. Steuerbilanz
+ Hinzurechnungen von → vGA (§ 8 Abs. 3 Satz 2 KStG)
+ nicht abziehbare Aufwendungen nach § 10 KStG
+ Gesamtbetrag der Zuwendungen
steuerfreie Einnahmen
= steuerlicher Gewinn
abzugsfähige Zuwendungen
= Gesamtbetrag der Einkünfte
Verlustabzug nach § 10d EStG
= Einkommen
Freibetrag für bestimmte Körperschaften (§ 24 KStG)
= zu versteuerndes Einkommen

06. Was versteht man unter verdeckter Gewinnausschüttung?

Eine verdeckte Gewinnausschüttung ist eine Vermögensminderung oder verhinderte Vermögensmehrung der Gesellschaft, die durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist. Dabei handelt es sich um Zahlungen oder Vergünstigungen an Gesellschafter oder denen nahe stehenden Personen (z. B. Familienangehörige), die als Betriebsausgaben den steuerlichen Gewinn und damit die Körperschaftsteuer mindern, die aber bei entsprechender steuerlicher Würdigung keine Betriebsausgaben sind (z. B. zu hoch gezahlte Geschäftsführergehälter, unverzinste Darlehen an nahe Angehörige).

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