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Steuerrechtliche Bestimmungen > Unternehmensbezogene Steuern:

Umsatzsteuer

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01. Was ist die Umsatzsteuer?

Die Umsatzsteuer ist eine Steuer auf den Umsatz von Gütern und Leistungen. Sie erfasst jedoch nicht den gesamten Bruttoumsatz jeder Produktionsstufe, sondern immer nur den Bestandteil des Verkaufserlöses eines Produkts, der noch nicht auf der Vorstufe der Produktion besteuert worden ist, d. h. der Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) unterliegt nur die Wertschöpfung jeder Produktions- oder Dienstleistungsstufe der einzelnen Unternehmung. Der Unternehmer kann von seiner Steuer die sog. Vorsteuer abziehen. Auf diese Weise wird nur die Wertschöpfung auf der einzelnen Wirtschaftsstufe besteuert.

02. Was ist Gegenstand der Umsatzsteuer?

Das Umsatzsteuergesetz bietet keine Definition des Umsatzbegriffs; vielmehr werden in § 1 UStG die Tatbestandsmerkmale aufgezählt, die das Gesetz unter „Umsatz“ versteht (= steuerbare Umsätze). Danach sind steuerbare Umsätze:

  • Arbeit gegen Entgelt , die ein Unternehmer im Rahmen seines Unternehmens ausführt (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG)

  • Lieferungen und sonstige Leistungen , die unentgeltlich durch einen Unternehmer erbracht werden und den entgeltlichen Lieferungen gemäß § 3 Abs. 1b UStG und § 3 Abs. 9a UStG gleichgestellt sind

    Beispiele für unentgeltliche Leistungen:

    • wenn ein Unternehmer im Inland Gegenstände aus seinem Unternehmen für Zwecke entnimmt, die außerhalb des Unternehmens liegen (§ 3 Abs. 1b Nr. 1 UStG);

    • soweit ein Unternehmer im Rahmen seines Unternehmens im Inland sonstige Leistungen der in § 3 Abs. 9 UStG bezeichneten Art für Zwecke erbringt, die außerhalb des Unternehmens liegen (§ 3 Abs. 9a UStG);

    • Geschenke von geringem Wert (§ 3 Abs. 1b Nr. 3 UStG);

  • die Einfuhr von Gegenständen aus dem Drittlandsgebiet in das Inland (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 UStG);

  • der innergemeinschaftliche Erwerb im Inland gegen Entgelt (§ 1 Abs. 1 Nr. 5 UStG).

03. Wer ist Kleinunternehmer?

Ein Kleinunternehmer (§ 19 UStG) ist faktisch von der Umsatzsteuer befreit. Er hat grundsätzlich an das Finanzamt keine Umsatzsteuer abzuführen und darf in seinen Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen. Gleichzeitig ist der Abzug von Vorsteuerbeträgen ausgeschlossen. Als Kleinunternehmer gilt jeder Unternehmer dessen Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 € nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 € nicht übersteigen wird. Ein Verzicht auf die Behandlung als Kleinunternehmer kann auf Antrag erfolgen.

04. Welche Steuersätze sind bei der Umsatzsteuer zu unterscheiden?

  • 19 %

    Der allgemeine Steuersatz beträgt 19 %; § 12 Abs. 1 UStG.

  • 7 %

    Der ermäßigte Steuersatz gilt für bestimmte Gegenstände, die in Anlage 2 des UStG näher bezeichnet sind (z. B. lebende Tiere, Gemüse, Körperersatzstücke, Bücher, Zeitschriften; neu: Hotelübernachtungen); § 12 Abs. 2 UStG.

05. Wie wird die Umsatzsteuer berechnet?

Bei der Errechnung der Umsatzsteuer geht man von der Summe der Umsätze aus. Sie werden um die umsatzsteuerfreien Umsätze gemindert. Die Traglast ist zu mindern um die Umsatzsteuervorauszahlungen sowie die abziehbare Vorsteuer. Im Ergebnis erhält man die sog. Zahllast .

  • Grundsätzlich gilt die sog. Sollbesteuerung . Hier ist für die Entstehung der Umsatzsteuer die Ausführung der Leistung maßgeblich und nicht der Zeitli der Rechnungsstellung oder des Zahlungseinganges.

  • Sofern der Gesamtumsatz den Betrag von 500.000 € nicht übersteigt, kann auf Antrag beim Finanzamt die sog. Istbesteuerung angewandt werden. Hier entsteht die Umsatzsteuer auf die vereinnahmten Entgelte.

    Beispiel:

    Umsätze 7 % USt 25.000  
    Umsätze 19 % USt 75.000  
      Umsatzsteuer 7 % 1.750  
      Umsatzsteuer 19 % 14.250  
      Umsatzsteuer gesamt (Traglast)   16.000,00
    USt-Vorauszahlungen   4.000,00
    Abziehbare Vorsteuer 7 %   68,90
    Abziehbare Vorsteuer 19 %   5.100,10
    = Umsatzsteuerschuld (= Zahllast)   6.831,00

06. Wann ist ein Vorsteuerabzug gewährleistet?

Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug sind nach § 15 Abs. 1 UStG:

  • Unternehmereigenschaft des Leistungsempfängers

  • Die Lieferung oder sonstige Leistung muss für sein Unternehmen ausgeführt worden sein.

  • Die Lieferung oder sonstige Leistung muss von einem Unternehmer ausgeführt worden sein.

  • Vorliegen einer Rechnung (§§ 14, 14a UStG)

  • Die Steuer muss gesondert ausgewiesen sein.

  • Ausschluss vom Vorsteuerabzug i. S. d. § 15 Abs. 1a und 2 UStG darf nicht vorliegen.

Zum Vorsteuerabzug sind ausschließlich Unternehmer im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit berechtigt. Sie müssen der Regelbesteuerung unterliegen.

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