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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen - Absolute und relative Deckungsbeiträge

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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen

Absolute und relative Deckungsbeiträge

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Wirtschaftsfachwirte


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01. Wie kann kurzfristig das optimale Produktionsprogramm ermittelt werden?

Video: Absolute und relative Deckungsbeiträge

Beispiel

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Ein Unternehmen stellt drei Produkte her. Es existiert kein Engpass.

ProduktAbsatz
(Stück pro Monat)
Verkaufspreis
(p)
(€/Stück)
Variable Stückkosten
(kv)
(€/Stück)
Deckungsbeitrag
pro Stück
(€/Stück)
A8.000150160–10
B10.00027018090
C4.00030025050

Es ergeben sich in letzter Tabellenspalte für die Produkte A bis C die absoluten Deckungsbeiträge pro Stück: db = p – kv

Das optimale Produktionsprogramm ohne Engpass ist daher:

  • Produkt A wird nicht hergestellt (negativer db); Ausnahme: Produkt A muss aus produktionstechnischen Gründen oder Marktgesichtspunkten hergestellt werden, z. B. der Kunde ordert C häufig in Verbindung mit A).

  • Produkt B und C werden mit der Höchstmenge hergestellt.

Merke

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Kurzfristig gilt: Liegt kein Engpass vor, so sollte das Unternehmen alle Produkte herstellen, die einen positiven (absoluten) Deckungsbeitrag erwirtschaften.

Beispiel

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Ein Unternehmen stellt drei Produkte her. Es existiert ein Engpass: Die verfügbare Kapazität beträgt nur 3.000 Stunden.

ProduktFertigungs-zeit
(min/Stück)
Erwarteter Absatz
(Stück/Monat)
Verkaufs-preis
(€/Stück)
Variable Stückkosten
(€/Stück)
Deckungs-beitrag pro Stück
(€/Stück)
A408.000150160–10
B2010.00027018090
C104.00030025050

Liegt ein Engpass vor, kann nicht mit dem (absoluten) Deckungsbeitrag gearbeitet werden, da die Fertigungszeiten zu berücksichtigen sind. Man ermittelt daher den relativen Deckungsbeitrag. Er ist der Deckungsbeitrag, der pro Engpasszeiteinheit erwirtschaftet wird (im vorliegenden Fall die Fertigungszeit in min/Stück).

$$Relativer\; Stückdeckungsbeitrag = \frac{(absoluter)\; Deckungsbeitrag\; pro\; Stück}{Fertigungszeit\; pro\; Stück}$$

Im vorliegenden Fall ergibt sich für Produkt B und C:

$$Relativer\; db_{Produkt\; B} = \frac{(absoluter)\; db}{min/Stück}$$

$$= \frac{90}{20} = 4,5\; €/min = 270 \;€/Std.$$

$$Relativer\; db_{Produkt\; C} = \frac{50}{10} = 5,0 \;€/min = 300 \;€/Std.$$

Anhand der relativen Deckungsbeiträge wird das Produktionsprogramm in eine Rangfolge (Priorität) gebracht. Die begrenzte Kapazität ist entsprechend der Rangfolge zu verteilen: Von Produkt C wird die erwartete Absatzmenge hergestellt; von B können nur noch 7.000 Stück produziert werden.

Produkte
 ABC
(absoluter) db–109050
benötigte Fertigungszeit (min/Stück)402010
relativer db (€/min)–0,254,505,00
Priorität/Reihenfolge321
Erwarteter Absatz8.00010.0004.000
zugewiesene Fertigungsminuten0140.00040.000
Produktionsmenge07.0004.000
Deckungsbeitrag je Produkt0630.000200.000
Deckungsbeitrag insgesamt830.000

Merke

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Kurzfristig gilt: Liegt ein Engpass vor, so ist das Produktionsprogramm in der Rangfolge der relativen Deckungsbeiträge aufzustellen.