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Kosten- und Erlösrechnung - Arten von Gesamtkosten

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Kosten- und Erlösrechnung

Arten von Gesamtkosten

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über das System der GesamtKosten und ihren unterschiedlichen Verläufen in Abhängigkeit von der Änderung der Beschäftigungsmenge.

Fixe Kosten

Bei fixen Kosten ( $\ K_f $ ) ändert sich der Kostenverlauf nicht, wenn die Beschäftigungsmenge ansteigt. Die Gesamtkosten bleiben also auf der Höhe der fixen Kosten konstant, wie die Abb. 4 zeigt (x= Beschäftigungsmenge).

Verlauf fixer Kosten
Abb. 4: Verlauf fixer Kosten

Degressive Kosten

Degressive Kosten bedeuten, dass die Gesamtkosten zwar ansteigen, allerdings nur degressiv, wenn die Beschäftigung (= Menge = Output) steigt, wie die folgende Abb. 5 verdeutlicht.

Verlauf degressiver Kosten
Abb. 5: Verlauf degressiver Kosten

Es kommt also lediglich zu einem unterproportionalen Anstieg, die Kosten steigen langsamer an als die Ausbringung.

Progressive Kosten

Umgekehrt steigen bei progressiven Kosten die Kosten schneller als die Ausbringung steigt, es kommt also zu einem überproportionalen Anstieg der Gesamtkosten, wie die Abb. 6 zeigt.

Verlauf progressiver Kosten
Abb. 6: Verlauf progressiver Kosten

Regressive Kosten

Regressive Kosten sind lediglich ein akademischer Spezialfall, sie treten in der Praxis fast nie auf, bedeuten sie doch, dass bei ansteigender Menge die Kosten sinken.

Beispiel 16:
Ein eher theoretisches als ein wirklich in der Praxis oft vorkommendes Beispiel: wenn im Kinosaal die Auslastung der Sitzplätze von 90 % auf 100 % steigt, so kann die Heizung heruntergedreht werden, weil die Temperatur ohnehin steigt.

Mit steigender Menge (also steigender Anzahl der Besucher) sinken die Kosten, nämlich die Heizkosten im Kino.

Verlauf regressiver Kosten
Abb. 7: Verlauf regressiver Kosten


Abb. 7: Verlauf regressiver Kosten

Intervallfixe (sprungfixe) Kosten

Intervallfixe (= sprungfixe) Kosten steigen nur an bestimmten Stellen, genauer gesagt an bestimmten Sprungstellen an.

Als Beispiel hierfür sei z.B. der Maschinenpark einer Unternehmung genannt. Mit jeweils neuem Zukauf einer zusätzlichen Maschine steigen die Abschreibungen derselben nicht an, solange die Ausbringung nur in solcher Höhe ansteigt, dass nicht eine zusätzliche Maschinenanschaffung notwendig ist. Erst wenn eine zusätzliche Maschine angeschafft wurde, steigen die Abschreibungen und damit die sprungfixen Kosten.

Abb. 8 : Sprungfixe Kosten
Abb. 8 : Sprungfixe Kosten

Zusätzlich zu den Gesamtkosten und ihrem Verlauf lassen sich
- Durchschnittskosten und
- Grenzkosten
analysieren.