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Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung - Entstehungsrechnung

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Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

Entstehungsrechnung

Will man das BIP errechnen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Da es darum geht, das Produktionsvolumen zu berechnen, besteht die naheliegende Variante darin, die Summe aller Produktionswerte zu bilden und davon die Vorleistungen (VL) abzuziehen. In Realität müsste dem Produktionswert auch noch der Posten „Finanzserviceleistungen indirekte Messung“ (FISIM) zugerechnet werden, wir gehen hier aber von der vereinfachten Annahme aus, dass diese Leistungen bereits enthalten sind und somit nicht gesondert eingerechnet werden müssen. Weiterhin muss bei dieser Rechnung der Saldo von Gütersteuern und Subventionen in die Rechnung eingebunden werden.


Unter dem Produktionswert (PW) versteht man zum einen den Wert aller verkauften Güter aus eigener Herstellung (alternativ auch gehandelte Ware), zum anderen aber auch Bestandveränderung an Fertig-, oder Halbwaren.
Unter den Vorleistungen versteht man den Wert der verbrauchten Güter, die innerhalb einer Periode von Inländern verbraucht wurden. Hierbei ist es egal, ob es sich im Importe oder um eine Inlandsproduktion handelt.  

$ T^{ind*}$ und $ Z^*$ stehen für Gütersteuern und Subventionen, also den Eingriff des Staats in die Volkswirtschaft (zu Strömen vgl. voriges Kapitel „Kreislaufanalyse“).

Merke

Aus diesen Überlegungen resultiert schließlich folgende Formel:

$BIP (Entstehungsrechnung)= PW - VL + T^{ind*}-Z^*$

Gut zu wissen

Aus der Entstehungsrechnung können Informationen bezüglich der Produktionsstruktur gewonnen werden. Im Besonderen können hierbei z.B. Unterschiede zwischen Branchen aufgedeckt und analysiert werden.