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Informationsstrukturen in der flexiblen Fertigung

01. Welche Funktion haben DNC-Rechner?

Nach DIN ISO 2806 ist DNC (Direct Numerical Control) ein System, bei dem mehrere numerisch gesteuerte Arbeitsmaschinen mit einem gemeinsamen Rechner verbunden sind, der die Daten der Steuerprogramme für die Arbeitsmaschinen verwaltet und zeitgerecht verteilt. Zusätzliche Funktionen können z. B. das Erfassen und Auswerten von Betriebs- und Messdaten sowie das Ändern von Daten eines Steuerprogramms sein.

Entscheidend ist also, dass mehrere NC- oder CNC-Maschinen und andere Fertigungseinrichtungen per Kabelverbindung direkt mit einem Rechner verbunden sind.

In der neueren Bezeichnung „Distributed Numerical Control“ kommt zum Ausdruck, dass der DNC-Funktionsumfang auf mehrere Rechner verteilt ist, die über ein LAN (Local Area Network) miteinander kommunizieren.

In Betrieben, die über kein LAN verfügen, sind die Bearbeitungsstationen meist sternförmig über direkte Kabelverbindung und einen Multiplexer an den DNC-Rechner angeschlossen:

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Heute werden zunehmend LANs installiert. Die Verbindung zu den angeschlossenen Maschinen erfolgt über einen LAN-Adapter:

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Erweiterte DNC-Systeme können zusätzlich auch organisatorische Aufgaben übernehmen:

  • Auftragsübernahme- und -fortschrittsverfolgung

  • Maschinen- und Rüstplatzbelegungsplanung

  • Materialflusssteuerung

  • Steuerdatenverwaltung

  • Maschinen- und Betriebsdatenerfassung

  • Werkzeugfluss-Steuerung und -datenverwaltung.

02. Welche Aufgabe hat ein Fertigungsleitrechner?

Ein Fertigungsleitrechner ist ein übergeordneter Rechner, der je nach Auslegung und Automatisierungsgrad eines flexiblen Fertigungssystems (FFS) folgende Aufgaben übernimmt:

  • Übernahme der Fertigungsaufträge vom PPS und Überwachung der Termine und Stückzahlen anhand der Rückmeldungen

  • Steuerung der Maschinenbelegung

  • Bereitstellung der Rohteile

  • Anforderung und Bereitstellung der erforderlichen Werkzeuge an den Maschinen

  • Information an den DNC-Rechner zur Bereitstellung der notwendigen NC-Programme

  • Information an die Transportsteuerung über die Zuordnung der Werkstücke zu den einzelnen Bearbeitungsstationen

  • Bereitstellung der erforderlichen Messprogramme für maschineninterne Kontrollen bzw. für in das FFS integrierte Messeinrichtungen

  • Informationen an das Bedienpersonal, z. B.:

    • Änderungen in der Fertigung

    • Statusmeldungen

    • Alternativen bei Maschinenausfällen

    • Termine

    • Stückzahlen.

03. Welche Ebenen der Informationsvernetzung lassen sich bei der Gestaltung eines FFS unterscheiden?

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