Steuerrechtliche Grundlagen

  1. Rückstellung für Abraumbeseitigung
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Rückstellung für Abraumbeseitigung
    Sollte eine Abraumbeseitigung , die im laufenden Geschäftsjahr unterlassen wurde, im folgenden Geschäftsjahr nachgeholt werden, so ist hier eine Rückstellung zu bilden nach § 249 I, 2 Nr. 1, 2. Halbsatz HGB.
  2. Spezielle steuerrechtliche Arten von Rückstellungen
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Spezielle steuerrechtliche Arten von Rückstellungen
    Folgende Rückstellungen existieren nur und ausschließlich in der Steuerbilanz, nicht hingegen in der Handelsbilanz: Rückstellungen für aus künftigen Erträgen zu tilgende Verpflichtungen (§ 5 IIa EStG), Rückstellungen wegen Verletzung fremder Patent-, Urheber- oder ähnlicher Schutzrechte (§ 5 III EStG, R 5.7 VII EStR), Rückstellungen für Dienstjubiläumsverpflichtungen (§ 5 IV EStG), Rückstellungen für Anschaffungs- ...
  3. Negatives Wirtschaftsgut
    Wirtschaftsgut > Bilanzierungsfähigkeit im Steuerrecht > Negatives Wirtschaftsgut
    Ein Wirtschaftsgut wird negatives Wirtschaftsgut genannt, wenn mit seinem Erwerb zukünftige Ausgaben verbunden sind, die eine über die Abrechnungsperiode hinausgehende wirtschaftliche Last darstellen und selbstständig bewertbar sind. Hierzu gehörenVerbindlichkeiten undRückstellungen.
  4. Allgemeines Imparitätsprinzip
    Wirtschaftsgut > Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung > Allgemeines Imparitätsprinzip
    Nach dem Imparitätsprinzip dürfen Gewinne und Verluste ungleich behandelt werden. Es gilt folgende Regel: Gewinne dürfen nicht antizipiert werden (= Realisationsprinzip). Verluste hingegen müssen antizipiert werden (= Imparitätsprinzip).Das Imparitätsprinzip findet seinen Ausfluss sowohl imAnsatz als auch in derBewertung. Ansatzmäßig deshalb, weil Rückstellungen, also unsichere (aber wahrscheinliche) Zahlungsabgänge der Zukunft, schon heute, genauer, ...
  5. Pensionsrückstellungen - Direkte Methode
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Pensionsrückstellungen - Direkte Methode
    Pensionsrückstellungen: Direkte MethodeZunächst berechnet man wieder den Barwert der zukünftigen Rente mit $\ V = Rente \cdot a_{67}= 30.000 \cdot 8,638=259.140\ € $. Dann werden die Annuitäten kalkuliert, nämlich $$\ A_{T} = V \cdot {q-1 \over q^n -1} = 259.140 \cdot 0,075868 = 19.660,42 $$ und A G =30.872, 65 €. Dann lassen sich die Rückstellungswerte leicht ermitteln durch $$\ RW_{T} = A_{T} \cdot {q^n -1 \over q -1} = 19.660,42 \cdot {q^n -1 \over q -1} ...
  6. Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben
    Gewinnermittlungsmethoden > Besonderer Betriebsvermögensvergleich > Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben
    Zu den nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben zählen:komplett nicht abzugsfähige Betriebsausgaben undteilweise nicht abzugsfähige Betriebsausgaben.Komplett nicht abzugsfähige BetriebsausgabenWir behandeln im FolgendenAufwendungen für Gästehäuser,Aufwendungen für Jagd und Fischerei,Aufwendungen für häusliches ArbeitszimmerHinterziehungszinsen.Aufwendungen für GästehäuserDiese sind nach § 4 V Nr. 3 EStG nicht abzugsfähig. ...
  7. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten
    Bei Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten spricht mehr dafür als dagegen, dass es im folgenden Geschäftsjahr zu einer Auszahlung kommen wird. Nach dem Imparitätsprinzip, nach dem Verluste zu antizipieren sind (Gewinne jedoch nach dem Realisationsprinzip nicht) müssen diese Auszahlungen der Zukunft heute bereits als Verlust geltend gemacht werden. Beispiele für Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind (R 5.7 II EStR):ProzessrückstellungenPensionsrückstellungenRückstellungen ...
  8. Pensionsrückstellungen - Bewertung
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Pensionsrückstellungen - Bewertung
    Die Bewertung von Pensionsrückstellungen ist in § 6a III EStG geregelt. Beispiel: Die X-AG macht ihrem Geschäftsführer, Herrn Alt, am 2.1.2001 eine Pensionszusage. An dem Ausscheiden am 2.1.2008 (er ist dann exakt 67 Jahre alt) erhält er jährlich vorschüssig eine Pensionszahlung in Höhe von 30.000 € ausbezahlt. Herr Alt ist seit dem 2.1.1998 bei der X-AG beschäftigt. Berechne für den Zeitraum 2001 – 2007 die Höhe der Zuführung ...
  9. Kulanzrückstellungen
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Kulanzrückstellungen
    Kulanzrückstellungenwerden gebildet für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtungen erbracht werden (§ 249 I 2 Nr. 2 HGB). Beispiel: Die oben erwähnte Elektrik-AG hat wie bereits erwähnt, eine Garantiezeit von einem Jahr vertraglich vereinbart. 15 Monate nach dem Kauf kommt nun ein Kunde mit einem kaputten Fernsehapparat und möchte das Gerät kostenfrei repariert bekommen. Wie ist die Lage, wie ist zu buchen?Die Gewährleistungen mit rechtlicher ...
  10. Rückstellungen für unterlassenen Instandhaltungsaufwand
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Rückstellungen für unterlassenen Instandhaltungsaufwand
    Wenn im Geschäftsjahr unterlassene Aufwendungen für Instandhaltungen innerhalb des folgenden Geschäftsjahres in den ersten drei Monaten nachgeholt werden, so liegt eine Passivierungspflicht hierfür vor. Beispiel: Die X-AG aus Lüne verzeichnet einen Schaden an einem Bagger im November 2015. Sie unterlässt es allerdings, die notwendige Reparatur noch im Jahre 2015 vorzunehmen; vielmehr nimmt sie die Reparatur vier Monate später, also im März 2016 vor. Wie wird ...
  11. Pensionsrückstellungen - Indirekte Methode
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Pensionsrückstellungen - Indirekte Methode
    Lambert-Kochrezept Pensionsrückstellungen: Indirekte Methode1. Berechne den Barwert V der zukünftigen Rente R auf den Bilanzstichtag bezogen, z.B. mit Hilfe der sog. Heubeck-Richttafel (unten angegeben). Man multipliziert die Rente R mit der passenden Zahl a x : V = R∙a x .2. Berechne hieraus die Anwartschaftsbarwerte AB, indem man den Rentenbarwert V jeweils n Perioden lang abzinst: AB = V/q n , für die unterschiedlichen n.3. Ermittle die Annuitäten durch Multiplikation ...
  12. Berechnung des Eigenkapitals - Aufgabe
    Gewinnermittlungsmethoden > Aufgaben zu Kapitel 1 > Berechnung des Eigenkapitals - Aufgabe
    Beim Mandanten Gobbers soll der Abschluss für das Wirtschaftsjahr 2016 erstellt werden. Aber zuvor müssen folgende Sachverhalte gebucht und geklärt werden. Die Bilanz zum 31.12.2016 des Mandanten Gobbers weist eine Bilanzsumme von 1.500.000 €. Verbindlichkeiten, Rückstellungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich insgesamt auf 620.000 €. Die Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.1.2016 – 31.12.2016 weist Erträge von insgesamt 1.400.000 € und ...
  13. Unterschied zwischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Unterschied zwischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten
    Grundsätzlich sind die steuerlichen Rückstellungen so wie die handelsrechtlichen Rückstellungen zu bilden (R 5.7 I 1 EStR). Jedoch liegen im Detail oftmals strengere Vorschriften für die Zulässigkeit von Rückstellungen in der Steuerbilanz als in der Handelsbilanz vor. Dies ist insbesondere bei den Kriterien der wirtschaftlichen Verursachung vor dem Bilanzstichtag und beim Kriterium der wirtschaftlichen Verpflichtung zu sehen (R 5.7 IV und V EStR).Wenn allerdings im Steuerrecht ...
  14. Ansatz von Pensionsrückstellungen
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Ansatz von Pensionsrückstellungen
    Zunächst sind die Voraussetzungen für den Ansatz von Pensionsrückstellungen zu kennen, diese stehen in § 6a I EStG. Wichtig ist, dassder Pensionsberechtigte einen Rechtsanspruch auf einmalige oder laufende Pensionsleistungen hat (§ 6a I Nr. 1 EStG),die Pensionszusage schriftlich erteilt ist (§ 6a I Nr. 3 EStG).Pensionsrückstellungen WahlrechtBeachte auch, dass die Pensionsrückstellung erstmals dann gebildet werden darf,vor Eintritt des Versorgungsfalls $\ \Rightarrow ...
  15. Bewertung von Vermögensgegenständen und Wirtschaftsgütern
    Bewertung > Anschaffungskosten > Bewertung von Vermögensgegenständen und Wirtschaftsgütern
    LERNZIELE: Nachdem nun klargeworden ist, ob (!) ein Wirtschaftsgut Eingang in die Bilanz findet, sollten Sie nun verstehen, in welcher Höhe (!) es aufgenommen wird. Hierbei spielen eine Rolle: Anschaffungskosten, Herstellungskosten, der Teilwert, Bewertungsvereinfachungsverfahren und Absetzungen für Abnutzung.Das Video wird geladen...Handelsrechtliche und steuerliche BewertungSie sollten zwischen derhandelsrechtlichen und dersteuerlichenBewertung unterscheiden.Die handelsrechtliche ...
  16. Drohverlustrückstellungen
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Drohverlustrückstellungen
    LAMBERT-METHODE: Frage: Warum beschreiben wir etwas, was steuerrechtlich ohnehin verboten ist, nämlich der Ansatz von Drohverlustrückstellungen? Antwort: Weil es in Steuerprüfungen ständig abgefragt wird und dann vom Prüfling erkannt werden muss, dass eine Rückstellung für Drohverluste steuerlich nicht angesetzt werden darf.Es sind für die Bildung dieser speziellen Rückstellungen also zwei Punkte zu beachten, die in der vorliegenden Reihenfolge abgearbeitet ...
  17. Prozessrückstellungen
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Prozessrückstellungen
    Zunächst zur Wiederholung das Ausgangsbeispiel zur Verdeutlichung der Prozessrückstellung. Beispiel: Ein Kunde der X-AG rutscht am 30.12.2015 beim Hereinkommen in das Verwaltungsgebäude auf einer Bananenschale aus und verklagt die X-AG vier Wochen später auf Schadenersatz. Der Prozess hierzu wird erst in 2016 zu Ende gehen, es spricht jedoch aus Sicht der X-AG vieles dafür, dass der Kunde den Prozess gewinnt und die X-AG Schadensersatz leisten muss.Das oben erwähnte ...
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Konzernabschluss IFRS

  1. Grundlegende Ansatzvorschriften
    Vorbereitung der Konsolidierung > Vereinheitlichung von Ansatz, Ausweis und Bewertung > Ansatz > Grundlegende Ansatzvorschriften
    Die grundlegenden Ansatzvorschriften gliedern sich auf inerste Stufe- Definitionen von Assets und von Liabilitieszweite Stufe- Prüfung der Probability und der ReliabilityWenn beide Stufen erfüllt sind, besteht grundsätzlich für Assets eine Aktivierungspflicht und für Liabilities eine Passivierungspflicht. Für spezielle Posten (nämlich immaterielle Vermögenswerte, Forschungs- und Entwicklungskosten (research and development costs), Geschäfts- oder Firmenwert ...
  2. Ermessensspielräume
    Vorbereitung der Konsolidierung > Vereinheitlichung von Ansatz, Ausweis und Bewertung > Bewertung > Ermessensspielräume
    Ermessensspielräume liegen bei vorder Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts (IFRS 3, IFRS 5, IAS 39, IFRS 9, IAS 40 und IAS 41)bei der Wahl der Abschreibung- Methode- DauerAbgrenzung der Leasing-Methoden- Operate-Leasing- Finance-LeasingLangfristfertigung- Bestimmung des FertigstellungsgradesBewertung von Rückstellungen (IAS 37)Wertminderungen- Beurteilung- Ermittlung des erzielbaren BetragsAuch für Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen ist eine Vereinheitlichung von ...
  3. Modifizierte Stichtagskursmethode
    Vorbereitung der Konsolidierung > Währungsumrechnung > Umrechnungsmethoden > Modifizierte Stichtagskursmethode
    Zunächst zur Vorgehensweise.KOCHREZEPT MODIFIZIERTE STICHTAGSKURSMETHODE:Hierbei rechnet man wie folgt um:1. Bilanz umrechnen. Vermögenswerte und Schulden zu Stichtagskursen, Eigenkapital (mit Ausnahme des Jahresüberschusses und mit Ausnahme der Umrechnungsdifferenz) zum historischen Kurs.2. GuV umrechnen. Alles zum Durchschnittskurs, insb. auch den Jahresüberschuss. Dieser ergibt sich also auch durch das Kalkül JÜ = alle Erträge – alle Aufwendungen. ...
  4. Latente Steuern bei Schuldenkonsolidierung
    Latente Steuern > Steuerlatenzen bei Konsolidierungsmaßnahmen > Latente Steuern bei Schuldenkonsolidierung
    Auch bei der Schuldenkonsolidierung kommt es bei unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz, die zeitlich sind, zu latenten Steuern.Die Mutter-GmbH hält alle Anteile an der Tochter-AG und liefert dieser Waren. Sie bildet für Garantiefälle eine Rückstellung in Höhe von 1.000 €. Der Steuersatz liegt bei 30 %.In der Konzernbilanz ist wegen der Einheitsfiktion die Garantierückstellung zu entfernen (zu konsolidieren), wohingegen sie in der Steuerbilanz ...
  5. Vorgehensweise bei der Kapitalflussrechnung
    Weitere Bestandteile des Konzernabschlusses > Kapitalflussrechnung > Vorgehensweise bei der Kapitalflussrechnung
    Folgendes Beispiel soll die Vorgehensweise aufzeigen.Am 31.12.02 weist die M-AG die folgende Bilanz für 02 aus (Vorjahreswerte aus 01). Es sei weiterhin bekannt, dass der Jahresüberschuss bei 500 Mio. € gelegen hat und dass die Abschreibungen 200 Mio. € betrugen.Bilanzen der M-AG in Mio. € Aktiva PassivaPositionenBeträgePositionenBeträge2121AnlagevermögenEigenkapitalSachanlagevermögen15001000Gezeichnetes Kapital14001400Finanzanlagevermögen13001100Kapitalrücklage200200UmlaufvermögenGewinnrücklagen900300Vorräte350420FremdkapitalForderungen ...
  6. Betroffene Positionen
    Schuldenkonsolidierung > Betroffene Positionen
    Wir geben zunächst einen Überblick über die Positionen, die überhaupt von der Schuldenkonsolidierung betroffen sind:Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmeneingeforderte, ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapitalgeleistete und erhaltene AnzahlungenRechnungsabgrenzungspostenRückstellungenDas Video wird geladen...
  7. Rückstellungen
    Schuldenkonsolidierung > Betroffene Positionen > Rückstellungen
    Den bei der einen Konzernunternehmung gebuchten Rückstellung steht kein korrespondierender Posten bei einer anderen Konzernunternehmung gegenüber, weswegen nicht einfach erfolgsneutral aufgerechnet werden kann, sondern vielmehr erfolgswirksam auszubuchen ist.Die Konzernmutter T liefert Waren an die Tochter B am 13.11.2013. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Gewährleistungsfall in Höhe von voraussichtlich bei 5.000 €.Die Mutter bucht eine Rückstellung, aber die Tochter ...
  8. Aufgabe: Überprüfung des Konzernabschlusses
    Vorbereitung der Konsolidierung > Selbstkontrollaufgaben zu Vorbereitung der Konsolidierung > Aufgabe: Überprüfung des Konzernabschlusses
    Der frischgebackene Düsseldorfer Absolvent Alexander L. muss zum 31.12.06 den Konzernabschluss der X-GmbH prüfen. Er entdeckt dabei mit Schrecken die folgenden Sachverhalte.a)Eine 100 %-ige Tochter der X-GmbH wendete in ihrem Einzelabschluss für die Vorratsbewertung das Fifo-Verfahren an, wohingegen die X-GmbH mit dem Durchschnittsverfahren bewertete.b)Die Pele S.A. mit Sitz in Rio de Janeiro, eine 80 %-ige Tochter der X-GmbH, hat für die Bilanzierung ihres Aktivvermögens ...
  9. Lösung: Überprüfung des Konzernabschlusses
    Vorbereitung der Konsolidierung > Selbstkontrollaufgaben zu Vorbereitung der Konsolidierung > Aufgabe: Überprüfung des Konzernabschlusses > Lösung: Überprüfung des Konzernabschlusses
    Für die Erstellung einer Konzernbilanz sind die Vermögenswerte und Schulden zunächst einheitlich anzusetzen und einheitlich zu bewerten. Dies bedeutet insbesondere, dass im Rahmen der Erstellung der Handelsbilanz II (HB II) einheitliche Ansatz- und Bewertungsmethoden angewandt werden müssen. Hierbei ist zu beachten, dass dies nicht bedeutet, dass die Ansatz und Bewertungsmethoden der Mutter benutzt werden müssen. Vielmehr kann die Mutter auch entscheiden, dass konzernweit ...
  10. Spezielle Ansatzvorschriften
    Vorbereitung der Konsolidierung > Vereinheitlichung von Ansatz, Ausweis und Bewertung > Ansatz > Spezielle Ansatzvorschriften
    ACHTUNG:Die speziellen Ansatzvorschriften komplett durchzugehen, würde den Rahmen dieses Kurses völlig sprengen. Wir empfehlen unseren Kurs zur „Internationalen Rechnungslegung nach IFRS“.Die grundlegenden Ansatzvorschriften sind, wie der Name schon sagt, lediglich „grundlegend“. Bei bestimmten (auf deutsch: leider sehr vielen) Positionen muss man zusätzlich noch gewisse postenspezifische Positionen prüfen. Erst dann dürfen diese aktiviert bzw. passiviert ...
  11. Methode der funktionalen Währung
    Vorbereitung der Konsolidierung > Währungsumrechnung > Umrechnungsmethoden > Methode der funktionalen Währung
    Die Währungsumrechnung nach IFRS findet sich in IAS 21. Hierbei ist die Methode der funktionalen Währung vorgeschrieben. Dies bedeutet, dass der Konzernabschluss in der Währung des Landes aufzustellen ist, welches für die Unternehmenstätigkeit den wirtschaftlichen Schwerpunkt bildet (IAS 21.9).Hierbei gilt folgendes:ausländisches Tochterunternehmen ...ist selbständig: die modifizierte Stichtagskursmethode ist anzuwenden,ist unselbständig (= verlängerte ...
  12. Zeitbezugsmethode
    Vorbereitung der Konsolidierung > Währungsumrechnung > Umrechnungsmethoden > Zeitbezugsmethode
    Die Zeitbezugsmethode funktioniert so:Bilanz und Umrechnung nach ZeitbezugsmethodeAktivaUmrechnungPassivaUmrechnungAnlagevermögen Eigenkapitalnicht-monetäre Posten = Umrechnung zum historischen Kurs Immaterielles Vermögennicht-monetäre Posten = Umrechnung zum historischen KursFremdkapital  Sachanlagennicht-monetäre Posten = Umrechnung zum historischen Kurs Rückstellungenmonetäre Posten = Umrechnung zum Stichtagskurs Finanzanlagen  Verbindlichkeitenmonetäre ...
  13. Vereinheitlichung von Ansatz, Ausweis und Bewertung
    Vorbereitung der Konsolidierung > Vereinheitlichung von Ansatz, Ausweis und Bewertung
    EinführungDas Video wird geladen...Bevor die Konsolidierung erfolgen kann, muss der Ansatz und die Bewertung vereinheitlicht werden. Die sog.Handelsbilanz I (also der Einzelabschluss des Konzernunternehmens) wird in dieHandelsbilanz IIüberführt. Bei dieser Handelsbilanz II handelt es sich um den Einzelabschluss, der aber angepasst wurde auf die Regeln des Ansatzes und der Bewertung der Mutter.Die Handelsbilanz II ist damit eine dem Rechnungslegungszweck der Mutter angepasster zweiter ...
  14. Vorgehensweise bei der Equity-Methode
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    Kapitalkonsolidierung > Equity Methode > Vorgehensweise bei der Equity-Methode
    Für assoziierte Unternehmen wird die Equity-Methode nach der Buchwertmethode durchgeführt. Wir trennen im folgenden nicht die Erst- und die Folgekonsolidierung in unterschiedliche Kapitel auf, sondern erledigen beide hier.In der internationalen Rechnungslegung ist lediglich die sog. Buchwertmethode zulässig (IAS 28.10), nicht hingegen die sog. Kapitalanteilsmethode.Bei der Equity-Methode wird die Kapitalkonsolidierung technisch anders gerechnet als die Vollkonsolidierung oder die Quotenkonsolidierung. ...
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Externes Rechnungswesen

  1. Bilanzansatz (Bilanzierung dem Grunde nach)
    Ansatz, Bewertung, Ausweis > Bilanzansatz (Bilanzierung dem Grunde nach)
    Bei der „Bilanzierung dem Grunde nach“ stellt sich die Frage, ob ein Vermögensgegenstand, eine Schuld oder ein Rechnungsabgrenzungsposten (Abgrenzungsposten) bilanzierungsfähig ist, d.h. ob bilanziert werden muss, bilanziert werden darf oder nicht bilanziert werden darf. Im Falle von Vermögensgegenständen spricht man von der Aktivierungsfähigkeit und bei Schuldpositionen von der Passivierungsfähigkeit.Die Bilanzierungsfähigkeit ...
  2. Aktive Latente Steuern
    Dieser Text ist als Beispielinhalt frei zugänglich!
    Bewertung der Aktiva > Aktive Latente Steuern
    Aktive latente Steuern entstehen, wenn der Steueraufwand in der Handelsbilanz (fiktive Steuern) geringer ist als der Steueraufwand in der Steuerbilanz (effektive Steuern). Steuern werden aus dem Gewinn aus der GuV abgeleitet. Ist also der steuerliche Gewinn höher, als der handelsrechtliche entstehen aktive latente Steuern.In der Handelsbilanz besteht für aktive latente Steuern ein Ansatzwahlrecht ((§ 274 Abs. 1 HGB). Kleine Kapitalgesellschaften sind gemäß § 274a Nr. ...
  3. Bewertung der Passiva
    Bewertung der Passiva
    Die Passivseite der Bilanz gliedert sich nach § 266 HGB wie folgt:A. EigenkapitalB. RückstellungenC. VerbindlichkeitenD. RechnungsabgrenzungspostenE. Passive latente SteuernDas Eigenkapital einer GmbH setzt sich aus dem gezeichneten Kapital und den gebildeten Rücklagen sowie dem Gewinn-/Verlustvortrag und dem Jahresüberschuss/-fehlbetrag zusammen.Rückstellungen werden für zukünftige Aufwendungen und drohenden Verluste gebildet. Rückstellungen ...
  4. Abgrenzungsgrundsätze
    Organisation des Rechnungswesens > Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) > Abgrenzungsgrundsätze
    RealisationsprinzipDas Realisationsprinzip ist in § 252 Abs.1 Nr. 4 HGB definiert. Demnach dürfen nur Gewinne im Jahresabschluss berücksichtigt werden, wenn diese bis zum Abschlussstichtag (meist der 31.12.) realisiert worden sind.Demzufolge dürfen Vermögensgegenstände in der Bilanz nur mit ihren Anschaffungskosten (AK) oder ihren Herstellungskosten (HK) bewertet werden. Eine Bewertung zu dem (vermuteten) Verkaufspreis ist nicht zulässig. Diese Wertobergrenze ist ...
  5. Ergänzende Grundsätze
    Organisation des Rechnungswesens > Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) > Ergänzende Grundsätze
    Going concern PrinzipNach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ist eine Bewertung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going concern) durchzuführen, solange „dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen“.Somit wird angenommen, dass bei nicht vorliegen entsprechender Informationen, ein Unternehmen auf unbestimmte Zeit fortgeführt wird. Im Falle einer Insolvenz ist dies nicht mehr der Fall und die üblichen Bewertungsmethoden sind hinfällig. ...
  6. Eigenkapital
    Bewertung der Passiva > Eigenkapital
    Das Eigenkapital ist nach § 266 Abs. 3 HGB in die folgenden Komponenten zu untergliedern: I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage III. Gewinnrücklagen      1. Gesetzliche Rücklage      2. Rücklage für eigene Anteile      3. Satzungsmäßige Rücklagen      4. Andere Gewinnrücklagen  IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag V. Jahresüberschuss/JahresfehlbetragDas ...
  7. Rückstellungen
    Bewertung der Passiva > Rückstellungen
    Rückstellungen sind ungewisse Verbindlichkeiten, die hinsichtlich ihrer Höhe und/oder Fälligkeit noch nicht exakt bekannt sind, aber mit hinreichend großer Wahrscheinlichkeit eintreffen werden. nach § 249 HGB müssen Rückstellungen gebildet werden für:Ungewisse Verbindlichkeiten Drohende Verluste aus schwebenden GeschäftenUnterlasse Aufwendungen für Instandhaltung (bei Nachholung innerhalb der ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres)Abraumbeseitigung ...
  8. Anhang
    Der Jahresabschluss > Pflichtbestandteile des Jahresabschlusses > Anhang
    Neben der Bilanz und der GuV (die bereits in Kapitel Buchführung erläutert wurden) ist der Anhang ein wichtiger Bestandteil des Jahresabschlusses, um die einzelnen Positionen der Bilanz und GuV genauer darzustellen. Ziel ist es, eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu gewährleisten - ergänzend zu den reinen Zahlen aus Bilanz und GuV.Die maßgeblichen Vorschriften für den ...
  9. Lösung der Aufgabe
    Die Strukturbilanz > Lösung der Aufgabe
    Normalerweise würde die Lösung der Aufgabe nicht ganz so viel Zeit und Platz in Anspruch nehmen. Damit Sie aber ein besseres Verständnis für die Strukturbilanz bekommen, ist diie Lösung hier sehr ausführlich.Aktivseite:Anlagevermögen  Immaterielle Vermögensgegenstände70+ Sachanlagen40+ Finanzanlagen200= Anlagevermögen (AV)310 Umlaufvermögen   Scheck, Kasse, Bank, etc.10+ Wertpapiere25= Liquide Mittel35   Rechnungsabgrenzungsposten ...
  10. Bewertung (Bilanzierung der Höhe nach)
    Ansatz, Bewertung, Ausweis > Bewertung (Bilanzierung der Höhe nach)
    Nach dem die Bilanzierungsfähigkeit gegeben ist, erfolgt der nächste Schritt mit der Bewertung. Hierbei wird festgelegt, mit welchem Wert der Vermögensgegenstand bzw. die Schuldposition in der Bilanz beziffert wird. Das Video wird geladen...Allgemeine BewertungsvorschriftenDie Bewertungsvorschriften für alle Kaufleute ergeben sich aus den §§ 240, 252 – 256 HGB. Die allgemeinen Bewertungsgrundsätze sind in § 252 HGB zusammengefasst:1. Grundsatz ...
  11. Herleitung der Passivseite
    Die Strukturbilanz > Herleitung der Passivseite
    Eigenkapital   Gezeichnetes Kapital + Rücklagen + Bilanzgewinn -  Ausschüttungen für das Geschäftsjahr - selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände - Disagio - Aktiv. Latente Steuern = Eigenkapital FremdkapitalZunächst gilt:   KFK +MFK + LFK = FKFür die einzelnen Gruppen gilt dann:   Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit ≤ 1 Jahr + Steuerrückstellungen + sonst. Rückstellungen + Rechnungsabgrenzungsposten ...
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Buchführung

  1. Bilanz nach IFRS
    Buchhaltung nach IFRS > Aufbau nach IFRS > Bilanz nach IFRS
    Die buchhalterischen Vorschriften nach IFRS  ( International Financial Reporting Standards) sind solche, die für Kapitalgesellschaften gelten und international Anwendung finden. Der schon bekannte Aufbau der Bilanz nach dem Handelsrecht weicht zum Teil von dem ab, was die IFRS vorschreiben. Markantester Unterschied ist jedenfalls die durchweg englischsprachige Postenbezeichnung in der Bilanz ( Balance Sheet ). Genau wie bei der Bilanz nach dem HGB, zeigt bei der Bilanz nach IFRS die ...
  2. Begriffssammlung
    Buchhaltung nach IFRS > Anwendung > Begriffssammlung
    Im Folgenden findet ihr eine Zusammenfassung der verschiedenen Begrifflichkeiten übersichtlich zusammengefasst. Um mit den IFR-Standards richtig umgehen zu können, muss man sich insbesondere über die Kontenbezeichnungen im Klaren sein.Diese Auflistung ist selbstverständlich nicht abschließend, sie enthält jedoch die wichtigsten englischen Kontennamen.Die Bilanz nach IFRS1) Die Aktivseite der Bilanz nach IFRS: Vermögenswerte / Assets Anlagevermögen - Non current ...
  3. Rücklagen
    Jahresabschlussbuchungen > restliche Jahresabschlussbuchungen > Rücklagen
    Generell unterscheidet man bei den Rücklagen zwischen offenen und stillen Rücklagen.Offene Rücklagen Hierzu zählen Kapital- und Gewinnrücklagen, die offen in der Bilanz ausgewiesen werden. Eine Kapitalrücklage entsteht beispielsweise durch die Ausgabe neuer/junger Aktien. Zu den offenen Rücklagen zählen außerdem auch die gesetzlichen Rücklagen, d.h. der Unternehmer muss sie einrichten und in der Bilanz ausweisen.Stille RücklagenDiese Rücklagen ...
  4. sonstige Verbindlichkeiten
    Jahresabschlussbuchungen > Rechnungsabgrenzungsposten > sonstige Verbindlichkeiten
    Als sonstige Verbindlichkeit verbucht man einen Aufwand, der in der letzten Periode entstanden ist, aber den man erst in der nächsten Periode bezahlt. Im Gegensatz zu den Rückstellungen, zu denen wir im nächsten Punkt kommen, sind hier die Höhe der Verbindlichkeit und das Fälligkeitsdatum bekannt!Beispiel zu den sonstigen VerbindlichkeitenUnternehmer U muss normalerweise im Januar Darlehenszinsen in Höhe von 2000€ für das vergangene Jahr zahlen. Er bucht ...
  5. Rückstellungen
    Jahresabschlussbuchungen > restliche Jahresabschlussbuchungen > Rückstellungen
    Rückstellungen sind genauso zu behandeln wie sonstige Verbindlichkeiten, der Unterschied liegt nur darin, dass die Höhe sowie das Fälligkeitsdatum der Verbindlichkeit nicht bekannt ist! Die Höhe muss also geschätzt werden! Entstehen können diese Verbindlichkeiten beispielsweise durch ungewisse Verbindlichkeiten wie Steuernachzahlungen oder Prozesskosten, Garantieverpflichtungen, Instandhaltungskosten, Pensionsrückstellungen etc. In der Bilanz werden die Rückstellungen ...
  6. Umgekehrte Maßgeblichkeit
    Grundlagen > BilMoG > Umgekehrte Maßgeblichkeit
    Die umgekehrte Maßgeblichkeit sorgt dafür, dass steuerliche Wahlrechte bei der Gewinnermittlung in Übereinstimmung mit der Handelsbilanz auszuüben sind.Das Handelsrecht enthielt daher in §§ 254, 279 Abs. 2, 280 Abs. 2 und 281 HGB alte Fassung sogenannte Öffnungsklauseln.Diese Öffnungsklauseln sorgten dafür, dass eine nach steuerlichen Vorschriften zulässige Bewertung eines Vermögensgegenstands auch handelsrechtlich zulässig war.Warum gab ...
  7. Maßgeblichkeitsprinzip
    Grundlagen > BilMoG > Maßgeblichkeitsprinzip
    Wie bereits oben in der Einführung beschrieben, dient die handelsrechtliche Ermittlung des Jahresüberschusses auch als Grundlage für die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens. Grundsätzlich gilt daher die Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz .Das Maßgeblichkeitsprinzip überträgt die handelsrechtlichen Vorschriften, denen der Jahresabschluss sowohl formal als auch inhaltlich entsprechen muss (Handelsbilanz), in den Bereich der Steuerbilanz. Das ...
  8. Ziele und Änderungen durch das BilMoG
    Grundlagen > BilMoG > Ziele und Änderungen durch das BilMoG
    Im Folgenden verschaffen wir uns einen Überblick über die Rechtsänderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Zunächst betrachten wir die Ziele des BilMoG.Ziele des BilMoGUmfassende Modernisierung des HGBBereinigung des HGB um Wahlrechte, die nicht mehr aktuellen Vorstellungen entsprechenVerbesserung der Aussagekraft des Jahresabschlusses (Informationsfunktion). Wie der Gesetzesbegründung zu entnehmen ist, erfolgt das durch eine Annäherung ...
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