Steuerrechtliche Grundlagen

  1. Maßgeblichkeit
    Gewinnermittlungsmethoden > Besonderer Betriebsvermögensvergleich > Maßgeblichkeit
    Gewerbetreibende bzw. Steuerpflichtige, welche Einkünfte aus Gewerbebetrieb im Sinne des §§ 2 I Nr. 2 und § 15 EStG haben, müssen den Gewinn durch Vergleich ihrer Betriebsvermögen am Ende zweier aufeinanderfolgender Wirtschaftsjahre anstellen.Der Unterschied zwischen dem allgemeinen Betriebsvermögensvergleich und dem besonderen Betriebsvermögensvergleich liegt also darin, dass beim allgemeinen die handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger ...
  2. Vollschätzung und Teilschätzung
    Gewinnermittlungsmethoden > Schätzung > Vollschätzung und Teilschätzung
    ... Vollschätzung erfolgt, wenn der Steuerpflichtige überhaupt keine Bücher und Aufzeichnungen führt, obwohl er hierzu gesetzlich verpflichtet ist oder wenn er die vorhandenen Unterlagen insgesamt verworfen hat. Die Schätzung erfolgt dann nach amtlichen Richtsätzen, welche von der Finanzverwaltung je nach Branche und Größe der Unternehmen gegliedert herausgegebenen wurden. TeilschätzungEine Teilschätzung hingegen erfolgt, wenn nur einzelne ...
  3. Abbruchkosten - Baumaßnahmen bei Gebäuden
    Wirtschaftsgut > Immobilien > Abbruchkosten - Baumaßnahmen bei Gebäuden
    ... schon seit längerem im Eigentum des Steuerpflichtigen befindet, handelt es sich bei den Abbruchkosten um sofort abzugsfähige Betriebsausgaben (H 6.4 Abbruchkosten EStH).Erwerb mit oder ohne AbbruchabsichtMöglicherweise anders verhält es sich, wenn das Gebäude erst kurz vor dem Abbruch erworben wurde. Hier ist dann wichtig, ob der Erwerbmit Abbruchabsicht oderohne Abbruchabsichterfolgte. Erfolgte der Erwerb ohne Abbruchabsicht , so handelt sich um sofort abzugsfähige ...
  4. Bewertung des Vorratsvermögens nach der Formelmethode
    Bewertung > Teilwert > Bewertung des Vorratsvermögens nach der Formelmethode
    ... um Y2 zu erhalten. Beispiel 85: Der Steuerpflichtige Christian E aus Recklinghausen hat einen Warenbestand, für den er 50.000 € bei der Anschaffung aufwenden musste. Er verfügt über kein Warenwirtschaftssystem. Bezogen auf die Anschaffungskosten rechnet er mit einem Rohgewinnaufschlagsatz von 180 %. Er ist sicher, noch 80 % des ursprünglichen Verkaufspreises von 60.000 € erzielen zu können. Der durchschnittliche Unternehmergewinn von Christian E beträgt ...
  5. Absetzung für Abnutzung - Lineare Abschreibung (AfA)
    Bewertung > Absetzung beweglicher Wirtschaftsgüter > Absetzung für Abnutzung - Lineare Abschreibung (AfA)
    ... auf die Nutzungsdauer bezogen.Beispiel 92: Der Steuerpflichtige Franz aus Hamburg kauft sich eine Maschine für 1.000 €. Die Nutzungsdauer beträgt fünf Jahre.Die Auszahlung in Höhe von 1000 € wird auf die Nutzungsdauer verteilt durch die Rechnung Anschaffungskosten/Nutzungsdauer = 1.000 €/5 Jahre = 200 €/Jahr.Abschreibung über die NutzungsdauerBei der Abschreibung über die  Nutzungsdauer unterscheidet mandie betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer,die ...
  6. Erhöhte Absetzung
    Bewertung > Absetzung beweglicher Wirtschaftsgüter > Erhöhte Absetzung
    ... möglich, die Verteilung hat wiederum der Steuerpflichtige vorzunehmen.Einschränkend gilt jedoch, dass die Absetzung mindestens in Höhe der gewöhnlichen Abschreibungen, also der linearen AfA oder der Leistungs-AfA nach § 7 I EStG vorgenommen werden müssen (§ 7a III EStG).
  7. Abschreibung von Immobilien bei Privatentnahmen
    Bewertung > Absetzung unbeweglicher Wirtschaftsgüter > Abschreibung von Immobilien bei Privatentnahmen
    ... in das Privatvermögen des Steuerpflichtigen überführt, also entnommen wird (Privatentnahme), so ist der Teilwert (§ 6 I Nr. 4 EStG ) bzw. der gemeine Wert (§ 16 III 7 EStG) die Bemessungsgrundlage für die weiteren AfA (R 7.3 VI 4 EStR). Es gilt hierbei der Teilwert bzw. der gemeine Wert zum Zeitpunkt der Entnahme. Es ist dann auf diese Bemessungsgrundlageder Prozentsatz des § 7 IV 1 EStG anzuwenden,wenn die tatsächliche künftige Nutzungsdauer ...
  8. Abschreibung von Immobilien bei Privateinlagen
    Bewertung > Absetzung unbeweglicher Wirtschaftsgüter > Abschreibung von Immobilien bei Privateinlagen
    ... AfA (§ 7 I 5 EStG). Beispiel 104: Der Steuerpflichtige Hubert aus Frankfurt am Main kaufte am 2.1.1998 ein Gebäude für 3000.000 €. Am 2.1.2007 legt er das Gebäude aus seinem Privatvermögen in sein Betriebsvermögen ein. Der Teilwert des Gebäudes betrug zu diesem Zeitpunkt 3.500.000 €.Die jährliche Absetzung für Abnutzung beträgt in den Jahren, in welchen das Haus noch zum Privatvermögen gehört, 2 % von 3000.000, also 60.000 ...
  9. Absetzung für außergewöhnliche Abnutzung (AfaA) bei Immobilien
    Bewertung > Absetzung unbeweglicher Wirtschaftsgüter > Absetzung für außergewöhnliche Abnutzung (AfaA) bei Immobilien
    ... dem Bilanzansatz aus II 2. Beispiel 105: Der Steuerpflichtige Adrian aus Mönchengladbach legt sich am 2.1.1998 ein Betriebsgebäude für 300.000 € zu und schreibt das einheitlich benutzte Gebäude zutreffend mit 2 % pro Jahr ab. An dem Betriebsgebäude lässt er am 1.6.2006 nachträgliche Herstellungsarbeiten durchführen, die mit einem Nettoaufwand von 150.000 € zu Buche schlagen.Die planmäßige Abschreibung des Jahres 2006 berechnet sich ...
  10. Bilanzberichtigung
    Änderungen von Steuerbilanzen > Bilanzberichtigung und Bilanzänderung > Bilanzberichtigung
    ... wurden, so ist die Berichtigung für den Steuerpflichtigen zwingend (§ 153 I Nr. 1 AO). Zeitlich kann die Bilanz jederzeit berichtigt werden, bis die Veranlagung, welche auf der (fehlerhaften) Bilanz beruht, rechtskräftig ist. Wenn die Bilanzberichtigung eines Jahres nach AO nicht mehr möglich ist, muss der falsche Bilanzansatz in der ersten Schlussbilanz des ersten Jahres, das berichtigt werden kann, erfolgswirksam richtig gestellt werden (R 4.4 I 3 EStR). Beispiel ...
  11. Berechnung der Abschreibung - Abschreibungszeitraum und Abschreibungshöhe (AfA)
    Bewertung > Abschreibungen und Absetzungen > Berechnung der Abschreibung - Abschreibungszeitraum und Abschreibungshöhe (AfA)
    ... 90: Eine Maschine wird vom Steuerpflichtigen am 1.3.2016 angeschafft und zunächst auf Lager gelegt. Erst ab dem 1.7.2016 beginnt die Nutzung der Maschine.Die Maschine wird ab dem 1.3.2016 abgeschrieben, nicht erst ab dem 1. 7.2016.Zeitanteilige AbschreibungSchließlich ist eine AfA im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung grundsätzlich zeitanteilig vorzunehmen (§ 7 I 4 EStG). Dies bedeutet, dass zunächst der Abschreibungsbetrag für ein ganzes ...
  12. Abschreibung gebrauchter Wirtschaftsgüter bei Privateinlage und Privatentnahme
    Bewertung > Absetzung beweglicher Wirtschaftsgüter > Abschreibung gebrauchter Wirtschaftsgüter bei Privateinlage und Privatentnahme
    ... für die weiteren AfA. Beispiel 101: Der Steuerpflichtige V aus Hamburg besitzt ein Mehrfamilienhaus und vermietet dieses an mehrere Parteien. Am 2.1.2015 kaufte er sich eine Gartensprenkelanlage für 3.000 €. Die Nutzungsdauer beträgt fünf Jahre. Die Anlage schreibt er linear über die Laufzeit ab. Der Teilwert beträgt Ende des Jahres 2016 unstreitig 2.500 €. Am 1.1.2017 legt V die Sprinkleranlage in sein Betriebsvermögen ein, da der Rasen seines Betriebsgeländes ...
  13. Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben
    Gewinnermittlungsmethoden > Besonderer Betriebsvermögensvergleich > Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben
    ... außerhalb des Orts eines Betriebs des Steuerpflichtigen befinden. Im Wortlaut heißt es, dass es sich um Aufwendungen für Einrichtungen des Steuerpflichtigen, soweit sie der Bewirtung, Beherbung oder Unterhaltung von Personen dienen, soweit sie nicht Arbeitnehmer des Steuerpflichtigen sind, handeln muss (§ 4 V Nr. 3 EStG).Aufwendungen für Jagd und FischereiAufwendungen für Jagd und Fischerei sowie für Segeljachten oder Motorjachten als auch die hiermit zusammenhängenden ...
  14. Geschenkaufwendungen
    Gewinnermittlungsmethoden > Besonderer Betriebsvermögensvergleich > Geschenkaufwendungen
    ... unterliegen jedoch beim Empfänger der Lohnsteuerpflicht, da die Geschenke als Sachbezug zum Arbeitslohn zählen. Beispiel: Der Unternehmer Fritz aus Erkenschwick schenkt seinen Geschäftsfreund Karl zu Weihnachten stets eine Flasche Rotwein im Werte von 20 € und bucht dies einzeln und getrennt von seinen sonstigen Betriebsausgaben.Da die Freigrenze von 35 € unterschritten wird, darf das Geschenk im Werte von 20 € als Betriebsausgabe abgezogen werden. Man beachte ...
  15. Bewirtungsaufwendungen
    Gewinnermittlungsmethoden > Besonderer Betriebsvermögensvergleich > Bewirtungsaufwendungen
    ... wenn der Steuerpflichtige ein Gastwirt ist, so gilt das Abzugsverbot für Bewirtungsaufwendungen für ihn nicht (§ 4 V 2 EStG).Wieder ein Beispiel dafür, dass man die Paragraphen bis zum Schluss lesen sollte. So ist nach der - sehr langen - Liste der Nr. 1 – 12 des § 4 V EStG schließlich noch der S. 2 zu lesen. Ebenso darf der § 4 VII EStG nicht übersehen werden. Der Teufel steckt – gerade im Steuerrecht – ...
  16. Positives Wirtschaftsgut
    Wirtschaftsgut > Bilanzierungsfähigkeit im Steuerrecht > Positives Wirtschaftsgut
    ... oder Geschäftswert. Beispiel 19: Der Steuerpflichtige Fritz aus München hat für 200.000 € ein Grundstück erworben.Dieses ist eine Sache im Sinne des bürgerlichen Rechts und durch Aufwendungen erlangt. Nach der Verkehrsauffassung ist das Grundstück selbstständig bewertbar und bringt nicht nur bis zum Ende der Abrechnungsperiode einen Nutzen, sondern auch darüber hinaus. Es ist damit insgesamt ein positives Wirtschaftsgut.Abgrenzung des WirtschaftsgutsPositive ...
  17. Sonderabschreibungen
    Bewertung > Absetzung beweglicher Wirtschaftsgüter > Sonderabschreibungen
    ... in Anspruch genommen.Der Steuerpflichtige hat hierbei ein Wahlrecht, ob und wie er die Sonderabschreibung auf die einzelnen Perioden des Begünstigungszeitraums verteilt.Wenn der Begünstigungszeitraum abgelaufen ist, so ist der noch vorhandene Restwert gleichmäßig auf die verbleibende Restnutzungsdauer zu verteilen (§ 7a IX EStG).Sonderabschreibungen treten zum Beispiel auf in Form von Sonderabschreibung für kleine und mittlere Betriebe (§ ...
  18. Entnahme aus dem Betriebsvermögen
    Gewinnermittlungsmethoden > Allgemeiner Betriebsvermögensvergleich > Entnahme aus dem Betriebsvermögen
    ... man alle Wirtschaftsgüter, die der Steuerpflichtige dem Betrieb für sich, für seinen Haushalt oder für andere betriebsfremde Zwecke im Laufe des Wirtschaftsjahres entnimmt (§ 4 I 2 EStG). Ihre Bewertung erfolgt zum Teilwert (§ 6 I Nr. 4 EStG).Unter dem Teilwert versteht man wiederum jenen Betrag, den ein Erwerber des ganzen Betriebs für das einzelne Wirtschaftsgut ansetzen würde (§ 6 I Nr. 1, S. 3 EStG). Beispiel: Metzgermeister Schwarte entnimmt ...
  19. Geringwertige Wirtschaftsgüter - Bewertung und Abschreibung
    Bewertung > Absetzung beweglicher Wirtschaftsgüter > Geringwertige Wirtschaftsgüter - Bewertung und Abschreibung
    ... (!) Umsatzsteuer, gleichgültig, ob der Steuerpflichtige zum Vorsteuerabzug berechtigt ist oder nicht (vgl. R 9 b II 1,2 EStR). Beispiel 99: Der Steuerpflichtige Fritz aus Hamburg kauft für seine Unternehmung Stühle bei einem schwedischen Hersteller zu 100 € pro Stück.Die Stühle dürfen im Jahre der Anschaffung komplett als Aufwand verrechnet werden und müssen nicht über die Laufzeit abgeschrieben werden. Beispiel 100: Der Steuerpflichtige Fritz ...
  20. Unterschied zwischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten
    Wirtschaftsgut > Rückstellungen > Unterschied zwischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten
    ... auch für das Steuerrecht. Beispiel: Der Steuerpflichtige Fritz aus Amberg hat einen Schaden im Monat Dezember 2015 zu verzeichnen. Wegen guter Auftragslage unterlässt er es, den Schaden noch im alten Geschäftsjahr zu beheben. Vielmehr ist die Instandhaltung für den Juni (März) 2016 geplant.Die handelsrechtlichen Passivierungswahlrechte wurden aufgehoben, so dass steuerlich nur noch die Rückstellungen nicht passiviert werden dürfen, die in § 5 Absätze ...
  21. Gewinnermittlung nach der Einnahmenüberschussrechnung
    Gewinnermittlungsmethoden > Einnahmenüberschussrechnung > Gewinnermittlung nach der Einnahmenüberschussrechnung
    Das Video wird geladen...Diejenigen Steuerpflichtigen, die nicht wegen gesetzlicher Vorschriften zur Buchführung verpflichtet sind und auch freiwillig keine Bücher führen, ermitteln ihren Gewinn nach der sog. Einnahmenüberschussrechnung.Man könnte deshalb meinen, dass das Prinzip der Periodisierung ausschließlich beim Betriebsvermögensvergleich zu beachten ist und die Einnahmenüberschussrechnung lediglich durch Vergleich der Einnahmen und der Ausgaben funktioniert ...
  22. Niederstwertprinzip
    Wirtschaftsgut > Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung > Niederstwertprinzip
    ... zum Niederstwertprinzip Beispiel: Der Steuerpflichtige schafft am 2.1.01 eine Maschine für 80.000 € an, die eine Nutzungsdauer von zehn Jahren hat. Am Ende des zweiten Jahres wird festgestellt, dass der Teilwert bei 23.000 € liegt. Muss am Ende des zweiten Jahres eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgen? Erstelle den Abschreibungsplan.Die Maschine ist Teil des Anlagevermögens, denn sie dient dauernd dem Geschäftsbetrieb (§ 247 II HGB). ...
  23. Verpflegungsmehraufwand
    Gewinnermittlungsmethoden > Besonderer Betriebsvermögensvergleich > Verpflegungsmehraufwand
    ... für jeden Kalendertag, an dem der Steuerpflichtige wegen der vorübergehenden Tätigkeit von seiner Wohnung und seinem Tätigkeitsmittelpunkt abwesend ist. Folgende Pauschalen können künftig steuerfrei gezahlt werden für:für eintägige Auswärtstätigkeiten ab einer Abwesenheit von mehr als 8 Stunden $\ \Rightarrow $ ein Pauschbetrag von 12 €für mehrtägige Auswärtstätigkeiten für den An- und Abreisetag $\ \Rightarrow ...
  24. Steuerfreie Rücklagen - Rücklage für Ersatzbeschaffung
    Wirtschaftsgut > Rücklagen > Steuerfreie Rücklagen - Rücklage für Ersatzbeschaffung
    ... vor. Das Einkommensteuerrecht gibt einem Steuerpflichtigen unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit, die Versteuerung der aufgedeckten stillen Reserve hinauszuzögern. Diese Voraussetzungen sind (R 6.6 I 2 EStR):das Wirtschaftsgut wegen höherer Gewalt oder wegen behördlicher Eingriffe aus dem Betriebsvermögen ausgeschieden ist,innerhalb einer bestimmten Frist ein funktionsgleiches Wirtschaftsgut (Ersatzwirtschaftsgut) angeschafft oder hergestellt wird, auf dessen ...
  25. Betriebsvermögensvergleich
    Gewinnermittlungsmethoden > Allgemeiner Betriebsvermögensvergleich > Betriebsvermögensvergleich
    ... Nutzungen und Leistungen), welche der Steuerpflichtige dem Betrieb für sich, für seinen Haushalt oder für andere betriebsfremde Zwecke im Laufe des Wirtschaftsjahrs entnommen hat (§ 4 I 2 EStG).Gewinnermittlung durch BetriebsvermögensvergleichDas Schema der Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich lautet wie folgt:Betriebsvermögen (= Vermögen abzgl. Schulden) am Schluss des laufenden Wirtschaftsjahrs - Betriebsvermögen (= Vermögen ...
  26. Einlage in das Betriebsvermögen
    Gewinnermittlungsmethoden > Allgemeiner Betriebsvermögensvergleich > Einlage in das Betriebsvermögen
    ... gegen das Eigenkapital gebucht werden. Der steuerpflichtige Gewinn sinkt daher um 15.000 €. Beispiel: Carlo Zocker, Inhaber einer Wertpapieragentur, entnimmt zehn Aktien und spendet sie seiner ehemaligen Universität, an der er vor vielen Jahren BWL studiert hatte. Der Buchwert der Aktien liegt bei 100 €, der Tageskurs am Tag der Entnahme bei 250 €. Bisher hatte Carlo nichts gebucht.Einschlägig ist § 6 I Nr. 4 S. 4 EStG. Beispiel: Im Anschluss an die Entnahme ...
  27. Beispiele zur Einnahmenüberschussrechnung
    Gewinnermittlungsmethoden > Einnahmenüberschussrechnung > Beispiele zur Einnahmenüberschussrechnung
    Beispiel: Der Steuerpflichtige Fritz aus Hamburg erteilt Nachhilfeunterricht und ermittelt seinen Gewinn nach der Einnahmenüberschussrechnung. Am 28.12.2016 erteilt er Nachhilfe in Mathematik und erhält hierfür einen Betrag von 100 €. Der Schüler bezahlt allerdings das Entgelt erst am 15.1.2017.Zwar ist die Leistung im Jahre 2016 erbracht worden, die Einnahme fließt dem Fritz allerdings erst im Jahre 2017 zu. Nach dem Zuflussprinzip des § 11 EStG hat er deswegen ...
  28. Arten von Verbindlichkeiten und Bewertung
    Wirtschaftsgut > Verbindlichkeiten > Arten von Verbindlichkeiten und Bewertung
    ... Bewertung von Verbindlichkeiten Beispiel: Der Steuerpflichtige Franz aus Kassel erhält von seiner Hausbank einen Kredit in Höhe von 1.000 €, wobei ein Disagio von 4 % vereinbart ist. Die Rückzahlung erfolgt nach vier Jahren zu pari, der Nominalzins beträgt 5 %.Franz erhält also nur 960 € von seiner Hausbank ausbezahlt, da er ein Disagio von 4%, also 40 Euro, zahlen muss. Er muss aber 5 % Zinsen auf 1.000 €, also 50 €, jedes Jahr an Zinsaufwand leisten. ...
  29. Betriebsvermögen oder Privatvermögen
    Betriebsvermögen > Betriebsvermögen bei Einzelunternehmen > Betriebsvermögen oder Privatvermögen
    ... betrieblichen und der privaten Sphäre des Steuerpflichtigen zu unterscheiden. Die Positionen auf der betrieblichen Seite heißen Betriebsausgaben und mindern die zu ermittelnde Steuer.Abzugspositionen auf der privaten Seite tun dies grundsätzlich nicht. Es ist daher eine Abgrenzung notwendig bei der betrieblichen Gewinnermittlung.Wirtschaftsgüter sind hierbei entweder demnotwendigen Betriebsvermögen,dem gewillkürten Betriebsvermögen oderdem notwendigen Privatvermögenzuzuordnen.Unter ...
  30. Gewillkürtes Betriebsvermögen
    Betriebsvermögen > Betriebsvermögen bei Einzelunternehmen > Gewillkürtes Betriebsvermögen
    ... bewegliche Wirtschaftsgüter Beispiel: Der Steuerpflichtige Fritz aus Stuttgart nutzt sein Auto zu 70 % beruflich und zu 30 % privat.Das Auto ist ein gemischt genutztes bewegliches Wirtschaftsgut und muss, weil es zu mehr als 50% eigenbetrieblich genutzt wird, komplett dem betrieblichen Bereich zugerechnet werden (R 4.2 I 4 EStR). Es kommt also nicht etwa zu einer Bilanzierung nur in Höhe von 70 %.Zusätzlich hierzu ist die private Mitbenutzung als Entnahme mit den anteiligen Kosten ...
  31. Arten von Personengesellschaften
    Betriebsvermögen > Betriebsvermögen bei Personengesellschaften > Arten von Personengesellschaften
    ... Mitunternehmerrisiko bedeutet, dass der Steuerpflichtige den Betrieb zumindest teilweise auf seine Rechnung und Gefahr mitführt, am Gewinn und Verlust der Gesellschaft beteiligt ist und regelmäßig auch am Vermögen als auch an den stillen Reserven.Mitunternehmerinitiative hingegen bedeutet, dass der Betrieb durch den Mitunternehmer mitgestaltet wird, so etwa durch Ausübung von Stimmrechten oder der Geschäftsführung.Für die Mitunternehmerschaft ist ...
  32. Widerlegung der Teilwertvermutung
    Bewertung > Teilwert > Widerlegung der Teilwertvermutung
    ... Teilwertabschreibung sein. Beispiel 83: Die Steuerpflichtige Klara aus Elmshorn erwirbt ein baureifes Grundstück. Zeitlich nach dem Erwerb schränkt die Baubehörde die bereits erteilte Baugenehmigung ein.Folgende Gründe sprechen z.B. nicht für eine objektive Fehleinschätzung und können also kein Grund für Teilwertabschreibungen sein:Übergroße und aufwändige Bauweise,Erwerb unter Druck des Veräußerers. Gesunkene Wiederbeschaffungs- ...
  33. Bewertung des Vorratsvermögens nach der Subtraktionsmethode
    Bewertung > Teilwert > Bewertung des Vorratsvermögens nach der Subtraktionsmethode
    ... erzielbaren Verkaufspreis. Beispiel 84: Der Steuerpflichtige Christian E aus R hat einen Warenbestand einer zu bewertenden Gruppe mit Anschaffungskosten von 30.000 €. Der Rohgewinnaufschlagsatz für eben diese Warengruppe liegt bei 70 %. Erzielbar ist noch ein Verkaufserlös von 80 % des ursprünglichen Verkaufserlöses von 80.000 €. Bezogen auf den noch erzielbaren Verkaufspreis liegt der durchschnittliche Unternehmergewinn bei 20 %. Nach dem Bilanzstichtag fallen, ...
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Buchführung

  1. Mehrwertsteuer (MwSt) berechnen und buchen
    Warenverkehr > Die Umsatzsteuer > Mehrwertsteuer (MwSt) berechnen und buchen
    ... oder Dienstleistungen verkaufen und mehrwertsteuerpflichtige Einnahmen generieren. Bezahlt wiederum wird die Mehrwertsteuer immer vom Endkonsument, da dieser die Mehrwertsteuer nicht absetzen oder verrechnen und somit auch nicht weiterleiten kann. Er ist in diesem Fall also der Kostenträger. Der Endverbraucher generiert somit keinen zusätzlichen Wert, sondern konsumiert den Wertgegenstand, weswegen er quasi als zusätzliche Kosten für den Verbrauch die Mehrwertsteuer ...
  2. Steuerrechtliche Buchführungspflicht
    Grundlagen > Einführung > Steuerrechtliche Buchführungspflicht
    ... keine Buchführungspflicht (aber eine Steuerpflicht), muss der Gewinn gemäß § 4 Abs. 3 S. 1 EStG durch eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) ermittelt werden. Vereinfacht dargestellt kann eine solche EÜR ohne besonders großen Aufwand erstellt werden, indem von den erwirtschafteten Einnahmen ganz einfach die Ausgaben abgezogen werden. Die Differenz ergibt dann den Jahresüberschuss.
  3. Wechseldiskontierung
    Geldverkehr > Wechsel > Wechseldiskontierung
    ... merken ist lediglich, dass diese Entgelte umsatzsteuerpflichtig wären.
  4. Prolongation
    Geldverkehr > Wechsel > Prolongation
    ... Beispiel zur Verdeutlichung. Die Umsatzsteuerpflicht ist, wie schon bei der Wechseldiskontierung, zu beachten. Betrachten wir die Wechselprolongation beim Aussteller:Besitzwechsel425,35anBesitzwechsel348Diskontertrag30Wechselspesen35Mehrwertsteuer12,35Die Mehrwertsteuer entspricht hier 19% der Summe aus Diskontertrag und Wechselspesen. Und abschließend einen Blick in die Bücher des Bezogenen:Schuldwechsel348anSchuldwechsel425,35Diskontaufwendungen30Wechselspesen35Vorsteue...
  5. Steuern
    Geldverkehr > Löhne und Gehälter > Steuern
    ... beträgt die Steuerbelastung eines kirchensteuerpflichtigen Arbeitnehmers ca. 749,10 € (24,97 %).
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Investitionsrechnung

  1. Arten der Verlustrechnung
    Steuern in der Investitionsrechnung > Arten der Abschreibung und der Verlustverrechnung > Arten der Verlustrechnung
    ... der Verlustverrechnung eine für den Steuerpflichtigen attraktive Möglichkeit, Verluste der Gegenwart in einer anderen Periode zu verrechnen.Verrechnung steuerlicher VerlusteWelche Möglichkeiten existieren allgemein, steuerliche Verluste zu verrechnen? Man kennt:die sofortige Verlustverrechnungden Verlustrücktragden Verlustvortrag.Die sofortige Verlustverrechnung führt zu einer (unterstellten) Steuererstattung.Beim Verlustvortrag zieht man den Verlust des Jahres ...
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Makroökonomie

  1. Einkommensunanbhängige Steuer
    Steuern > Einkommensunanbhängige Steuer
    ... = Pauschalsteuer = exogene Steuer) zahlt jeder Steuerpflichtige einen festen identischen Betrag, d.h. das Steueraufkommen ist unveränderlich bei einem festen Betrag T.  Im fiktiven Land Kleinbrutannien wird eine Kopfsteuer eingeführt. Jeder Einwohner zahlt pro Monat einen Betrag von 1.000₤, unabhängig von seinem Einkommen.Eine Hundesteuer gehört nicht zu den Kopfsteuern, da sie zwar pauschal, aber nicht pro (Menschen-)Kopf anfällt!
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