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Spezifische Methoden des Sozialmarketings

01. Welche spezifischen Methoden des Sozialmarketing gibt es?

Initiativen, Stiftungen, Vereine und andere soziale Organisationen übernehmen immer mehr Aufgaben in Deutschland. Soziale Organisationen werden daher gerne bei uns neben dem Staat und der freien Wirtschaft als „dritte Kraft“ in der Gesellschaft bezeichnet. Die sogenannten „Non Profits“ wirtschaften mit Geld, brauchen wie jede andere (gemein)wirtschaftlich handelnde Organisation einen operativen Überschuss am Jahresende und müssen Marketing betreiben, um ihre Ziele zu erreichen. Seit ca. 1980 ist im deutschen Sozialmarketing eine zunehmende Professionalisierung zu beobachten. Der Dritte Sektor hat sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter differenziert. Damit wird auch das Sozialmarketing komplexer. Unabhängig von der Art der Organisation und dem im Detail unterschiedlich ausgeprägten Marketingstrategien, steht im Kern jedes Sozialmarketing die Steigerung des Erfolges einer Organisation.

Mit der wachsenden Zahl sozialer Organisationen und Angebote wird es für den Erfolg der einzelnen Organisationen immer bedeutender, wie sie sich in der Öffentlichkeit bewegen. Denn die Zeiten, in denen soziale Einrichtungen Vollbelegung hatten, egal wie sie sich verhielten, sind in vielen Bereichen vorbei. Gleiches gilt für das Spendenaufkommen. Wer sich bei wachsender Anzahl von spendensammelnden Organisationen bei einem nahezu gleichbleibenden Spendenvolumen nicht bemüht, bekommt weniger ab. Jede Organisation muss sich daher positionieren. Wer es nicht tut, dem drohen sinkende Einnahmen.

Häufig wird der Start des modernen Sozialmarketing mit der Veröffentlichung des Aufsatzes „Social Marketing: An Approach to Planned Social Change“ von Philip Kotler aus dem Jahre 1971 gleichgesetzt. In diesem stellte er die Frage, ob man soziales Verhalten mit Techniken des „normalen“ Marketings verändern kann. Die Antwort darauf ist inzwischen klar. Jedes gute soziale Programm das Auswirkung (heute Social Impact genannt) auf z. B. Geburtenkontrolle oder andere Verhaltensthemen haben möchte, muss in der Öffentlichkeit kommuniziert werden. „Normales“ (kommerziell getriebenes) Marketing hat Erfahrung mit Kommunikation. Daher ist es mehr als angeraten, immer wieder einen Blick über den Zaun der „kommerziellen Kommunikatoren“ zu werfen. Viele Profis im Sozialmarketing starteten in „normalen“ Agenturen oder im Journalismus (bis heute ist bei manchem Praktiker eine Engführung auf Public Relations zu beobachten). Der Wissenstransfer zwischen dem Profit- und dem Non-Profit-Lager ist konstant, stetig gewachsen und inzwischen wechselseitig.Quelle: http://www.kompass-sozialmanagement.de/die-vier-felder-des-sozialmarketings, Ehrenfried Conta Gromberg; Verlag Dashöfer GmbH