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Lagerorganisation

→ 2.6.5, 4.2.1, 4.2.2.3, 4.2.2.4, 4.2.3

01.Welche Warenflussprobleme müssen mithilfe des Lagers gelöst werden?

Zum einen muss es den Lieferanten bzw. Spediteuren möglich sein, die Ware ungehindert abzuladen, zum anderen muss der Warenfluss vom Lager in den Verkaufsraum so reibungslos verlaufen, dass die täglichen Kundenwünsche ohne weiteres und ohne zusätzliche Transportkosten erfüllt werden können.

Vgl. dazu:>> 2.6.5Personaleinsatzplanung
 >> 4.2.1Organisationsformen der Beschaffungs-, Lager- und Logistikprozesse
 >> 4.2.2.3Beschaffungskonditionen
 >> 4.2.2.4Bezugsquellen und -wege
 >> 4.2.3Beschaffungs- und Logistikcontrolling

02.Nach welchen Merkmalen werden Läger eingerichtet?

Im Lager werden die Waren in der Regel nach erkennbaren Systematiken zusammengestellt, wie z. B. nach dem Stoff, der Herkunft, der Gebrauchszusammengehörigkeit, dem Verwendungszweck, den Preislagen. Es sind aber auch andere Kriterien möglich, wie z. B. die gleichmäßige Auslastung aller Lagerräume, sofern nicht besondere Lagervorschriften dies verbieten oder die kontinuierliche Beschäftigung aller Mitarbeiter insbesondere von Lägern, die von Saisongeschäften (Weihnachtsverkauf) betroffen sind.

03.Nach welchen Kriterien können Läger gegliedert bzw. aufgebaut sein?

Man unterscheidet z. B. folgende Lagerarten:

Lagerarten
Funktion
  • Beschaffungslager
  • Verkaufslager
  • Fertigungslager
  • Reservelager
  • Absatzlager
  • Manipulationslager
Lagergüter
  • Materiallager
  • Werkzeuglager
  • Erzeugnislager
  • Materialabfalllager
  • Handelswarenlager
  • Büromateriallager
Bedeutung
  • Hauptlager
  • Nebenlager
  • Zwischenlager
Standort
  • Innenlager
  • Außenlager
  • Speziallager
Eigentümer
  • Eigenlager
  • Fremdlager: Konsignationslager, Kommissionslager, Lagereien
Bauart
  • offene Lager
  • halboffene Lager
  • geschlossene Lager: Baulager, Speziallager
Lagertechnik
  • Flachlager
  • Blocklager
  • Bodenlager
  • Regallager
  • Stapellager
Produktionsstufe
  1. Eingangslager
  2. Werkstattlager
  3. Erzeugnislager
Automatisierungsgrad
  1. manuelle Lager
  2. mechanisierte Lager
  3. automatische Lager
Zentralisierung
  • Zentrallager
  • dezentrale Lager

04.Welche Vorteile bietet ein Zentrallager gegenüber dezentralen Lägern?

  • Geringere Lagervorräte

  • geringere Kapitalbindung

  • geringere Mindestbestände

  • bessere Nutzung der Raumkapazität

  • wirtschaftlicher Personaleinsatz

  • effektive Nutzung der Lagertechnik.

05.Welche Vorteile bieten dezentrale Läger?

  • Exaktere Disposition der Einzelmaterialien

  • spezifische Arten der Lagerung möglich

  • spezifische Kenntnisse des Lagerpersonals vorhanden, (z. B. Korrosionsbildung, Temperatur/Belüftung)

  • kürzere Wege zum Kunden, wenn die dezentralen Läger kundennäher als das Zentrallager liegen.

06.Was versteht man unter einem Regallager?

Ein Regallager ist ein eingeschossiges Lager, dessen Stapelhöhe aufgrund der Leistungsfähigkeit der modernen Hochregalstapler bis zu 12 m betragen kann, in der Praxis aber häufig nur 6 m beträgt. Das Regallager eignet sich für die Lagerung unterschiedlicher Größen und Formen. Es erfordert nur geringe Investitionen, aber große Grundflächen und hohe Betriebskosten. Es ist einfach zu bedienen und lässt sich relativ schnell Veränderungen im Sortiment anpassen.

07.Was versteht man unter einem Durchlauflager?

Ein Durchlauflager besteht aus Rollen, wobei die Waren auf der einen Seite beladen und jeweils weitergeschoben werden, während die Entnahme auf der anderen Seite erfolgt. Ein Durchlauflager ermöglicht zwar eine konzentrierte Lagerung und es ist ein hoher Automatisierungsgrad möglich; die Regalkonstruktion ist jedoch wegen der Rollen sehr teuer, zusätzlich sind Bremsen und andere Vorrichtungen notwendig um den Durchlauf zu steuern. Da pro Kanal nur ein Gut gelagert werden kann, ist ein solches Durchlauflager nur bei relativ kleinem Sortiment anwendbar.

08.Was versteht man unter einem Hochregallager?

Ein Hochregallager ist ein eingeschossiges Regallager mit einer Höhe bis zu 40 m und einer Länge bis zu 200 m, bei dem die Bedienung durch Hochregalstapler erfolgt. Ein solches Lager weist eine hohe Umschlagsleistung, eine niedrige Grundfläche aber hohen Investitionsbedarf auf.

Beispiel

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Beispiel für ein Hochregallager (Lagerfreiplatzverwaltung, chaotische Lagerung): Alle Artikel und alle Lagerplätze werden (z. B. durch Palettierung) auf ein einheitliches Format gebracht. Der Transport erfolgt durch Kletterkräne, die weit über die Stapelhöhen von z. B. Gabelstaplern hinausgehen. Im Gegensatz zum Magazinierprinzip können dadurch bei einem automatisierten Hochregallager alle Artikel an jedem beliebigen, freien Platz eingelagert werden. Jeder Lagerplatz wird per Nummerung gekennzeichnet.

Zum Beispiel: Regalplatz 1481Regalwand
 4Regalhöhe (Niveau)
 8Regaltiefe

09.Welche besonderen Lagerformen sind in der Praxis üblich?

Für Güter, die infolge besonderer Anforderungen an die Regaltechnik – etwa weil das Gewicht, das die Tragfähigkeit der Regale übersteigt – oder aus Wirtschaftlichkeitsüberlegungen nicht in herkömmlichen Lägern untergebracht werden können, wurden für stapelfähige Güter Blocklager, Tanklager für Heizöl, Getränke und Chemikalien und Schüttgutlager für staubförmige, feinkörnige oder grobkörnige Güter entwickelt. Schüttgutlager, die sich zur Lagerung von Getreide, Kohle oder Sand eignen, haben die Form eines Silos oder einer offenen oder überdachten Lagerhalde.

10.Welche Prinzipien der Lagerhaltung und -organisation sind zu beachten?

PrinzipienErläuterung
LageranpassungAnpassung der Lagerräume und -einrichtungen an die Besonderheit der Lagergüter: staubfrei, trocken, Größe der Lagerräume passend zur Größe der Lagergüter und zu den erforderlichen Transportwegen, spezielle Lagerung von Gefahrstoffen, Temperatur (Haltbarkeit/Funktionserhalt von Ölen, Fetten und Lacken), Luftfeuchtigkeit (speziell bei der Lagerung von Metallen und Gegenständen der Optik und Feinwerktechnik), Sonneneinstrahlung, Klima-/Kühlanlage, permanente Be- und Entlüftung, Vermeidung von Kondenswasserbildung.
Übersicht, Ordnung, SauberkeitAufbewahrung nach einem Lagerplan, Schutz vor Verderb/Beschädigung/Schmutz, Freihalten der Transportwege, geeignete Lagerorganisation, Hygiene (speziell bei der Lebensmittellagerung).
Lagerverfahren (Lagerorganisation)Einlagerungs-/Auslagerungsprinzipien, geeignete Lager-/Packmittel.
TransportmittelEignung der Transport-/Pack-, Lagermittel und der sonstigen Hilfsmittel (Wiege-/Messeinrichtungen).
SicherheitsvorkehrungenEinbruch, Diebstahl, Feuer, Schädlingsbefall.
Pflege der LagergüterUmlagern, Korrosions-/Staubvermeidung.
LageraufzeichnungenLagerdatei, Lagerfachkarten, Eingangs-/Entnahme-/Rücklieferungsscheine.

11.Welche Arbeiten sind im Lager erforderlich?

Lagerarbeiten
MaterialeinlagerungMaterialauslagerung
MaterialeingangAuftragsvorbereitung
Materialnummerierung (Identifikation)Kommissionierung
Positionierung:
  • Magazinierprinzip
  • Lokalisierprinzip
Bereitstellung:
  • statisch
  • dynamisch
Technische Einlagerung:
  • Fördermittel
  • Einlagerungsmittel
Entnahme:
  • manuell
  • mechanisch
  • automatisch
LagerpflegeMaterialauslagerung
LagerkontrolleEntsorgung

12.Welche Einlagerungssysteme gibt es?

Magazinierprinzip

  • Festplatzsystem: Jedes Material hat seinen festen Lagerplatz (Nummerierung der Gänge, Regale, Fächer z. B. entsprechend der ABC-Analyse).

  • Vorteile: ohne EDV, keine Störanfälligkeit, häufig entnommene Waren sind im vorderen Lagerbereich.

  • Nachteile: keine optimale Ausnutzung der Lager- und Regalflächen.

Lokalisierprinzip

  • Freiplatzsystem (chaotische Lagerung): Die Festlegung des Lagerplatzes erfolgt bei jedem Eingang neu.

  • Vorteile: optimale Ausnutzung der Lager- und Regalflächen, Reduzierung des Platzbedarfs.

  • Nachteile: Kosten der EDV, bei Störungen kann ein Artikel nicht entnommen werden, ggf. längere Entnahmewege.

13.Welche Kommissioniersysteme sind geläufig?

Statisch

„Mann zur Ware“: Lagerpersonal geht zum Regal und entnimmt die Ware; geringe Kommissionierleistung pro Stunde; geeignet für kleine Unternehmen, geringe Investitionen für Lagersysteme.

Dynamisch

„Ware zum Mann“: Die Ware wird durch automatische Fördereineinrichtungen zum Lagerpersonal gebracht; hohe Kommissionierleistung pro Stunde; hohe Investitionen für Lagersysteme.

Einstufig

Jeder Auftrag wird einzeln kommissioniert.

Mehrstufig

Beispiel: Es wird in der 1. Stufe artikelbezogen kommissioniert; in der 2. Stufe erfolgt die Aufteilung nach Aufträgen.

Seriell

Die Positionen eines Auftrags werden nacheinander abgearbeitet.

Parallel

Große Läger sind in Zonen eingeteilt. Für jede Zone ist ein Mitarbeiter verantwortlich. Die Aufträge werden in Teilaufträge entsprechend den Zonen zerlegt. Jeder Mitarbeiter kommissioniert die Waren je Auftrag aus seiner Zone. Danach werden im Ausgangsbereich die Teilaufträge zum jeweiligen Kundenauftrag zusammengestellt. Bei diesem Verfahren besteht ein höheres Risiko der Falsch- oder Fehllieferung. Deshalb ist eine Endkontrolle unerlässlich.

14.Welche wesentlichen Packmittel gibt es?

Packmittel

  • Behälter

  • Kartons

  • Container

  • Dosen

  • Fässer

  • Collicos

  • Säcke

  • Flaschen/Gläser

  • Kästen.

15.Welche Lagermittel werden eingesetzt?

Lagermittel

  • Lagerbehälter

  • Vitrinen

  • Schränke.

Regale

  • Umlaufregal

  • Fachregal

  • Verschieberegal

  • Ständerregal

  • Durchlaufregal.

Paletten

  • Rungenpaletten

  • Flachpaletten

  • Boxpaletten.

Einrichtungen

  • Zähleinrichtungen

  • Wiegeeinrichtungen

  • Messeinrichtungen.

16.Wovon ist die Größe des Lagers abhängig?

Die Größe des Lagers ist von folgenden Faktoren abhängig:

  • der Betriebsgröße

  • der Breite und Tiefe des Sortiments

  • der Umschlagshäufigkeit

  • den Konjunkturschwankungen

  • den Schwankungen im Absatz oder in der Beschaffung

  • den Zinskosten

  • der Ausnutzung der Vorteile des Großeinkaufs

  • den Bestellmengen

  • der Wiederbeschaffungszeit.

17.Was ist bei der Einrichtung eines Lagers zu beachten?

Das Lager ist von den Besonderheiten der Branche und der Betriebsstruktur abhängig. Hat man es mit Artikeln zu tun, die jederzeit nachbestellt werden können, so kann anders disponiert werden, als wenn es sich um saisonabhängige und insbesondere starken Bedarfsschwankungen unterliegende Waren handelt. Im letzteren Fall ist man gezwungen, sich größere Warenbestände auf Lager zu legen. Hat man ein zu kleines Lager, wird das Sortiment in einem nicht zu vertretenden Maße beschränkt. Dies wirkt sich auf die Anziehungskraft gegenüber den Kunden negativ aus und ein häufiges Nachbestellen wird erforderlich. Die Ware kann letztlich nicht verkaufswirksam dargeboten werden. Ist das Lager hingegen zu groß, entstehen hohe Kosten, es besteht die Gefahr des Verderbs und von Mode- und Geschmacksänderungen.

18.Wann ist die optimale Lagergröße erreicht?

Die optimale Lagergröße ist zunächst vom Umsatz, der Verkaufsfläche und der beschäftigten Personen abhängig. Bei der Beschaffung von größeren Mengen für einen längeren Zeitraum fallen infolge der Ausnutzung von Mengenrabatten die Beschaffungskosten, es steigen die Lager- und Zinskosten und ein höherer Kapitalbetrag ist im Lager gebunden; der Bestellung kleinerer Mengen liegen höhere Beschaffungskosten und niedrigere Zins- und Lagerkosten bei niedrigerer Kapitalbindung zugrunde. Es stellt sich somit das Problem, denjenigen Lagerbestand zu ermitteln, bei dem die Beschaffungs- und Lagerkosten minimiert sind, was bedeutet, dass die Hauptkosten wie Personalkosten, Kosten des Unterhalts des Lagers, Warenkosten laufend festgehalten und bestimmte Kennzahlen ermittelt werden.

19.Welche Bedeutung hat der Lagerplan?

Der Lagerplan steht in engem Zusammenhang zum Absatz- und Beschaffungsplan. Aufgrund der erwarteten Umsätze wird der Einkauf unter Berücksichtigung der noch vorhandenen Lagerbestände so getätigt, dass sich ein optimaler Lagerbestand ergibt. Zweckmäßig ist es, für jede Warengruppe monatliche Höchstbestände festzulegen.

20.Wovon ist die Lagerplanung abhängig?

  • Die Lagerplanung ist abhängig von:

  • der Gesamtzahl der Artikel

  • dem maximalen Lagerbestand pro Artikel

  • der Umschlagshäufigkeit

  • den Abmessungen und Gewichten und

  • den besonderen Lagerbedingungen (Raumtemperatur, Geruchsempfindlichkeit, Feuchte, Feuerschutz).

21.Welches System der Verpackungseinheiten ist optimal?

Ein zentrales Steuerungskriterium bei der physischen Distribution ist das System der Verpackungseinheiten, insbesondere die kombinierte Verpackungs-, Lade- und Lagereinheit und möglichst auch Verkaufseinheit.

Im Bereich der physischen Distribution wird angestrebt:

Verpackungseinheit=Transporteinheit=Lagereinheit= Umschlagseinheit = Versandeinheit.

22.Welche Warenarten müssen beim Lagerbau berücksichtigt werden?

Die Lagerhaltung wird in besonderem Maße durch die Art der Waren bestimmt. Für eine flächenrelevante Differenzierung der Waren lassen sich aufgrund der Ähnlichkeit der auf den Wareneigenarten beruhenden Anforderungen an Transport und Lagerung nennen:

  • Umschlagsorientierte Waren

    • verderbliche Waren

    • Stückgut

  • Lagerorientierte Waren

    • Produktionsgüter

    • Konsumgüter.

23.Welche Lagerstufen gibt es?

imported

Die Anzahl der Läger je Stufe ist abhängig von:

  • den Fertigungsstandorten

  • den Lagerkosten

  • den Transportkosten

  • den Auslieferungskosten und

  • den Bestellmengen/Bestellhäufigkeiten.

Es gilt:

  • Die Kosten der Auslieferung zum Kunden kann meist nur durch die Anzahl der Auslieferungslager verringert werden.

  • Die Einrichtung eines zusätzlichen Lagers ist dann von Vorteil, wenn die Kosten des Lagers geringer sind als die Transportkosteneinsparung.

24.Wie kann die Lagersicherheit gewährleistet werden?

Die Lagersicherheit kann unter zwei Aspekten betrachtet werden:

  1. Sicherheit der Arbeitnehmer/Personen gegen Gefährdungen (Arbeitssicherheit) und bei der Lagerung von Gefahrstoffen, z. B.:

    • fehlende Trennung von Kunden- und Transportverkehr

    • Hindernisse im Verkehrsweg

    • fehlende Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Transportwegen

    • Überlastung, einseitige Belastung, Schweißnahtbruch bei Regalen

    • Verwendung falscher Lagergeräte (z. B. Paletten)

    • fehlender, beschädigter Anfahrschutz

    • fehlende Schilder, Rost an Lagereinrichtungen, Verdrehung von Stützen

    • schlechte Ausbildung des Lagerpersonals bzw. Unterweisung der Staplerfahrer

    • zu enge Regalgänge

    • überstehende Lasten, schräg liegende Paletten.

  2. Sicherheit des Lagerguts, z. B. gegen Diebstahl, Schwund, Veralterung und Brand. Hier helfen verbesserte Kontrollen beim Wareneingang, bei der Warenentnahme sowie die Sicherung der Lagergebäude und Versicherung von Schäden.

25.Wie muss die Lagerung von Gefahrstoffen organisiert sein?Y § 8 GefStoffV

  • Die Lagerung von Gefahrstoffen muss stets so erfolgen, dass die menschliche Gesundheit und die Umwelt nicht gefährdet werden können. Missbrauch und Fehlgebrauch sind zu verhindern.

  • Die mit der Verwendung verbundenen Gefahren müssen auch während der Lagerung durch Kennzeichnung erkennbar sein.

  • Gefahrstoffe dürfen nicht in Behältern aufbewahrt werden, durch deren Form der Inhalt mit Lebensmitteln verwechselt werden kann.

  • Sie müssen übersichtlich gelagert werden.

  • Gefahrstoffe dürfen nicht in unmittelbarer Nähe von Arzneimitteln, Lebens- oder Futtermitteln gelagert werden.

  • Gefahrstoffe, die nicht mehr benötigt werden und Behälter, die geleert worden sind, müssen vom Arbeitsplatz entfernt werden (Einlagerung oder Entsorgung).

  • Als Maximalmenge von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz gilt die Menge, die in der Arbeitsschicht verarbeitet werden kann.

  • Diese Bestimmungen legen fest, dass für die Lagerung von Gefahrstoffen im Betrieb spezielle Lagerräume eingerichtet werden müssen, die den allgemeinen und speziellen Anforderungen der Stoffe genügen müssen.

26.Welchen Inhalt hat die Gefahrgutverordnung?

Die Gefahrgutverordnung reglementiert den Transport von gefährlichen Gütern (explosive, giftige, radioaktive). Sie verpflichtet alle Beteiligten Vorkehrungen zu treffen, um Schadensfälle zu verhindern und bei Eintritt eines Schadens dessen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Die Gefahrgutverordnung enthält eine Fülle allgemeiner Regelungen sowie verkehrsträgerspezifische Regelungen. Sie gilt grenzüberschreitend und legt z. B. folgende Sicherheitsvorschriften fest:

  • gefährliche Güter müssen entsprechend der Verordnung gepackt und gekennzeichnet sein

  • die Beförderungsmittel müssen entsprechend konstruiert und gekennzeichnet sein; sie sind regelmäßig zu überprüfen

  • Vorschriften zur Be- und Entladung sowie zur Beförderung

  • Schulung des Personals.

27.Welche Vorkehrungen sind zur Sicherheit im Lager zu treffen?

  1. Maßnahmen zur Abwendung von Lagerrisiken wie

    • Diebstahl: Sicherheitsmaßnahmen gegen Einbruch: Schließvorrichtungen, Fenster, Türen, Alarmanlagen, Standleitung, Werkschutz/Sicherheitsdienst, Regelung der internen Verantwortlichkeiten, Schlüsselaufbewahrung usw.

    • Brand: Versicherung, Brand- und Explosionsschutz gemäß BGV (Berufsgenossenschaftliche Vorschriften), Überprüfung der elektrischen Versorgung, Aufstellen von Feuerlöscheinrichtungen, Gefahrenkennzeichnung usw.

    • Wasserschäden: Versicherung, laufende Überprüfung (Regenwasser, Leitungswasser).

  2. Einhaltung der berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (BGV, UVV); die nachfolgenden Vorschriften geben dazu Hinweise; die zuständige Berufsgenossenschaft (BG) berät umfassend:

    • Richtwerte der Beleuchtung einhalten:

      • Lagerräume, Verkehrswege: 50 lx

      • Treppen: 100 lx

    • Lüftung gewährleisten

    • Lagerbedingungen nach Sicherheitsdatenblatt einhalten (z. B. Kühlung)

    • rutschhemmenden Bodenbelag einsetzen

    • Verschmutzungen und Stolperstellen beseitigen

    • schadhaften Fußbodenbelag ausbessern

    • herumliegende Gegenstände entfernen und geeignet lagern

    • Kabel und Leitungen richtig verlegen

    • verbliebene Stolperstellen kennzeichnen

    • geeignetes Schuhwerk (Berufsschuhe, Schutz- oder Sicherheitsschuhe) verwenden

    • Tragfähigkeit der Lagerfläche beachten

    • Standsicherheit von Lagern und Stapeln gewährleisten, zulässige Stapelhöhen einhalten

    • Sicherheitsabstand einhalten

    • Umwehrungen, Anschläge anbringen

    • persönliche Schutzausrüstung (PSA) benutzen

    • Verkehrswege kennzeichnen und freihalten.