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Kostenbeeinflussung aufgrund von Ergebnissen der Kostenrechnung

Hinweis

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Die nachfolgenden Ausführungen setzen die Kenntnis der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung voraus (vgl. 4.5 und 4.6). Wir empfehlen daher, diese beiden Abschnitte erst zu bearbeiten und danach den Text unter Ziffer 4.3.2 zu lesen. Für das Verständnis des Lesers wäre es günstiger gewesen, wenn der Rahmenplan die Erkenntnisse, die der Praktiker aus der Kostenrechnung ableiten kann, dem Gebiet 4.5 f. zugeordnet hätte.

01. Welche Erkenntnisse und Maßnahmen zur Kostenreduzierung kann der Meister aus der Kostenstellenrechnung ableiten?

Beispiele für geeignete Fragestellungen/Analysen:

  1. Entspricht die Gliederung der Kostenstellen den betrieblichen Funktionen und der Fertigungsstruktur?

  2. Ist eine verursachergerechte Zuordnung der Gemeinkosten gewährleistet? Entsprechen die gewählten Verteilungsschlüssel noch der Inanspruchnahme der Ressourcen (Auswertung des BAB)?

  3. Überprüfen der Kostenentwicklung der Kostenstelle: Wird das Kostenbudget eingehalten?

    Wo, in welchem Ausmaß und zu welchem Zeitpunkt treten Kostenüberschreitungen ein?

    Mit welchen Maßnahmen muss gegengesteuert werden?

  4. Werden den verrechneten Normalkosten die Istkosten gegenüber gestellt? Ergeben sich im Soll-Ist-Vergleich Kostenüber-/Kostenunterdeckungen? Ist eine Korrektur der Normalzuschläge erforderlich?

02. Welche Erkenntnisse und Maßnahmen zur Kostenreduzierung kann der Meister aus der Kostenträgerrechnung ableiten?

Beispiele für geeignete Fragestellungen/Analysen:

  1. Kostenträgerzeitraumrechnung:

    Auswertung des Kostenträgerblattes je Periode (BAB II): Welchen Ergebnisbeitrag liefern die einzelnen Leistungen/Produkte? Sind Korrekturmaßnahmen erforderlich?

  2. Welche Erkenntnisse liefert die Nachkalkulation (auf Istkostenbasis) im Verhältnis zur Vorkalkulation (auf Normalkostenbasis)? Wie kann die Nachkalkulation genutzt werden, um zukünftige Gewinnschmälerungen zu vermeiden?

  3. Bei welchen Aufträgen ist eine mitlaufende Kalkulation erforderlich?

  4. Entspricht das gewählte Kalkulationsverfahren (z. B. Zuschlags-/Divisionskalkulation) noch dem Fertigungsverfahren?

  5. Muss von der summarischen Zuschlagskalkulation auf die differenzierte gewechselt werden?

  6. Ist aufgrund der zunehmenden Automatisierung die Kalkulation mit Maschinenstundensätzen erforderlich?

  7. Müssen bei der Divisionskalkulation mit Äquivalenzziffern die Verhältniswerte zur Einheitssorte geändert werden, weil sich die Fertigungsbedingungen geändert haben?

03. Welche Erkenntnisse und Maßnahmen zur Kostenreduzierung kann der Meister aus der Deckungsbeitragsrechnung ableiten?

Beispiele für geeignete Fragestellungen/Analysen:

  1. Welchen Deckungsbeitrag (DB) leistet das einzelne Produkt? Ist der DB noch ausreichend oder müssen Änderungen des Fertigungssortiments vorgenommen werden?

  2. In welchen Fällen kann ein Auftrag angenommen werden, obwohl er nicht alle Fixkosten deckt (z. B. bei Unterbeschäftigung)?

  3. Wie kann eine Senkung der Fixkosten realisiert werden, um den Deckungsbeitrag eines Auftrages zu verbessern?

  4. Welche variablen Kosten können beeinflusst werden, um den Deckungsbeitrag eines Auftrages zu verbessern?