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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen - Entscheidungsprozesse in der betrieblichen Planung

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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen

Entscheidungsprozesse in der betrieblichen Planung

01. Welche Bedeutung haben Entscheidungen im Managementprozess sowie im Prozess der betrieblichen Planung?
>> 1.4.2.2, >> 2.1.2, >> 2.2.3

Im Managementprozess sowie im Teilprozess der Planung ist auf jeder Stufe zu analysieren, zu bewerten und zu entscheiden:

Beispiel

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Beispiel 1

Im Rahmen der Zielfindung sind infrage kommende Ziele zu analysieren und zu bewerten. Aus der Vielzahl der möglichen Ziele wird sich das Management für bestimmte Ziele entscheiden.

Beispiel 2

Im Rahmen der Planung (gedankliche Vorwegnahme von Entscheidungen) sind die Plandaten zu analysieren und zu bewerten. Auf der so gewonnenen Grundlage ist zu entscheiden, welche Planungsinhalte, -strukturen und -prozesse als Sollwerte für die zukünftige Unternehmensentwicklung festgeschrieben werden.

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Entscheidungen bestimmen über die Existenz von Unternehmen. Fehlentscheidungen oder „verschleppte“ Entscheidungen führen oft zur Insolvenz, zum Rückzug von Teilmärkten oder zur Aufgabe der unternehmerischen Tätigkeit.

Vgl. dazu auch: >>  1.4.2.2 Kreativitätstechniken, >>  2.1.2 Investitionsrechenverfahren, >>  2.2.3 Liquiditätsplanung.

02. Was versteht man unter einer Entscheidung?

Die Folge einer Entscheidung besteht im Verzicht auf die anderen Möglichkeiten. Bei zwei Möglichkeiten resultieren Opportunitätskosten, da auf den Nutzen (oder Ertrag) der zweitbesten Möglichkeit verzichtet wird.

03. In welchen Phasen vollzieht sich der Entscheidungsprozess?

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04. Welche Entscheidungskategorien werden unterschieden?

Entscheidungskategorien
KategorieBeschreibung
1 Entscheidungen bei Sicherheit
  • Jede Handlungsalternative ist bekannt.
  • exakte und umfassende Datenbasis
  • Bei der richtigen Strategie kann mit dem Eintreten des erwarteten Ereignisses mit Sicherheit gerechnet werden.
2 Entscheidungen unter Unsicherheit Wahrscheinlichkeit des Ereigniseintritts nicht bestimmbar
3 Entscheidungen unter Risiko Wahrscheinlichkeit für das Risiko schätzbar

05. Welche Entscheidungsregeln wurden entwickelt?

Beispiele:

Entscheidungsregeln im Überblick
EntscheidungskategorieEntscheidungsregelKurzbeschreibung
Entscheidungen unter Unsicherheit Maximax-Regel Es wird die Alternative ausgewählt, die bei unterschiedlichen Szenarien den (subjektiv) höchsten Maximalwert zeigt (optimistische Grundhaltung).
Maximin-Regel Es wird die Alternative ausgewählt, die bei unterschiedlichen Szenarien den (subjektiv) höchsten Minimalwert zeigt (pessimistische Grundhaltung).
Pessimismus-Optimismus-Regel (Hurwicz-Regel) Kombination der Maximax- und der Maximin-Regel:

Es wird ein Parameter a gebildet, der das Risikobewusstsein des Managers zeigt (z. B. a = 0,7). Die Minima werden mit (1 – a) und die Maxima mit a gewichtet. Man entscheidet sich für die Alternative mit dem höchsten Summenwert.
Entscheidungen unter Risiko Bayes-Regel Die Erwartungswerte werden mit statistischen Wahrscheinlichkeiten gewichtet. Es wird die Alternative mit dem höchsten Gesamterwartungswert gewählt.