wiwiweb
online lernen

Besser lernen mit Online-Kursen

NEU! Jetzt online lernen:
Den Kurs kaufen für:
einmalig €
Zur Kasse
Rechtliche Zusammenhänge > Handelsgesetzbuch:

Begriff des Kaufmanns

WebinarTerminankündigung aus unserem Online-Kurs Deskriptive Statistik:
 Am 26.01.2017 (ab 18:00 Uhr) findet unser nächstes Webinar statt.
Gratis-Webinar Deskriptive Statistik: Lage- und Streuungsmaße
- In diesem 60-minütigen Gratis-Webinar gibt Daniel Lambert einen Überblick über arithmetische Mittel und Standardabweichung, Modus, Median und die Spannweite
[weitere Informationen] [Terminübersicht]

01. Wer ist Kaufmann?

Kaufmann ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt (§ 1 Abs. 1 HGB).

02. Was ist ein Handelsgewerbe?

Handelsgewerbe ist jeder Gewerbebetrieb , es sei denn, dass das Unternehmen nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert (§ 1 Abs. 2 HGB).

Merke

Das Kriterium „einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb“ dient zur Unterscheidung zwischen Kaufleuten und Nicht-Kaufleuten .

03. Welche Arten von Kaufleuten werden nach dem HGB unterschieden?

Istkaufmann, § 1 Kaufmann kraft Handelsgewerbe
  • Handelsgewerbe
  • Kaufmännische Organisation
Kannkaufmann, § 2 → Kleingewerbetreibender Kaufmann kraft freiwilliger Eintragung
  • Eintragungswahlrecht
  • Löschungsantragsrecht
  • „Kaufmann mit Rückfahrkarte“
Kannkaufmann, § 3 → Land- und Forstwirtschaft Anwendung auf Betriebe der Land- und Forstwirtschaft
Kaufmann kraft Eintragung, § 5 HGB Fiktivkaufmann Ein Gewerbetreibender, der (freiwillig) ins Handelsregister eingetragen ist, wird als Kaufmann behandelt, auch wenn er kein Handelsgewerbe betreibt.
Formkaufmann, § 6 Kaufmann kraft besonderer Rechtsform alle Kapitalgesellschaften und Genossenschaften (AG, KGaA, GmbH, eG)

04. Was ist eine Firma?

Die Firma eines Kaufmanns ist der Name,

  • unter dem er seine Handelsgeschäfte betreibt,

  • seine Unterschrift abgibt,

  • klagt und

  • verklagt werden kann.

05. Welche Grundsätze müssen bei der Firmenbildung eingehalten werden?

Die Firmenbildung (Namensgebung) muss folgende Grundsätze beachten:

  • Firmenausschließlichkeit:

    Unterscheidungskraft (von anderen Gewerbetreibenden)

  • Firmenklarheit:

    Ersichtlichkeit der Gesellschafts- und Haftungsverhältnisse

  • Firmenwahrheit:

    Wahrheit (keine Irreführung)

  • Firmenöffentlichkeit:

    Jeder Kaufmann ist verpflichtet, seine Firma in das Handelsregister eintragen zu lassen (§ 29).

06. Welche Firmenarten gibt es?

Zur Firma gehören der Firmenkern (gesetzlich vorgeschrieben) und der Firmenzusatz .

Nach § 19 HGB muss der Firmenkern je nach Rechtsform folgende Bezeichnungen enthalten:

Firma Bezeichnungen Abkürzung der Bezeichnungen
Einzelkaufleute „eingetragener Kaufmann“
„eingetragene Kauffrau“
insbesondere:
„e. K.“
„e. Kfm.“
„e. Kfr.“
OHG „Offene Handelsgesellschaft“  
KG „Kommanditgesellschaft“  
GmbH „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“  
AG „Aktiengesellschaft“  
KGaA „Kommanditgesellschaft auf Aktien“  

Neben diesen Vorgaben kann die Firma grundsätzlich gebildet als:

Personenfirma ein oder mehrere Personenname(n)
Beispiele:
Günter Krause e. K.
Mechel & Sohn OHG
Sachfirma Gegenstand des Unternehmens
Beispiele:
IT-Vertriebs GmbH
Rostocker Schiffsausrüster KG
Fantasiefirma „frei erfunden“; oft: Firmenzeichen oder Abkürzungen
Beispiele:
Blitzblank OHG
adidas AG
Gemischte Firma Kombination von Personen-, Sach- und/oder Fantasiefirma
Beispiele:
Fischstübchen Bärbel Krause e. Kfr.
Textilfenster Ilse Neumann e. Kfr.
Günter Grigoleit • Immobilien KG

NEU! Sichere dir jetzt die perfekte Prüfungsvorbereitung und spare 10% bei deiner Kursbuchung!

10% Coupon: lernen10

Zu den Online-Kursen