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- Personale und soziale Kompetenzen sowie Methoden und Fachkompetenzen der Führungskräfte

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Personale und soziale Kompetenzen sowie Methoden und Fachkompetenzen der Führungskräfte

01. Welche Kompetenzfelder gibt es?

Kompetenz hat hier die Bedeutung von „Befähigung“. Bezogen auf die Befähigungsinhalte unterscheidet man folgende Kompetenzfelder:

FachkompetenzFachliche Qualifikationen/Sachkenntnisse, z. B.: Manipulation im Lager, Lommissionierungsarten, Category-Management, Sortimentsbildung.
MethodenkompetenzÜberfachliche Qualifikationen, z. B.: Beherrschen von Methoden und Techniken der Präsentation, Moderation, Entscheidungsfindung, Analyse, Problemlösung usw., z. B. Wertanalyse, Mindmapping, Techniken der Visualisierung, Moderation von Gruppengesprächen, Präsentationstechnik.
SozialkompetenzSoziale Qualifikationen = nicht fachliche Qualifikationen, z. B.: Fähigkeit, mit anderen konstruktiv in Kontakt zu treten, Fähigkeit zur Kommunikation, Kooperation, Integration; soziale Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen; Führungskompetenz ist Teil der Sozialkompetenz.
Personale KompetenzFähigkeit und Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln und das eigene Leben eigenständig und verantwortlich im jeweiligen sozialen, kulturellen bzw. beruflichen Kontext zu gestalten. Zu den personalen Kompetenzen rechnet man die Bereiche: Flexibilität, Führungsfähigkeit, Organisationsfähigkeit, Selbstständigkeit, Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft und -fähigkeit.
HandlungskompetenzUmschließt als Obergriff die Fach-, Methoden-, Sozialkompetenz und personale Kompetenz. Bezeichnet die Fähigkeit, sich beruflich und privat sachlich angemessen sowie individuell und gesellschaftlich verantwortungsvoll zu verhalten.

Führungskräfte, die über diese Kompetenzen verfügen sind in der Lage, Zielkonflikte bei der Lösung von Sachverhalten zu erkennen und bereit zur Lösung beizutragen („Sich in die Schuhe des Anderen stellen“).

02. Was sind Schlüsselqualifikationen?

Damit sind Qualifikationen gemeint, die relativ positionsunabhängig und langfristig von Bedeutung sind, z. B. die Moderation, d. h. die Fähigkeit, Gruppenaktivitäten ausgewogen steuern zu können; ähnlich: Präsentationsfähigkeit, Führungsfähigkeit, analytisches Denken. Schlüsselqualifikationen sind die Basis („der Schlüssel“) zum Erwerb spezieller Fachqualifikationen.

03. Welche Bedeutung hat Autorität für den Führungserfolg?

Autorität wird als eine Form der Macht bezeichnet, die sich rechtfertigt; Autorität setzt also ein gewisses Maß an Zustimmung des zu Beeinflussenden voraus. Autorität kann

  • beruhen auf der Übernahme eines Amtes/einer Position und/oder

  • in der Person begründet sein und/oder

  • sich aus der fachlichen Kompetenz ergeben.

Echte Autorität wird in der Praxis erlebt als Mischform von Amts-, Personal- und Fachautorität – mit unterschiedlichem Gewicht der einzelnen Komponenten. Echte Autorität drückt sich im Wesentlichen aus durch Konsequenz im Handeln, situationsgerechtes Reagieren, Durchsetzungsstärke und der Fähigkeit zur Kommunikation – auf der Basis innerer Sicherheit und Stabilität. Führungskräfte mit echter Autorität „sind sich selbst treu“, sind konsequent und damit „kalkulierbar“.

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Falsche Autorität, die langfristig auch zum Führungsmisserfolg führt, zeigt sich im Fehlen von personaler oder fachlicher Autorität („Das Amt macht den Mann.“ und nicht – richtigerweise – „Der Mann macht das Amt.“) oder im Fehlen jeglicher Autorität.

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Der Mitarbeiter erlebt falsche Autorität

  • als Ausübung von (lediglich) Macht mit den Wirkungen Zwang, Angst, unbegründete Härte oder

  • als Führungslosigkeit, Weichheit, Inkonsequenz, Maßstabslosigkeit, Ziellosigkeit.