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Beschaffungslogistik

01. Welche Aufgabe hat die Beschaffungslogistik?

Die Beschaffungslogistik umfasst den Logistikprozess vom Lieferanten bis zum Eingangslager.

Die Beschaffungslogistik steht am Anfang der logistischen Kette und umfasst die Bereitstellung der physischen Güter sowie der Informationen, die zur Leistungserstellung erforderlich sind. Sie beginnt also nicht erst mit der Prüfung eingehender Waren, sondern bereits bei der Beschaffungsplanung.

Schwerpunkte, z. B.:

  • Lieferantenauswahl und -bewertung

  • Auswahl der Liefer-/Beschaffungswege

  • Belieferungsvarianten

  • Optimierung des Materialeingangs

  • Optimierung der Material und Qualitätsprüfung

  • Globalisierung der Beschaffungsvorgänge (Global Sourcing)

  • Einkauf ganzer Funktionsgruppen (Modular Sourcing)

  • Behebung von Leistungsstörungen im Beschaffungsprozess.

02. Welche Maßnahmen zur Behebung von Leistungsstörungen im Beschaffungsprozess sind geeignet?

Materialbereich

  • Verbesserung des Qualitätsmanagement-Systems

  • Optimierung der Materialflusssysteme

  • Überprüfung der Vertragsgestaltung

Personalbereich

  • Verbesserung der Personalauswahl, -führung und -entwicklung

Informationsbereich

  • Informationsmanagement

03. Welche Beschaffungskonzepte (-varianten) unterscheidet man?

→ 4.2.2.2

  • Modular Sourcing
    auch: Modul-Einkauf; Begriff aus der Beschaffungswirtschaft der Industrie: Es werden überwiegend vorgefertigte Baugruppen eingekauft. Meist übernimmt ein Hauptlieferant die Vormontage und die Koordination der Unterlieferanten.

  • Single Sourcing
    Ein Artikel wird nur bei einem Lieferanten eingekauft. Vorteile: Mengenrabatt, gleichbleibende Qualität, Verringerung der Transportkosten; Nachteile: Abhängigkeit vom Lieferanten, hohe Mindestbestände erforderlich, keine Anreize beim Lieferanten zur Produktinnovation.

  • Multiple Sourcing
    Ein Artikel/eine Artikelgruppe wird von mehreren Lieferanten bezogen. Vorteile: mehr Flexibilität bei der Beschaffung, gute Verhandlungsposition.

  • Local Sourcing
    Der/die Lieferant/en sind in der Nähe des beschaffenden Unternehmens (vgl. das Einkaufsprinzip bei Netto: Bezug von Waren der Region).

  • Global Sourcing
    Die Beschaffung erfolgt international. Vorteile: keine inlandsbedingten Engpässe, Nutzung der international unterschiedlichen Einkaufspreise (z. B. Indien, Tschechien, Türkei, China). Global Sourcing gewinnt auch für KMU an Bedeutung aufgrund der länderübergreifenden Standardisierung, der Verminderung der Handelsbarrieren und der modernen Kommunikationstechnologie.

04. Welche Beschaffungswege können gewählt werden?

→ 4.2.2.4

  • Direkte Beschaffung
    Beschaffung beim Hersteller; kommt vorrangig für große Handelsunternehmen infrage; KMU können kooperieren über Einkaufsgemeinschaften.

  • Indirekte Beschaffung
    Zwischen dem Hersteller und dem beschaffenden Unternehmen ist mindestens ein Absatzorgan geschaltet; Großhandel, Kommissionäre, Importeure, Handelsvertreter.

05. Was ist Category Management?

→ 4.4.1

Category Management (CM; auch: Warengruppenmanagement) ist die Abstimmung von Planungsprozessen zwischen Händler und Hersteller, um das Warensortiment optimal auf die Bedürfnisse der Kunden abzustellen. Dazu werden eine Fülle interner und externer Daten ausgewertet. Ziel von CM ist die Absatz- und Ertragssteigerung.

06. Was ist bei der Lieferantenauswahl zu beachten?

→ 4.2.2.3

Für einen Handelsbetrieb ist die Auswahl der Lieferanten eine der schwierigsten und folgenreichsten Aufgaben. Werden Erwartungen enttäuscht, so kann der ganze geschäftliche Erfolg ausbleiben, finden die Waren keinen Anklang, so bleiben die Kunden weg. Hat man die falschen Lieferanten ausgewählt, so dürfte es in vielen Fällen nicht einfach sein, zur Konkurrenz überzuwechseln. Es ist daher entscheidend, die Wahl der Lieferanten sorgfältig vorzubereiten und sich von vornherein über einige wesentliche Probleme im Klaren zu sein:

  • Welche Preisklassen und Qualitäten sollen geführt werden?

  • In welcher Breite und Tiefe soll das Sortiment beschaffen sein?

  • Welche Waren sind notwendig, um das notwendige Grundsortiment führen zu können?

  • Auf welche Hersteller soll man sich konzentrieren?

  • Welche Hersteller oder Marken müssen nicht geführt werden?

  • Welches Randsortiment muss zusätzlich geführt?

  • Welche Artikel müssen in Saisonsortimente aufgenommen werden?

Außerdem stellt sich die Frage, welche Waren bzw. Hersteller von der Konkurrenz geführt werden und ob man die gleichen Marken bzw. Artikel wie die Konkurrenz führen will oder muss bzw. wie man sich von der Konkurrenz unterscheiden kann.

07. Welche Gesichtspunkte sind für die Wahl der Lieferanten entscheidend?

→ 4.2.2.4

Solche Faktoren können sein:

  • Qualität

  • Einhaltung von Lieferterminen

  • kurzfristige Bestell- und Liefermöglichkeiten

  • Einräumung von Mengenrabatten

  • Kundendiensterfahrungen

  • Großzügigkeit bei Mängelrügen

  • gute Form bei technischen Geräten usw.

08. Welche Ziele werden bei einer Vergabeverhandlung (Abschlussverhandlung) verfolgt?

→ 4.2.2.4

  • Konditionsverbesserung (Preise und Bedingungen)

  • Unklarheiten des Angebotes beseitigen

  • erforderliche Ergänzungen zum Angebot einholen

  • neue Lieferanten kennenlernen.