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- Einflussgrößen auf das Anbieter- und Nachfrageverhalten

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Einflussgrößen auf das Anbieter- und Nachfrageverhalten

01. Wie entstehen Angebots- und Nachfragebeziehungen?

Die wirtschaftliche Aktivität der Unternehmen äußert sich in der Weise, dass sie sowohl als Anbieter von Produkten auftreten als auch zur Erzeugung dieser Produkte Leistungen von Produktionsfaktoren nachfragen. Daneben agieren die Haushalte als Anbieter von Faktorleistungen, aus denen sie auf den Märkten der Produktionsfaktoren Einkommen erzielen. Mit diesem Einkommen fragen sie diejenigen Güter nach, die von den Unternehmungen auf den Gütermärkten angeboten werden. Auf diese Weise entstehen Angebots-Nachfrage-Beziehungen zwischen Unternehmen und Haushalten, aus denen sich die Güterpreise ergeben.

Das Modell des einfachen Wirtschaftskreislaufs betrachtet (lediglich) das Zusammenwirken von zwei Sektoren (Zwei-Sektoren-Modell):

  • die Unternehmen und

  • die Haushalte.

Man unterstellt folgende Prämissen:

  • es existiert eine geschlossene Volkswirtschaft (ohne Ausland)

  • es existiert eine stagnierende Volkswirtschaft (ohne Wachstum)

  • es existiert eine Volkswirtschaft ohne staatliche Aktivitäten

  • das gesamte Einkommen fließt in Ausgaben (es wird weder gespart noch investiert)

  • es existiert kein Timelag (keine zeitliche Verzögerung zwischen Produktion und Konsum).

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02. Wie entsteht Nachfrage?

Die Nachfrage nach Gütern wird durch die Bedürfnisse von Individuen hervorgerufen, die Güter zu erwerben wünschen, um damit ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Da aber die Knappheit der Güter eine Befriedigung aller Bedürfnisse ausschließt, hat der Preis die Aufgabe, eine Sättigung dieser Bedürfnisse nur in dem Ausmaß zuzulassen, das der vorhandenen Gütermenge entspricht. Deshalb bestimmt der Preis, welche Bedürfnisse am Markt effektiv als Nachfrage wirksam werden.

03. Von welchen Einflussgrößen hängt die Gesamtnachfrage nach einem Gut ab?

In einer Marktwirtschaft trägt jeder einzelne durch seine Kaufentscheidungen dazu bei, die Höhe, Struktur und Art der Nachfrage am Markt mit zu beeinflussen.

Die nachgefragte Menge nach einem Gut ist abhängig:

  • von dem Preis dieses Gutes

  • von dem Preis konkurrierender Güter

  • dem Einkommen der Nachfrager

  • der Bedürfnisstruktur

  • den Ersparnissen

  • den Kreditmöglichkeiten.

04. Welche (idealtypische) Abhängigkeit der Nachfrage vom Preis des Gutes wird unterstellt?

Sinkt der Preis des Gutes, so steigt die Nachfrage und umgekehrt (inverse Beziehung). Preisänderungen des Gutes führen also zu Bewegungen auf der Nachfragefunktion (die Abbildung unterstellt eine lineare Beziehung zwischen Preis und Menge).

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05. Welche Faktoren können die Nachfrage nach einem bestimmten Gut verändern?

Die Nachfrage nach einem Gut kann sich verändern durch:

  • die Preise anderer Güter, insbesondere von Substitutionsgütern

  • neue technische Produktionsverfahren

  • Veränderungen in den Produktionskosten

  • das Angebots- und Preisverhalten anderer Anbieter

  • die Änderung der Erwartungen der Konsumenten (Hamsterkäufe, die Annahme, dass die Preise steigen oder fallen; das Aufkommen alternativer Produkte).

Die Gesamtnachfrage kann sich verändern durch:

  • Änderung der Bedürfnisse

  • Veränderungen in der Höhe und Struktur der Einkommen

  • Änderung der Bevölkerungszahl oder deren altersmäßige Zusammensetzung.

06. Welche Reaktion zeigt die Gesamtnachfrage bei der Änderung der Bedürfnisstruktur?

Bleibt der Preis des Gutes konstant, ändert sich aber

  • die Bedürfnisstruktur

  • der Preis anderer Güter

  • die Zahl der Nachfrager

so führt dies zu einer Verschiebung der Nachfragefunktion, also zu Bewegungen der Nachfragefunktion:

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07. Welche Größen beeinflussen das Angebot der Unternehmen?

Das Angebot der Unternehmen hängt von zwei entscheidenden Größen ab:

  • dem Kostenverlauf des Unternehmens und

  • den Erlösen, die erzielt werden können.

08. Welche Preis-Mengen-Relation wird bei der Angebotsfunktion unterstellt?

Steigt der Preis des Gutes (bei sonst konstanten Bedingungen), so steigt das Angebot (Bewegungenauf der Kurve“; proportionale Beziehung).

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Eine Verschiebung der Angebotsfunktion („Bewegung der Kurve“) erfolgt bei Änderung

  • der Produktionsfaktoren

  • der Preise anderer Güter

  • der Produktionskosten

  • der Zahl der Anbieter.

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