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Standortkooperationen

→ 1.3.5

01. Warum sind Standortkooperationen notwendig?

Zahlreiche deutsche Städte bieten heute ein deprimierendes Bild: Unübersehbarer Anstieg von Leerständen – oft auch in einst guten Geschäftslagen der Innenstädte, zunehmend gesichtslose und austauschbare Stadtkerne. Der Grund liegt in einer Verlagerung der Nahversorgung in neue, großformatige Vertriebseinheiten mit sehr guter Verkehrsanbindung, Verdichtung kleiner Geschäftsformate zu innerstädtischen Megaeinkaufscentern sowie ansteigende Filialisierung (z. B. Discounter).

Vgl. dazu:>> 1.3.5Unternehmensorganisation als Mitglied von Kooperationen

02. Welche Antwort lässt sich auf die zunehmende Verödung der Innenstädte durch Standortmarketing geben?

  • Business Improvement District (BID) bezieht sich auf ein räumlich begrenztes, meist innerstädtisches Quartier. Hier schließen sich Grundeigentümer und Gewerbetreibende mit dem Ziel zusammen, das Umfeld durch entsprechende Maßnahmen zu verbessern. Die dazu erforderlichen Mittel werden durch Aufschlag auf die Grundsteuer von den Hauseigentümern des BID-Bereiches erhoben. Die erhobenen Beiträge werden von einer privaten BID-Gesellschaft für Maßnahmen verwendet, z. B. Sauberkeit, Marketing, Ansiedlungsmanagement, Entwicklung von Ideen usw. Es gibt dazu landesrechtliche Grundlagen.

    Neben diesen gesetzlichen BID-Gesellschaften gibt es freiwillige „Quartiersgemeinschaften Innenstadt“: Hier werden privatrechtliche Kooperationsvereinbarungen mit den Hauseigentümern, Unternehmern und Mietern des Innenstadtquartiers getroffen zur Realisierung von Marketing- und Verkaufsförderungsprogramme. Einige Bundesländer fördern derartige freiwillige „Quartiersgemeinschaften Innenstadt“., so z. B. Nordrhein-Westfalen „Ab in die Mitte“.

  • Eine Werbegemeinschaft ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Werbetreibenden in einer bestimmten Region (Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts oder eines eingetragenen Vereins). Sie setzt sich das Ziel, gemeinsame Werbeaktionen, Veranstaltungen oder Marketingmaßnahmen zu realisieren um dadurch den Umsatz zu steigern.

    Werbegemeinschaften tragen auch andere Namen, z. B. Handels- und Gewerbeverein, Interessengemeinschaft, Wirtschafts- und Verkehrsverein, Tourismus- und Gewerbeverein. Manchmal wird auch der Wirkungskreis (Ladenstraße, Fußgängerzone, Einkaufszentrum) sogenannt, z. B. Interessengemeinschaft Musterdorf). Im Gebiet der Stadt Dortmund gibt es z. B. ca. 40 Werbegemeinschaften, z. B. „Aktiv im Ort“, Lütgendortmunder Handel.

  • Citymanagement ist ein Marketingansatz zur Stärkung der Innenstädte. Das Citymanagement ist gegenüber dem Stadtmarketing abzugrenzen. Das Citymanagement bezieht sich auf die gesamte Stadt und wird meist von privater Seite initiiert und finanziert.

    Ziele des Citymanagements sind:

    • Attraktivitätssteigerung der Innenstadt

    • Förderung der Kommunikation und Kooperation, Bündelung der Aktivitäten

    • Profilierung der Innenstadt als prägender Teil der gesamten Stadt

    • Steigerung der Zufriedenheit der innerstädtischen Kunden.