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Gesellschaftlich-soziale Trends

01. Welche handelsrelevanten Entwicklungen gab es im gesellschaftlichen Umfeld in den letzten Jahren?

  • Die durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung steigt. Die Geburtenraten sind rückläufig. Dadurch steigt das Durchschnittsalter der Konsumenten. Bei den älteren Menschen ist eine zunehmende Fitness zu verzeichnen. Die Anzahl der Single-Haushalte ist gestiegen.

  • Die demografische Entwicklung wird zu einem Mangel an qualifiziertem Personal führen.

  • Der Kunde ist in Deutschland überwiegend preisorientiert und zeigt eine hohe Mobilität. Damit sollen Sonderangebote realisiert werden können. Der Kunde bevorzugt Einkäufe an einem Ort, die mit dem Auto gut erreicht werden können, unentgeltliche Parkplätze bieten und an denen alle Einkäufe erledigt werden können (One-Stop-Shopping; Real: „Einmal hin, alles drin“).

  • Der Kunde verhält sich bipolar: Einerseits wird bei allgemeiner Versorgung extrem billig und schnell eingekauft; zum Anderen erwartet derselbe Kunde bei Prämium-Produkten eine hohe Qualität, Langlebigkeit und optimale Beratung.

  • Der Anteil für Konsumausgaben wird kaum steigen. Zu den Gründen: Finanzielle Absicherung im Alter, Arbeitsplatzsicherheit und Anstieg der Kosten für Miete, Nebenkosten, Energie und Dienstleistungen.

  • Der heutige Kunde ist kritisch und gut informiert.

  • Der Online-Handel gewinnt an Bedeutung.

02. Welche Schlussfolgerungen kann man aus der gesellschaftlichen Entwicklung ziehen?

  • Die Markting-Konzepte trennen sich von dem früher verfolgten Jugendideal (z. B. in der Werbung). Zunehmend werden auch ältere Menschen zum Träger von Werbebotschaften (Generation 60+). Die Angebote und die Packungsgrößen passen sich älteren Menschen und Single-Haushalten an.

  • Große, verkehrsgünstig gelegene Einkaufszentren werden weiterhin Erfolg haben (One-Stop-Shopping). Außerdem entstehen neue serviceorientierte Convenience-Konzepte.

  • Da die Konsumausgaben insgesamt kaum steigen werden, gewinnt die Kundenbindung ein größeres Gewicht vor der Kundengewinnung.

  • Der Handel muss die eigenen Qualifizierungsmaßnahmen steigern und sein Image verbessern. Die zunehmende Migration muss positiv genutzt werden.

  • Die Beratung muss aufgrund der kritischen Kundenhaltung verbessert werden.

Vgl. dazu:>> 1.2.1 Konzept einer Geschäftsidee