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Konzernabschluss nach IFRS - Latente Steuern bei Zwischenerfolgseliminierung

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Konzernabschluss nach IFRS

Latente Steuern bei Zwischenerfolgseliminierung

Der entstehende Zwischenerfolg, der eliminiert werden muss, führt zu einer latenten Steuer, denn es entsteht eine Differenz zwischen

  • der Handelsbilanz

    • (nämlich der Konzernbilanz) und

  • der Steuerbilanz

    • (als Einzelbilanzen).

Beispiel

Die Mutter-GmbH hält alle Anteile an der Tochter-AG und liefert dieser im Jahre 01 selbsterstellte Erzeugnisse für 1.000 €. Ihre eigenen Herstellungskosten lagen bei 800 €. Am Bilanzstichtag 01 lagen die Erzeugnisse bei der Tochter-AG noch auf Lager. Anfang des Folgejahres 02 werden die Erzeugnisse für 1.100 € an ein konzernfremdes Unternehmen verkauft.

Im Jahre 01 muss der Zwischengewinn von 200 € eliminiert werden, denn er hat auf Konzernebene nicht stattgefunden. Hierbei entstehen aktive latente Steuern, wie immer berechnet als Produkt aus Steuersatz und Differenz der temporären Differenz, hier also als

latente Steuer = Steuersatz·(Ansatz Handelsbilanz

– Ansatz Steuerbilanz

= 0,3·(800 – 1000)

= 0,3·200

= 60 €.

Es handelt sich um eine aktive latente Steuer.

Positionen

Ansatz Konzern (!) - Handelsbilanz (IFRS)

Ansatz Einzel (!) Steuerbilanz (EStG)

Differenz

aktive latente Steuer

Vorräte

800

1000

200

60

Die Buchungssätze lauten wie folgt.

Umsatzerlöse 1.000 € an Bestandserhöhung 800 €

fertige Erzeugnisse 200 €

aktive latente Steuern an latenter Steuerertrag 60 €