Aufwendungen und Kosten

Grundlagen
Zentrale Begriffe der Kostenrechnung

Die nächste Stufe betrifft die Aufwendungen .

Es handelt sich bei Aufwendungen um den Wert aller verbrauchten Güter und Dienstleistungen.

Ausgaben und Aufwendungen auseinanderzuhalten ist leichter, als man denkt.

Der Unterschied zwischen Ausgaben und Aufwendungen ist sehr leicht zu merken, denn er spiegelt sich in einer einzigen Stelle wider: zugegangen versus verbraucht .

Daher ist es auch klar, dass der Unterschied zwischen Ausgaben und Aufwendungen allein in Lagerbewegungen liegt: wenn ein Gut zugeht, aber noch nicht verbraucht wurde, handelt sich um eine Ausgabe, aber nicht um eine Aufwendung (Bewegung auf Lager).

Wird dagegen ein Gut vom Lager genommen und verbraucht, so erfolgt der Zugang mindestens eine Periode früher als der Verbrauch. Es liegt eine Aufwendung, aber keine Ausgabe vor.

Zum leichteren Merken etwas schärfer formuliert: etwas, das verbraucht wird (Aufwendung), aber nicht zugegangen ist (keine Ausgabe), muss also in der Vergangenheit zugegangen sein. Deshalb die Lagerentnahme als Grund.

Angesprochen ist bei Aufwendungen die Ebene der Finanzbuchhaltung, also der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung.

Erst jetzt kommen die Kosten ins Spiel.

Kosten bezeichnen den Wert aller verbrauchten Güter und Dienstleistungen pro Periode und zwar für die Erstellung der eigentlichen (typischen) betrieblichen Leistungen.


Kosten liegen vor, wenn die Aufwendungen

  • betriebszweckbezogen,
  • periodenrichtig und
  • nicht außerordentlich sind.
Beispiel 1:
Eine nicht betriebszweckbezogene Aufwendung liegt vor, wenn ein Industrieunternehmen eine Spende für karitative Zwecke leistet. Der Betriebszweck wird höchstens sehr indirekt gefördert, wenn und weil diese Spende aus Imagegründen erfolgt.

Wenn eine Aufwendung nicht betriebszweckbezogen oder periodenfremd oder außerordentlich ist, so handelt es sich nicht um Kosten, sondern vielmehr um neutrale Aufwendungen. Wenn hingegen die Aufwendungen alle drei Eigenschaften erfüllen, also betriebszweckbezogen, periodenrichtig und nicht außerordentlich sind, so handelt es sich bei den Aufwendungen um sog. Grundkosten.

Beispiel 2:
Die Gewerbesteuer-Nachzahlung ist periodenfremd (= nicht periodenrichtig), weil sie für eine andere Periode geleistet wird.

Was sind aber nun außerordentliche Aufwendungen?

Beispiel 3:
Eine außerordentliche Aufwendung könnte sein:
- Katastrophenschaden,
- Spekulationsverluste,
- Verkauf eines Vermögensgegenstandes unter Buchwert.
Multiple-Choice
Wann liegt eine außerordentliche Aufwendung vor?
0/0
Lösen

Hinweis:

Bitte kreuzen Sie die richtigen Aussagen an. Es können auch mehrere Aussagen richtig oder alle falsch sein. Nur wenn alle richtigen Aussagen angekreuzt und alle falschen Aussagen nicht angekreuzt wurden, ist die Aufgabe erfolgreich gelöst.

wiwiweb - Interaktive Online-Kurse (wiwiweb.de)

Dieser Text ist Bestandteil des Kurses Kostenrechnung

Der gesamte Online-Kurs beinhaltet 126 Texte, 33 Abbildungen, 13 Videos und 250 Übungsaufgaben.

Jetzt Kosten- und Erlösrechnung kaufen:

einmalig 29,00 €
umsatzsteuerbefreit gem. § 4 Nr. 21 a bb) UStG
Zur Kasse
Informationen
  • Online-Kurs Top Angebot
  • Online-Kurs Von Kunden empfohlen