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Finanzierungsdauer

01. Welche Laufzeiten der Finanzierungsmittel können unterschieden werden?

  1. Als (langfristige) Hauptregel der Finanzierungsdauer gilt:

    Langfristiges Vermögen ist langfristig zu finanzieren: Prinzip der Fristenkongruenz

    Das heißt, dass die Zahlungsströme aufeinander abgestimmt sein müssen, z. B.: Anlagevermögen und langfristig gebundenes Umlaufvermögen müssen durch Eigenkapital und langfristiges Fremkapital finanziert sein (vgl. dazu auch Deckungsgrade unter 1.5.4.3).

    Beispiel

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    Ein Lkw, dessen Nutzungsdauer sechs Jahre beträgt muss durch einen Kredit von mindestens sechs Jahren bzw. durch Eigenkapital finanziert werden. Es darf nicht passieren, dass die Nutzungszeit ausläuft (7. Jahr, der Lkw ist verschrottet) und die Laufzeit des Kredites beträgt noch zwei Jahre.

    Dies betrifft auch die Laufzeit der Zinsbindung: Mitunter beträgt die Laufzeit von Finanzierungsverträgen zehn Jahre, während die Zinsbindung bereits nachfünf Jahren ausläuft. Hier ist das Objekt zwar langfristig finanziert, jedoch ändern sich die Konditionen bereits nach der halben Laufzeit.

  2. Als kurzfristige Größe der Finanzierungsdauer gilt die:

    $$Lieferantenkreditdauer\; (in\; Tagen) = \frac{durchschnittlicher\; Kreditorenbestand}{Wareneingang} * 360$$

    Hohe Werte der Größe zeigen eine Nichtausnutzung von Skonto (schlechte Rentabilität). Vermutlich ist die Kreditlinie in diesem Fall ausgereizt.