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Ergebnisse der Erhebung

01. Wie können die Ergebnisse der Erhebung dargestellt werden?

Die Ergebnisse der Erhebung müssen dokumentiert und ausgewertet werden. Sie können z. B. dargestellt werden als

  • Prozessdiagramm

  • Flussdiagramm

  • Balkendiagramm

  • Netzplan.

02. Was ist ein Prozessdiagramm?

Ein Prozessdiagramm stellt einen Prozessablauf dar (mit Anfang und Ende). Es ist ein Aktivitätsdiagramm mit Erweiterungen. Es werden meist die Symbole des Flussdiagramms verwendet. In dem bestehenden Diagramm kann der Istzustand erfasst und Änderungen erprobt werden.

Beispiel

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03. Wie wird ein Flussdiagramm erstellt?

Verrichtungsorientierte Abläufe können durch Flussdiagramme dargestellt werden. Es werden dabei feststehende Symbole nach DIN 66001 verwendet, die hier auszugsweise wiedergegeben sind:

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Merkpunkte:

  • Beginn und Ende des Vorgangs werden mit „Start“ und „Ende“ (Ellipse) gekennzeichnet.

  • „Ja-Verzweigungen“ = senkrecht; „Nein-Verzweigungen“ = waagerecht (nach DIN 66001).

  • Vorgangsstufen werden mit Richtungspfeilen verknüpft.

  • Bei den Vorgangsstufen wird zwischen „Tätigkeit = Rechteck“ und „prüfender Tätigkeit = Entscheidungsraute“ unterschieden.

Beispiel

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04. Wie werden Balkendiagramme gestaltet?

Im Koordinatensystem werden auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate das Betrachtungsobjekt (Raumbelegung, Maschinenbelegung usw.) dargestellt. Jede Vorgangsstufe wird durch einen waagerechten Balken veranschaulicht, dessen Länge den Zeitverbrauch symbolisiert. Die Lage der Balken ist abhängig von der logischen Reihenfolge der Vorgangsstufen.

Neben der einfachen Form des Balkendiagramms (= Gantt-Technik nach Henry L. Gantt) kennt man die Plannet-Technik (= Planning Network; DIN 69900). Sie verdeutlicht z. B. beim Vorgang „Maschinenbelegung“ dessen Abhängigkeit von Arbeitsgang und Auftrag und weist ggf. vorhandene Stillstandszeiten aus. Abhängigkeiten zwischen den Vorgängen können durch senkrechte Volllinien, Pufferzeiten durch waagerechte Strichlinien markiert werden.

Beispiel

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Beispiel 1: Gantt-Diagramm

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Beispiel 2: Plannet-Diagramm

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05. Wie wird ein Netzplan erstellt?

Unter der Netzplantechnik versteht man ein Verfahren zur Planung und Steuerung von Abläufen auf der Grundlage der Grafentheorie; Einzelheiten enthält die DIN 69 900. Netzpläne sind anderen Darstellungstechniken immer dann vorzuziehen, wenn komplexe Aufgaben, vernetzte Abläufe, viele Terminvorgänge sowie häufige Änderungsnotwendigkeiten vorliegen. Netzpläne können grundsätzlich manuell oder maschinell erstellt und verwaltet werden. Maschinelle Unterstützung sollte zur Durchlaufterminierung immer bei einer großen Anzahl von Vorgängen eingesetzt werden. In der betrieblichen Praxis werden überwiegend zwei Darstellungsarten eingesetzt:

  • Vorgangspfeiltechnik

  • Vorgangsknotentechnik.

Für die Bearbeitung eines Netzplanes empfiehlt sich folgender Ablauf:

  1. Erstellen des Projektstrukturplans

  2. Erstellen der Vorgangsliste

  3. Erstellen der Grafenstruktur (ohne Zeiten)

  4. Bearbeiten der Zeiten:

    • Vorwärtsrechnung

    • Rückwärtsrechnung

    • Pufferzeiten

    • kritischer Weg.

Es sind folgende Festlegungen bei der Bearbeitung eines Netzplanes zu berücksichtigen (hier: Vorgangsknotentechnik):

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Nr.laufende Nr. in der Vorgangsliste
FAZfrüheste Anfangszeit
FEZfrüheste Endzeit
SAZspäteste Anfangszeit
SEZspäteste Endzeit
GPZGesamtpufferzeit
FPZfreie Pufferzeit
GPZ = GesamtpufferzeitZeitpuffer innerhalb des Knotens
GPZ = SAZ - FAZ oder
GPZ = SEZ - FEZ
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Ergeben sich keine zeitlichen Puffer aus den frühesten Anfangs- und Endterminen (bzw. den spätesten), so liegen diese Vorgänge (Vorgangsknoten) entlang des kritischen Weges. Er ist deshalb kritisch, da Zeitüberschreitungen in diesen Vorgängen eine Zeitüberschreitung des Gesamtablaufs bedeuten.

Beispiel

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Netzplan

Sie sind Teammitglied in einem Projekt. Sie erhalten die nebenstehende Vorgangsliste.

a)

Ordnen Sie die Vorgangsliste, zeichnen Sie die Netzstruktur, berechnen Sie alle Zeiten und kennzeichnen Sie den kritischen Weg.

b)

Welche Auswirkungen hinsichtlich der Endzeit des Projektes und des kritischen Weges ergeben sich bei folgenden Situationen:

  1. Nr. 11 dauert zwei Tage länger als geplant

  2. Nr. 10 verlängert sich um fünf Tage?

Nr.VorgängerZeit in Tagen
13
93/71
413
1311/123
314
626
1085
724
212
12101
511
84/53
116/95

Lösung:

a)

Kritischer Weg: 1, 2, 6, 11, 13

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