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Fördersysteme

01. Mit welchen Fragestellungen befasst sich die Fördertechnik?


>> 1.1.4

Die Fördertechnik befasst sich mit den Fragen des innerbetrieblichen Transports von Materialien und Personen sowie der Gestaltung des betrieblichen Materialflusses unter der Verwendung von Fördermitteln und Fördereinrichtungen wie z. B. Stapler, Krananlagen, Gurtförderer, Aufzüge oder Elektrohängebahnen zwischen zwei in begrenzter Entfernung liegenden Orten.

02. Nach welchen Merkmalen werden Fördermittel systematisiert (Fördermittelarten)?

Die Einteilung der Fördermittel ist in der Literatur nicht einheitlich. Meist wird nach folgenden Merkmalen unterschieden:

  • Flurbindung:

    • flurfrei

    • flurgebunden

    • aufgeständert

  • Grad der Automatisierung:

    • manuell

    • maschinell

  • Beweglichkeit:

    • ortsfest

    • frei fahrbar

    • geführt fahrbar

  • Antriebsart:

    • Einzelantrieb

    • Muskelkraft

    • Schwerkraft

    • mit/ohne Zugmittel.

Eine häufige Gliederung der Fördermittelarten ist die Unterteilung in Stetig- und Unstetigförderer. Ein weiteres Gliederungsmerkmal ist, ob sie auf der Flur (Flurförderer) oder über der Flur (flurfreie Förderer) arbeiten (vgl. Abb. unter 1.7.1/Frage 34.). Die Hebetechnik (Hebezeuge, Krananlagen) ist ein wichtiges Teilgebiet der Fördertechnik (ausführlich behandelt unter 1.1.4).

03. Was sind Förderhilfsmittel und welche Prinzipien sind bei der Wahl von Förderhilfsmitteln maßgeblich?

  • Förderhilfsmittel haben die Hauptaufgabe, Ladeeinheiten zu bilden: Aus mehreren Einzelgütern sollen größere Transporteinheiten geschaffen werden.

    Einzelaufgaben von Förderhilfsmitteln sind z. B.:

    • Schutz des Lager- bzw. Transportgutes

    • Identifizierung des Lager- bzw. Transportgutes

    • Ermöglichen des Auf- und Abladens

    • Rationalisierung des Transports und der Lagerung.

    • Beispiele für Förderhilfsmittel:

      1. tragende Förderhilfsmittel
      • Flachpaletten
      • Werkstückträger
      2. umschließende Förderhilfsmittel
      • Gitterboxpaletten
      • Kästen
      3. abschließende Förderhilfsmittel
      • Container
      • Wechselpritschen für Lkw
      • Kisten
      • Fässer
      • Kartons
      • Kanister
  • Prinzipien, die bei der Wahl geeigneter Förderhilfsmittel maßgeblich sind, z. B.:

    • Einheitlichkeit, Rationalisierung: Ladeeinheit = Transporteinheit = Lagereinheit

    • kostengünstig und sicher

    • mehrfach verwendbar (Rückhol-, Rückgabesystem)

    • möglichst nur genormte, international verwendete Förderhilfsmittel einsetzen

    • Umweltverträglichkeit.