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Betriebliche Ziele optimieren

01. Wie können betriebliche Ziele optimiert werden?

Durch Prozess- und Schwachstellenanalysen, Fehlerursachenanalysen, Fehlervermeidung, Fehlerkorrektur, Kontinuierliche Entwicklungs- und Verbesserungsprozesse (>> Kapitel 2.2.3.1) sowie Controlling (>> Kapitel 4.4.1) und Evaluation können betriebliche Ziele optimiert werden.

02. Erläutern Sie den Begriff Evaluation.

Unter Evaluation versteht man die Bewertung des erreichten Istzustandes im Vergleich zu vorab festgelegten Zielen (Sollzustand) durch den Einsatz von systematischen Methoden. Die erhobenen Evaluationskriterien müssen auf die Ziele der Maßnahme abgestimmt werden. Soll z. B. ein bestimmtes Ergebnis erreicht werden, dann muss die Messung des Ergebnisses und der Vergleich mit dem Sollzustand Gegenstand der Evaluation sein (vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Evaluation, Autor: Prof. Dr. Günter W. Maier).

03. Stellen Sie einen Controllingprozess dar, durch den die Optimierung betrieblicher Ziele unterstützt wird.

Der nachfolgend dargestellte Controllingprozess am Beispiel eines Krankenhauses stellt eine Möglichkeit dar, die Optimierung betrieblicher Ziele zu unterstützen. Im ersten Schritt werden aus Zielvereinbarungen Planwerte generiert, die im zweiten Schritt in das Krankenhausinformationssystem eingestellt werden. Im dritten Schritt werden die Plan- und Istwerte in Kennzahlen umgesetzt und im vierten Schritt in das kennzahlenbasierte Steuerungssystem übertragen. Die Steuerung findet im fünften Schritt durch Regelgespräche der Unternehmensleitung, dem Controlling und dem jeweiligen Verantwortlichen auf der Grundlage von Plan-Ist-Vergleichen statt. Es werden die Abweichungen besprochen und Steuerungsmaßnahmen vereinbart.

Plan-Ist-Vergleiche ergeben sich unmittelbar aus dem Berichtswesen des Krankenhausinformationssystems und aus dem kennzahlenbasierten Steuerungssystem (z. B. einer Balanced Scorecard). Das Controlling bereitet aus den Plan-Ist-Vergleichen Steuerungsinformationen für die Regelgespräche auf. Der Verantwortliche ist unmittelbar nach dem Regelgespräch für die Umsetzung der Steuerungsmaßnahmen im sechsten Schritt verantwortlich und das Controlling stellt mittels Plan-Ist-Vergleich fest, ob durch die Steuerungsmaßnahmen die gewünschten Reduzierungen der Istwerte erreicht wurden.

Der Controllingprozess ist ein fortlaufender Prozess und wird grundsätzlich monatlich durchgeführt. Abweichungsanalysen werden entweder auf der Basis von Plan-Ist-Vergleichen oder Soll-Ist-Vergleichen (Anpassung der Planwerte an die Istbelegung) durchgeführt und bestehen aus Leistungs- und Finanzdaten. Dargestellt werden in der Regel der aktuelle Berichtsmonat im Vergleich zum Plan (oder Soll) und zum Vorjahreszeitraum, die kumulierten Werte ebenfalls im Vergleich zum Plan (oder Soll) und dem Vorjahreszeitraum und die auf das Gesamtjahr hochgerechneten Istwerte, verglichen mit dem Jahresplan (oder Jahressoll) und dem Vorjahr.

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