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Bezugsquellen und -wege

01.Welche Beschaffungswege können gewählt werden?

  • Direkte Beschaffung

    Beschaffung beim Hersteller; kommt vorrangig für große Handelsunternehmen infrage; KMU kooperieren oft über Einkaufsgemeinschaften.

  • Indirekte Beschaffung

    Zwischen dem Hersteller und dem beschaffenden Unternehmen ist mindestens ein Absatzorgan geschaltet; Großhandel, Kommissionäre, Importeure, Handelsvertreter.

Hinweis

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Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Kapiteln: Transportprozesse, Lagerorganisation, Lagersteuerung, Marktbedingungen, Einkaufskonzeption, Lieferanten und Beschaffungswege.

02.Wie lässt sich die Entscheidung für eine Bezugsquelle mithilfe der Nutzwertanalyse treffen?

Es gibt neben den Kosten eine Reihe von qualitativen Faktoren (nicht-monetäre Merkmale), die über die Frage „Eigenherstellung“ oder „Fremdbezug“ (Make or Buy) entscheiden.

Die Nutzwerte für „Make or Buy“ werden wie folgt ermittelt:

  1. Die qualitativen (nicht-monetären) Entscheidungsmerkmale werden sorgfältig ausgewählt und ggf. gewichtet (mit Fachleuten).

  2. Es erfolgt ein Rating der Varianten „Eigenerstellung“ und „Fremdbezug“ (z. B. Schulnoten; 6 = höchster Wert)

  3. Das Produkt aus Gewichtung und Wertzahl ergibt den Nutzwert je Merkmal.

  4. Anschließend ermittelt man die Summen der gewogenen Einzelnutzwerte und erhält so den Gesamtnutzwert.

  5. Durch den Vergleich der beiden Gesamtnutzwerte je „Eigenfertigung“ und je „Fremdbezug“ kann man einen qualitativen Vergleich zwischen beiden Verfahren herstellen.

Beispiel

MerkmaleGewichtungEigenfertigungFremdbezug
RatingNutzwertRatingNutzwert
Qualität0,341,261,8
Flexibilität0,240,851,0
Know-how-Verlust0,361,830,9
Wettbewerbsfähigkeit0,251,040,8
Summe1,0 4,8 4,5

Die Nutzwertanalyse führt zu einer Entscheidung zugunsten der „Eigenfertigung“.