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Kursangebot | Führen und entwickeln von Personal | Personalzufriedenheit

Führen und entwickeln von Personal

Personalzufriedenheit

 

01. Wie kann hohe Personalzufriedenheit erreicht werden?

Die Zeiten haben sich gewandelt. In der Ära der Industrialisierung wurden revolutionäre Maschinen entwickelt, der Mensch hatte sich anzupassen. Eine Weile lang ging das gut. Doch heute, in der globalisierten und sich schnell ändernden Arbeitswelt, funktioniert dies nicht mehr.

Für ein Unternehmen ist der größte Erfolgsfaktor nicht mehr die Maschine, sondern der Mensch. Moderne Personalpolitik setzt auf gegenseitigen Respekt, fördert Mitarbeiter und motiviert sie. Das stärkt das Image des Unternehmens und wirkt sich direkt auf den Unternehmenserfolg und die Personalzufriedenheit aus.

 

02. Womit befasst sich die Arbeits- und Organisationspsychologie?

Die Arbeits- und Organisationspsychologie befasst sich mit psychologischen Fragen in der Arbeitswelt. Es werden Beschreibungen und Erklärungen des arbeitsbezogenen Erlebens und Verhaltens von Personen in Organisationen behandelt und wissenschaftlich untersucht. Der Übergang von der Arbeits- zur Organisationspsychologie ist grundsätzlich fließend. Früher wurden die beiden Bereiche in dem Begriff Betriebspsychologie zusammengefasst.

Die Arbeitspsychologie beschäftigt sich mit der Analyse, der Bewertung und der Gestaltung von Arbeitstätigkeiten. Ziel ist es, Arbeit so zu gestalten, dass die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten erhalten sowie Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten gefördert werden.

Der Arbeitsbegriff ist bewusst weit gefasst: Auch Beziehungen zwischen Organisation und Umwelt, Arbeit und Freizeit sowie Arbeitslosigkeit zählen zum Untersuchungsgegenstand.

Ziel der Arbeitspsychologen ist es,

  • menschliche Arbeit in Organisationen angenehmer und effizienter zu gestalten

  • die Arbeitsprozesse besser den körperlichen und psychischen Gegebenheiten und Kapazitäten des Menschen anzupassen

  • Aufgaben und Arbeitsabläufe sinnvoll zu gestalten

  • wirtschaftliche Leistungen zu verbessern.

Aus Sicht der Arbeitspsychologie ist der Taylorismus, der die Arbeit in kleinste Teile zerstückelte und zu einer erhöhten Produktion führte, für viele Mitarbeiter ein Problem. Aufgrund der Monotonie im Job fühlen sie sich wertlos und sehen keinen Sinn in ihrer Arbeit. Ihre Leistung sinkt und Kosten, z. B. wegen gesundheitlicher Schäden oder hoher Fluktuation sind die Folge. Neue Formen der Arbeitsorganisationen versuchen diese Probleme zu beseitigen. Mit

  • Job Rotation,

  • Job Enlargement,

  • Job Enrichment und

  • teilautonomen Gruppen

kann ein Unternehmen die Arbeitsmotivation der Angestellten verbessern.

 

03. Was versteht man unter Job Rotation?

Job Rotation ist im Prinzip ein Kreislauf mit mehreren Stationen in einem Unternehmen. Jede Station steht für einen bestimmten Job, z. B. Marketing, Administration, Vertrieb etc. Die Mitarbeiter wechseln nach einiger Zeit die Stationen und lernen so die verschiedenen Arbeitsbereiche kennen. Die Belegschaft rotiert sozusagen im Job. Der große Vorteil für Unternehmen ist, dass sie bei Krankheitsfällen schnell und kostengünstig intern Stellen besetzen können. Allerdings müssen die Mitarbeiter auch in der Lage sein, sämtliche Aufgaben zu übernehmen und dies auch wollen. Ansonsten hat die Firma erneut mit unzufriedenen Mitarbeitern zu kämpfen.

 

04. Was ist der Inhalt von Job Enlargement?

Beim Job Enlargement wird das Tätigkeitsfeld erweitert. Der Mitarbeiter erhält zusätzliche Aufgaben, die sich zumeist an seine bisherige Tätigkeit anschließen oder vorgelagert sind. Das Unternehmen passt die zeitlichen Vorgaben an das erweiterte Aufgabenfeld an. Ähnlich wie bei der Job Rotation kann der Mitarbeiter mehrere Tätigkeiten ausüben.

 

05. Was ist die Kernaussage bei Job Enrichment?

Job Enrichment fügt verschiedenartige Arbeitselemente zu einer Handlungseinheit zusammen. Ein Arbeiter könnte etwa ein Produkt planen, es erstellen und anschließend testen. Der Mitarbeiter erledigt beim Job Enrichment Kopf- und Handarbeit zugleich und führt nicht stumpfe Arbeitsschritte aus. Er hat größere Möglichkeiten, sich zu entfalten und sich direkt einzubringen. Die Zufriedenheit steigt allerdings nur bei denjenigen, die dies auch wollen. Manche Mitarbeiter bevorzugen strikt reglementierte Aufgaben und scheuen die eigene Verantwortung. Daher muss ein Unternehmen seine Mitarbeiter genau kennen, bevor es ein umfassendes Job-Enrichment-Programm starten kann.

 

06. Was sind teilautonome Gruppen?

Teilautonome Gruppen erledigen in größeren Teams komplexe und ganzheitliche Aufgaben, die eine einzelne Person nicht schaffen könnte. Innerhalb der Einheit bilden sich Hierarchien aus und die Mitglieder teilen die Aufgaben untereinander auf. Daher bedarf es kommunikativer und teamfähiger Mitarbeiter, die in kleinen Gruppen effektiv arbeiten. Die Mitarbeiter sehen die Arbeit als sinnvoll an und sind oftmals stolz auf ihr Produkt. Insbesondere, wenn Unternehmen Qualität fördern wollen, bietet sich eine teilautonome Gruppe an.

 

07. Mit welchen Inhalten befasst sich die Organisationspsychologie?

„Die Organisationspsychologie befasst sich mit Bedingungen, Abläufen und Konsequenzen des Handelns von Menschen in Organisationen, mit Fragen betrieblicher und institutioneller Zusammenarbeit. Die Organisationspsychologie ist somit ein Teilgebiet der angewandten Psychologie, in der man sich mit der Wechselwirkung von Individuen und Organisation befasst. Untersuchungsgegenstand der Organisationspsychologie ist das Erleben, Verhalten und Handeln des Menschen in (betrieblichen) Organisationen. In der betrieblichen Praxis beschäftigt sich die Organisationspsychologie etwa mit den Bereichen Gruppenarbeit, Vorgesetztenverhalten oder Unternehmenskommunikation.“

Quelle: http://lexikon.stangl.eu/4329/organisationspsychologie/

Die Organisationspsychologie ist also ein Wissenschaftszweig der Psychologie und befasst sich mit dem Verhalten von Menschen in der Arbeitswelt. Dabei sind Manager und Mitarbeiter in Unternehmen der Industrie, des Handwerks, ebenso gemeint wie in Krankenhäuser, Hochschulen usw.