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Anerkennungsgespräch

01. Was ist Anerkennung und welche Bedeutung hat sie als Führungsmittel?

Anerkennung ist die Bestätigung positiver (erwünschter) Verhaltensweisen. Da jeder Mensch nach Erfolg und Anerkennung durch seine Mitmenschen strebt, verschafft die Anerkennung dem Mitarbeiter ein Erfolgsgefühl und bewirkt eine Stabilisierung positiver Verhaltensmuster. Wichtig ist: Anerkennung und Kritik müssen sich die Waage halten; besser noch: häufiger richtiges Verhalten bestätigen, als (nur) falsches kritisieren.

Zur Unterscheidung:

Anerkennung bezieht sich auf die Leistung:
→ „Dieses Werkstück ist passgenau angefertigt. Danke!“

Nur in seltenen Fällen ist Lob angebracht.
Lob ist die Bestätigung der (ganzen) Person:
→ „Sie sind ein sehr guter Fachmann!“

Merke

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→ Mehrmaliger Erfolg führt zur Stabilisierung des Verhaltens.
→ Mehrmaliger Misserfolg führt zu einer Änderung des Verhaltens.

02. Welche Grundsätze sind bei der Anerkennung einzuhalten?

  • Auch (scheinbare) Selbstverständlichkeiten bedürfen der Anerkennung. Der Grundsatz „Wenn ich nichts sage, war das schon o. k.“ ist falsch.

  • Die beste Anerkennung kommt aus der Arbeit selbst. Arbeit und Leistung müssen wichtig sein und Sinn geben.

  • Anerkennung muss verdient sein.

  • Anerkennung soll

    • anlassbezogen

    • zeitnah

    • sachlich

    • eindeutig

    • konstruktiv

    • konkret

    sein.

  • Anerkennung muss sich an einem klaren Maßstab orientieren. (Was ist erwünscht/was ist unerwünscht?)

  • Das Maß der Anerkennung muss sich am Zielerfolg und dessen Bedeutung orientieren (wichtige/weniger wichtige Aufgabe).

  • Anerkennung unter vier Augen ist i. d. R. besser, als Anerkennung vor der Gruppe.

  • Anerkennung und Kritik sollten sich auf lange Sicht die Waage halten.

03. Welche Formen der Anerkennung sind denkbar?

Dazu einige Beispiele:

  • Nonverbal (ohne Worte): Kopfnicken, Zustimmung signalisieren, Daumen nach oben, „Hm, hm, …“

  • Verbal:

    a)

    in einzelnen Worten:
    „Ja!“, „Prima“!, „Klasse!“, „Freut mich!“

    b)

    in (ganzen) Sätzen:
    „Klasse, dass wir den Termin noch halten können!“
    „Scheint gut geklappt zu haben?“

  • Unter vier Augen/vor der Gruppe (vgl. dazu oben)

  • Anerkennung der Einzelleistung/der Gruppenleistung

  • Anerkennung verbunden mit einer materiellen/immateriellen Zuwendung: Prämie, Geschenk, Sonderzahlung; Beförderung, Erweiterung des Aufgabengebietes u. Ä.

  • Das (längere) Anerkennungsgespräch wird eher die Ausnahme sein. Es dient der Motivation des Mitarbeiters und der Rückmeldung über seine Leistung.