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Anfangsphase der Ausbildung

01. Wie ist die Anfangsphase der Ausbildung zu gestalten?

Ein Auszubildender darf insbesondere zu Beginn seiner Berufsausbildung nicht durch zu viele auf ihn einstürmende Ereignisse und Informationen überfordert werden. Er muss mit den für seine Ausbildung wichtigen Personen bekannt gemacht werden und in methodisch und pädagogisch sinnvoller Weise – vom Einfachen zum Schweren – die späteren Tätigkeiten, die in der Ausbildungsordnung vorgeschrieben sind, kennenlernen. Ein fester Ausbildungsplatz und ein bestimmter, jederzeit ansprechbarer Ausbilder müssen zur Verfügung stehen. Geeignet ist außerdem die Benennung eines Paten.

Weitere Empfehlungen, z. B.:

  • Ansprechpartner zur Verfügung stellen (Gespräche, Beratung, Formalitäten, Betreuung)

  • schaffen Sie ein gutes Ausbildungs- und Lernklima.

02. Welche Bedeutung hat Feedback gerade zu Beginn der Ausbildung?

Feedback schafft Steuerungsmöglichkeiten. Abstimmungsgespräche informieren den Azubi am Ende des Arbeitstags, inwieweit er die Aufgaben gut erledigt hat. Seine Antworten geben Ihnen eine Rückmeldung, ob Ihr Azubi durch die Bearbeitung der Arbeitsaufträge Erfahrung und Wissen hinzugewonnen hat. Dies schafft beim Azubi Verhaltenssicherheit und gibt Erfolg bzw. macht Mut für zukünftiges Lernen.

In Quartalsgesprächen zeigen Sie Entwicklungsperspektiven auf, unterstreichen das Potenzial Ihres Azubi und zeigen auch, wo noch Verbesserungserfordernisse bestehen.

Tipps für ein Feedback-Gespräch:

  1. Sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre (keine Störungen; jede Unterbrechung des Gesprächs wertet dieses aus Sicht des Auszubildenden ab.

  2. Planen Sie genügend Zeit ein.

  3. Zeigen Sie konkret, auf welchen Ausbildungsabschnitt sich das Gespräch bezieht.

  4. Loben Sie überzeugend (schafft Selbstvertrauen und motiviert).

  5. Kritisieren Sie konkret und angemessen (wenn der Azubi seine Schwächen nicht kennt, dann meint er sich – unberechtigterweise – in Sicherheit).

  6. Bieten Sie Perspektiven an (ggf. Übernahme, aber nicht zu früh).

03. Welche Bedeutung hat die Probezeit?

  • In der Probezeit hat der Auszubildende die Möglichkeit, zu prüfen, ob er die richtige Berufswahl getroffen hat.

  • Der Ausbildende prüft in dieser Phase, ob der Auszubildende für den Beruf geeignet ist.

  • Während der Probezeit (ein bis vier Monate) kann das Ausbildungsverhältnis von jedem Vertragspartner ohne Angabe von Gründen schriftlich gekündigt werden (§ 20 BBiG).

Also: Rechtzeitig vor Ende der Probezeit die Eignung prüfen.