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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen - Ablauf der betrieblichen Ausbildung und ergänzende individuelle Bildungsmaßnahmen

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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen

Ablauf der betrieblichen Ausbildung und ergänzende individuelle Bildungsmaßnahmen

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Wirtschaftsfachwirte


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01. In welchen Phasen wird die betriebliche Ausbildung geplant, durchgeführt und kontrolliert?

Video: Ablauf der betrieblichen Ausbildung und ergänzende individuelle Bildungsmaßnahmen

Die Planung, Durchführung und Kontrolle der Ausbildung ist ein geschlossener Regelkreis , der folgende Phasen und Einzelaspekte umfasst:

Ablauf der betrieblichen Ausbildung als Regelkreis
Planung der Ausbildung Betriebliche Planung:
Voraussetzungen lt. BBiG prüfenEignung des Unternehmens (§ 27 BBiG)
Eignung der Ausbilder (§§ 28 ff. BBiG)
Ziele festlegenAusbildungsberufsbild, § 4 BBiG
Ausbildungsordnung, § 5 BBiG
Ausbildungsrahmenplan
Anrechnungsverordnung nach § 7 BBiG
Prüfungsordnung
Prüfungswesen, §§ 37 ff. BBiG
Inhalte festlegen und koordinieren
  • Planung der Zeiten:
  • Ausbildungsdauer
  • Ausbildungsverkürzung
  • Urlaubszeit
  • betriebliche Ausbildungsorte
  • Koordination: Schule/Betrieb
  • Prüfungen
Schulische Planung:
  • Rahmenlehrplan
  • Berufsschulunterricht
Wochenunterricht
Blockunterricht
Durchführung der Ausbildung Didaktische Koordination von praktischer Ausbildung im Betrieb und theoretischer Ausbildung in der Berufsschule; dabei sind die Formen des Unterrichts zu berücksichtigen (Blockunterricht, Unterricht an einzelnen Wochentagen).Didaktik
Methodik
Unterweisungsformen
Unterweisungsmethoden
Unterweisung vor Ort
Lehrgespräch
Fallmethode
Lehrwerkstatt
Übungsfirma usw.
betrieblicher Ergänzungsunterricht
Lehr- und Lernmittel
Arbeitsmittel
Ausbildungsmittel
Ausbildungsräume
Methoden und Medien der Ausbildung organisieren.
Kontrolle der AusbildungInterne KontrollinstrumenteBerichtshefte prüfen
Zwischenprüfung (soweit erforderlich; vgl. § 48 BBiG)
Abschlussprüfung, § 37 BBiG
Beurteilungen der Fachabteilung (Beurteilungssystem)
Leistungen in der Berufsschule
Externe Kontrollinstrumente
Zielkontrolle
Maßnahmenkontrolle
Wirtschaftlichkeitskontrolle:
Kosten-Nutzen-Analyse

02. Wie ist der individuelle Ausbildungsplan zu erstellen?

Der individuelle Ausbildungsplan ist die konkrete Planung des Ausbildungsverlaufs eines (bestimmten) Auszubildenden. Er ist dem Ausbildungsvertrag beizufügen (vgl. § 11 Abs. 1 Nr. 1 – 4 BBiG) und der IHK zusammen mit dem Ausbildungsvertrag vorzulegen. Der Ausbildungsplan wird erstellt auf der Grundlage der Ausbildungsordnung (§ 5 BBiG), des Ausbildungsberufsbildes (§ 5 Abs. 1 Nr. 3 BBiG) und des Ausbildungsrahmenplans (§ 5 Abs. 1 Nr. 4 BBiG). Der Betriebsrat hat dabei ein Mitbestimmungsrecht (§ 98 Abs. 1 BetrVG). Der Ausbildungsplan soll sachlich und zeitlich mit dem Lehrplan der Berufsschule abgestimmt sein. Er wird die persönlichen und betrieblichen Besonderheiten beachten und dabei die Anzahl der Auszubildenden sowie die Anzahl der Ausbildungsbeauftragten je Berufsbild berücksichtigen.

Im Überblick:

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Der Bundesausschuss für Berufsbildung hat Kriterien für die Erstellung individueller Ausbildungspläne erstellt (vgl. Internet, z. B. www.ihk.de/Suchwort). Wir empfehlen dem Leser, sich mit den wichtigen Ausbildungsplänen Ihres Betriebes vertraut zu machen.

Beispiel

Hier klicken zum Ausklappen

Auszug aus dem individuellen Ausbildungsplan von Gerd Grausam:

Individueller Ausbildungsplan
Ausbildender:
RAAB KARCHER AG, Essen
Ausbilder:
Hubert Kernig
Auszubildender:
Gerd Grausam
Ausbildungsberuf:
Kaufmann für Büromanagement
Zeit Ziffer des Ausbildungsberufsbildes Zu vermitteln sind folgende Fertigkeiten und Fähigkeiten Lernort
01.10. – 30.11.20..2.1
Leistungserstellung und Leistungsverwertung
a) Grundfunktionen des Ausbildungsbetriebes erläuternUnterrichtsgebäude, Raum 4;
Begehung der Betriebsbereiche
b) Leistungen des Ausbildungsbetriebes beschreiben
1.3
Arbeitssicherheit, Umweltschutz und traditionelle Energieversorgung
a) Bedeutung von Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationeller Energieversorgung an Beispielen des Ausbildungsbetriebes erklärenAbt. Sicherheit, Abt. Umweltschutz, Heizkraftwerk, Abt. Controlling

03. Welche ergänzenden Bildungsmaßnahmen können den Ausbildungserfolg unterstützen?

Ergänzende Bildungsmaßnahmen (individuell oder kollektiv, intern oder extern) können wirksam den Ausbildungserfolg unterstützen, z. B.:

  • Exkursionen

  • Kontakte/Hospitation zu/bei Lieferanten/Kunden

  • betrieblicher Ergänzungsunterricht

  • Übungsfirmen

  • Übungsbüros

  • Lernen im Team

  • interne Projekte

  • Lernsoftware.