ZU DEN KURSEN!

Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen - Anforderungen an Ausstattung und Ergonomie der Arbeitsumgebung

Kursangebot | Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen | Anforderungen an Ausstattung und Ergonomie der Arbeitsumgebung

Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen

Anforderungen an Ausstattung und Ergonomie der Arbeitsumgebung

01. Welche Aspekte ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung sind zu berücksichtigen?

Ausführliche Checklisten zur ergonomischen Gestaltung von Arbeitsplätzen halten die Berufsgenossenschaften bereit (checklis-ergonomie.pdf in DVD zur Arbeitssicherheit der Berufsgenossenschaft; www.vmbg.de).

Aspekte ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung
 Beispiele:
Anthropometrische
Beachtung der Körpermaße
  • sitzend/stehend
  • Arbeitstisch/-stuhl
  • Griffbereich
  • Bildschirm
Physiologische
Beachtung der Körperkräfte
Verbesserung des Wirkungsgrades der Muskeln, Vermeidung statischer Muskelarbeit, Körperhaltung, Arbeitsgeschwindigkeit
PsychologischeFarbgebung, Licht, Raumklima, Geräusche, Lärm
Technische
Wahrnehmung und Übertragung optischer/akustischer Signale am Arbeitsplatz
Gestaltung der Bedienungselemente, der Anzeigeinstrumente; Kommunikationstechnik
Sicherheitstechnische
Beachtung des Unfallschutzes
Sicherheitsfarben nach DIN 4844 (vgl. auch DIN EN ISO 7010), Kennzeichnungsfarben nach DIN 2403
Organisatorische Aufbau- und Ablaufstrukturen, Maßnahmen der Arbeitsstrukturierung, Einzel-/Gruppenarbeitsplätze

02. Welche Ziele verfolgt die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze?

  • Ergonomie ist die Lehre von der Erforschung der menschlichen Arbeit; untersucht werden die Eigenarten und Fähigkeiten des menschlichen Organismus (z. B.: Wann führt dauerndes Heben von Lasten zu gesundheitlichen Schäden?). Die Ergebnisse dienen dem Bestreben, die Arbeit dem Menschen anzupassen und die menschlichen Fähigkeiten wirtschaftlich einzusetzen.

  • Humanisierung der Arbeit ist die umfassende Bezeichnung für alle Maßnahmen, die auf die Verbesserung der Arbeitsinhalte und der Arbeitsbedingungen gerichtet sind.

Im Zusammenhang mit der Gestaltung der Arbeitsplätze, der Arbeitsmittel und der Arbeitsumgebung sind die Unfallverhütungs- und Arbeitsschutzvorschriften der Berufsgenossenschaften sowie zahlreiche gesetzliche Auflagen zu beachten, z. B.:

  • Gestaltung der Maschinen und Werkzeuge

  • Elektrische Anlagen und Geräte (GS-Zeichen; Geprüfte Sicherheit)

  • Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen
    (z. B. Augenuntersuchung; keine Überbeanspruchung der Augen, des Rückens, der Nerven; vgl. Bildschirmarbeitsverordnung)

  • Arbeitsmaterialien (z. B. Heben und Tragen von Lasten)

  • Umgang mit gefährlichen Stoffen (z. B. Gefahrstoffdatenblätter der Hersteller und Lieferanten; ggf. Einhaltung arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen)

  • präventive Vermeidung von Berufskrankheiten

  • Vermeidung psychomentaler (nervlich-seelischer) Belastungen

  • Ausgabe persönlicher Schutzausrüstungen.