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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen - Konflikte und Ursachen

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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen

Konflikte und Ursachen

01. Was sind Konflikte?

Konflikte sind der Widerstreit gegensätzlicher Auffassungen , Gefühle oder Normen von Personen oder Personengruppen.

Konflikte gehören zum Alltag eines Betriebes. Sie sind normal, allgegenwärtig, Bestandteil der menschlichen Natur und nicht grundsätzlich negativ.

Die Wirkung von Konflikten kann destruktiv oder konstruktiv sein.

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02. Welche Konfliktarten werden unterschieden?

Konfliktarten
Wahrnehmung, Intensität
  • Latente Konflikte sind unterschwellig.
  • Offene Konflikte sind für die Beteiligten erkennbar.
Beteiligte
  • Intrapersonell:
    innerhalb einer Person (innere Widersprüche)
  • Interpersonell:
    zwischen zwei Personen
  • zwischen einer Person und einer Gruppe
  • innerhalb einer Gruppe
  • zwischen mehreren Gruppen
Inhalt (Dimension)
  • Sachkonflikte:
    Der Unterschied liegt in der Sache, z. B. unterschiedliche Ansichten darüber, welche Methode der Bearbeitung eines Werkstückes richtig ist.
  • Emotionelle Konflikte (Beziehungskonflikte):
    Es herrschen unterschiedliche Gefühle bei den Beteiligten: Antipathie, Hass, Misstrauen.
  • Wertekonflikte:
    Der Unterschied liegt im Gegensatz von Normen; das Wertesystem der Beteiligten stimmt nicht überein.
Achtung:
Sachkonflikte und emotionelle Konflikte überlagern sich häufig. Konflikte auf der Sachebene sind mitunter nur vorgeschoben; tatsächlich liegt ein Konflikt auf der Beziehungsebene vor. Beziehungskonflikte erschweren die Bearbeitung von Sachkonflikten.

Die Mehrzahl der Konflikte tragen Elemente aller drei Dimensionen (siehe oben) in sich und es bestehen Wechselwirkungen .

03. Wie ist der „typische“ Ablauf bei Konflikten?

Kein Konflikt gleicht dem anderen. Trotzdem kann man im Allgemeinen sagen, dass folgendes Ablaufschema „typisch“ ist:

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04. Wie lassen sich Konfliktsignale frühzeitig wahrnehmen?

Die Mehrzahl der betrieblichen Konflikte hat eine „Entstehungsgeschichte“. Oft kann man bereits in einem frühen Stadium sogenannte Konfliktsignale wahrnehmen; dies können sein:

  • offene Signale : mündliche oder schriftliche Beschwerden

  • verdeckte Signale : Desinteresse, förmliches Verhalten, unnötiges Beharren auf dem eigenen Standpunkt.

Geht der Vorgesetzte mit Konfliktsignalen bewusst um, so bietet sich ihm die Chance, bestehende Differenzen frühzeitig zu klären, bevor die Gegensätze kaum noch überbrückbar sind.