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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen - Voraussetzungen einer erfolgreichen Präsentation

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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen

Voraussetzungen einer erfolgreichen Präsentation

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Wirtschaftsfachwirte


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01. Welche Voraussetzungen müssen für eine erfolgreiche Präsentation erfüllt sein?

Eine Präsentation wird dann erfolgreich sein, wenn der Präsentator folgende Voraussetzungen sicherstellt:

  1. Adressatenanalyse:

    Wen habe ich vor mir? Auf welchem Niveau kann ich präsentieren? Welche Zeit habe ich zur Verfügung?

  2. Fachlich gut vorbereitet sein:

    Stichwortmanuskript o. k.? Raum und Medien vorbereitet? Funktioniert die Technik?

  3. Mental gut vorbereitet sein:

    ausgeschlafen, positive Stimmung, munter, agil, innerlich „aufgeräumt“.

  4. In der Präsentationstechnik geübt sein:

    Vorher: üben, üben, … Helfer suchen! (Kollegen, Familie); Vortragsweise, Wortwahl.

  5. Visualisierungsmittel vorbereiten:

    Overheadprojektor/Folien, Flipchart, Wandtafel, Pinnwand.

    Merke

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    Eine Präsentation ohne Visualisierung ist keine Präsentation!

02. Was ist eine improvisierte Präsentation? Welche Empfehlungen lassen sich nennen?

Nicht selten besteht für Führungskräfte die Notwendigkeit, im Rahmen von Mitarbeiterbesprechungen oder Gesprächen mit dem Kunden eine Problemsituation, einen Sachverhalt, einen Schadensfall an einer komplexen Anlagen o. Ä. „aus dem Stand heraus“ zu verdeutlichen (zu präsentieren). Auch in dieser Situation geht es darum, ein bestimmtes Ziel zu erreichen und den anderen zu überzeugen.

Daher sollte auch im „improvisierten Fall einer Präsentation“ das gesprochene Wort durch eine geeignete Visualisierung unterstützt werden.

Es kommt nicht auf „Schönheit und Perfektion“ an, sondern entscheidend ist, dass durch Klarheit und Systematik in „Wort und Bild“ die beabsichtigte Wirkung erreicht wird. Im einfachsten Fall kann eine einfache, aber strukturierte und verständliche Handskizze (auf Papier, auf Pappe, ggf. auf der Wand des Rohbaus) das gesprochene Wort zutreffend unterstützen.

 

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03. Welche Gestaltungselemente können eingesetzt werden? Was ist jeweils zu beachten?

1. Grundregel der PräsentationFür die Präsentation gilt eine im Volksmund bekannte Grundregel in abgewandelter Form: Reden ist Silber,
zeigen ist Gold!
2. Erkenntnisse der LerntheorieIn der Lerntheorie gilt im Allgemeinen:
Für den Präsentator heißt dies: Das gesprochene Wort wird nicht nur durch Körpersprache unterstützt, sondern auch durch geeignete Visualisierung (Medien, Techniken der Gestaltung).
Der Mensch behält
20 % durch Hören
30 % durch Sehen
50 % durch Hören und Sehen.
3. Einsatz geeigneter Medien und Hilfsmittel Beispiele:
  • Leinwand
  • Flipchart
  • Wandtafel, Whiteboard
  • TV/Monitor
  • Großbildschirm
  • PC, Beamer
  • Videorekorder, DVD-Player
  • Video-/Tonkassette
  • Fotografie/Projektor
  • Internet/Intranet
Die Regel lautet: Medien und Hilfsmittel vorbereiten und erproben; den Einsatz der Technik vorher üben. Gestaltungselemente der Visualisierung richtig einsetzen
4. Textgestaltung
  • gut lesbar
  • richtige Schriftgröße (mind. Schriftgrad 16)
  • ggf. unterschiedliche Schriftgrößen
  • von links nach rechts anordnen
Achten
Sie
auf
die
richtige
Schriftgröße!
  • Groß- und Kleinbuchstaben verwenden
GROSSBUCHSTABEN SIND NICHT GUT ZU ERKENNEN!
  • Druckschrift statt Schreibschrift
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als Druckschrift
  • nur kurze Aussagen
  • Blöcke bilden, gliedern
  • nicht überfrachten (z. B. bei der Transparentfolie: ca. 5 Zeilen)
  • ggf. farbliche Markierung (sparsam!)
5. Freie Grafiken, Symbole, Diagramme und optische Pointierungen gezielt einsetzen
5.1 Freie GrafikBlattaufteilung und Anordnung der Elemente:
  • Überschrift
  • Grafik (Maßstab)
  • ggf. Text
  • Quelle

Beispiel:
Montageablauf
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5.2 Diagramme Beispiele:
  • Kurvendiagramm
  • Struktogramm
  • Säulen-/Balkendiagramm
  • Kreis-/Tortendiagramm
  • Flächendiagramm
  • Kartogramm
  • Piktogramm/Bildstatistik
  • Organigramm
  • Flussdiagramm
  • Netzplan
  • Varianten, z. B.:
  • mit/ohne Schatten
  • 2-D/3-D-Darstellung
  • normiert auf 100 %
  • gedreht
  • mit/ohne explodierendem Segment
  • neben-/übereinander
Bei mehren Grafiken/Diagrammen bzw. bei Konzeptarbeiten: Abbildungen fortlaufend nummerieren.
5.3 SymboleStandardisierte Symbole, z. B.:
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Freie Symbole, z. B.:
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5.4 BilderBilder, Fotos, Zeichnungen und Karikaturen (gescannt oder selbst erstellt) sparsam verwenden; keine komplexen Darstellungen. Quellenangabe bzw. Urheberrecht beachten.Montageträger
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5.5 FarbenSparsam verwenden; in der Regel nicht mehr als drei Farben pro Seite/Chart. Keine dunklen Farben einsetzen. Gängige Signalwirkung beachten:Rot   = Gefahr
Gelb = Achtung
Grün = Sicherheit
Blau  = Hinweis
Weiß = Führung
6. TabellenAnzahl der Spalten und Zeilen begrenzen; Beschriftung nur horizontal und eindeutig. Jede Zeile und Spalte wird bezeichnet.
7. Anordnung der Gestaltungselemente
DynamikReihungRhythmus
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8. LayoutEinheitlich, übersichtlich, keine permanente Änderung der Gestaltungselemente, keine Überfrachtung, wichtige Aussagen im Zentrum.

04. Wie lassen sich statistische Ergebnisse grafisch darstellen?

Video: Voraussetzungen einer erfolgreichen Präsentation

 Die grafische Darstellung statistischer Ergebnisse ist mithilfe von

  • Strecken und Kurven (z. B. Linien-, Stab- bzw. Säulendiagramme),

  • Flächen (z. B. Kreisdiagramme, Struktogramme),

  • 3-dimensionalen Gebilden,

  • Kartogrammen oder

  • Bildstatistiken

möglich.

Video: Voraussetzungen einer erfolgreichen Präsentation

Beispiel: Säulendiagramm, vertikal Beispiel: Balkendiagramm, horizontal
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Beispiel: Liniendiagramm Beispiel: Flächendiagramm
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Beispiel: Kreisdiagramm

Vergleich mit explodiertem Segment

 

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Beispiel: Struktogramm

Vergleich, mit Legende, mit Normierung auf 100 %, 3-D-Darstellung

 

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05. Welche Einzelaspekte sind bei der Erstellung von Diagrammen zu beachten?

  1. Für die Ordinate (Senkrechte; y-Achse) und die Abszisse (Waagerechte; x-Achse) ist ein geeigneter Maßstab auswählen, sodass die grafische Darstellung die Entwicklung in der Realität wiederspiegelt.

  2. Jede Achse ist zu bezeichnen .

  3. Jedes Diagramm hat eine Überschrift und ggf. einen Quellenhinweis (z. B. Darstellung nach betriebsinternen Daten der Kostenrechnung).

  4. Bei Konzeptarbeiten empfiehlt es sich, die Abbildungen zu nummerieren .