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Abläufe in der Logistikkette

01. In welche Teilprozesse lässt sich der logistische Gesamtprozess im Handel gliedern?

Berücksichtigt man die Subsysteme des Warenein- und -ausgangs, so lässt sich der logistische Gesamtprozess im Handel in folgende „Bausteine der Logistikkette“ (Terminus des Rahmenplans) gliedern; dabei werden die Logistikanwendungen zugeordnet.

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Die Ware muss vom Hersteller zum Endkunden gelangen. Dabei können in der Beschaffung und im Absatz Spediteure/Lagerbetriebe zwischengeschaltet sein. Man unterscheidet z. B. die Belieferung des Handels durch den Hersteller über ein zentrales Distributionslager sowie die direkte Belieferung der Filialen des Handelsunternehmens (DSD, Direct Store Delivery; vgl. auch: Cross Docking).

Der Prozess ist zeitgebunden (Liefertermin, Verderblichkeit der Ware, Haltbarkeitsdatum/Kennzeichnung, keine Unterbrechung der Kühlkette) und der Warenfluss muss aus Gründen der Qualität, der Haftung, der Eigentumsfrage (Diebstahl, Schwund u. Ä.) bzw. aufgrund gesetzlicher Vorgaben (z. B. Herkunftsland, Erzeugernachweis; vgl. Fleisch-, Wurstwaren und Eiprodukte) lückenlos dokumentiert werden. Dazu gehört auch, dass jeder Artikel eindeutig identifiziert werden kann (vgl. Warenwirtschaftssystem, Technologien zur Warenidentifikation). Im Regelfall ist der Warenfluss progressiv gerichtet. Bei Reklamation, Umtausch und anderen Sonderfällen ist der Prozess rückwärts gerichtet (retrograd; ggf. bis zurück zum Hersteller; vgl. Produkthaftungsgesetz).

Die Teilanwendungen „Informations-, Transport- und Entsorgungslogistik“ erstrecken sich über alle „Bausteine der Logistikkette“ (Anmerkung: Die Entsorgungslogistik fehlt an dieser Stelle des Rahmenplans; vgl. aber: 4.5.2 Entsorgungsprozesse).

02. Was bezeichnet man als „Logistische Kette“?

In der Literatur ist der Begriff „Bausteine der Logistik“ nicht gebräuchlich (Terminus des Rahmenplans). Man spricht dort von „Logistischer Kette“:

Merke

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Als logistische Kette bezeichnet man die Verknüpfung aller logistischen Prozesse vom Lieferanten bis hin zum Kunden.

Man kann dabei differenzieren in die Betrachtung

  • der physischen Prozesse (Beschaffung, Transport, Umschlag, Lagerung, Ver-/Bearbeitung und Verteilung der Produkte/Güter)

  • der Informationsprozesse (Nachrichtengewinnung, -verarbeitung und -verteilung) sowie

  • der monetären Prozesse (Geldflüsse).

Die Optimierung der gesamten Prozesse der Güter, der Informationen sowie der Geldflüsse entlang der Wertschöpfungskette vom Lieferanten bis zum Kunden bezeichnet man auch als Supply Chain Management (SCM; englisch: supply = liefern, versorgen; chain = Kette).

Die wichtigsten acht Komponenten des SCM-Konzepts sind:

Komponenten des SCM-Konzepts
Technologien zur automatischen IdentifikationLogistische StandardprozesseWarenflusssteuerungWaren- annahme
LagerbestandsführungWarenwirtschafts- systemeVendor Management Inventory (VMI)Systeme zur Steuerung der SC-Aktivitäten

03. Welche Vorteile bringt eine logistische Kette?

  • Durch das Zusammenfassen der Hauptprozessketten wird die Duplizierung logistischer Aktivitäten vermieden (Synergieeffekte)

  • Transporteinheiten werden aufeinander abgestimmt, wodurch der Umschlags- und Verpackungsaufwand vermindert wird

  • die logistische Flussorientierung wird verwirklicht.

Hinweis: Nachfolgend werden nur die im Rahmenplan geforderten Logistikanwendungen behandelt.