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Deskriptive Statistik - Nominalskala

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Deskriptive Statistik

Nominalskala

Bei Nominalskalen sind die Werte entweder gleich oder verschieden. Eine Reihenfolge ist nicht erkennbar, Abstandsbildung macht daher auch keinen Sinn. Wir halten folgendes fest.

Merke

MERKE: Jedes nominalskalierte Merkmal ist immer auch ein qualitatives Merkmal.

Man kann also z.B. bei (dem Merkmal) Geschlecht lediglich sagen, dass (die Merkmalsausprägung) „weiblich” etwas anderes ist als „männlich”, nicht hingegen, dass sie besser oder schlechter sei.

Beispiel

Beispiel 6 - Nominalskalierte Merkmale:

Hier sei nochmal auf das Beispiel der Zuordnung des qualitativen = nominalskalierten Merkmals Geschlecht mit einer Zahl verwiesen. Die Zahlenzuordnung „weiblich” = „1” und „männlich” = „2” heißt nun nicht, dass Männer doppelt so gut sind wie Frauen, auch wenn viele Männer dies gerne glauben.
Ähnlich sieht es bei Postleitzahlen (PLZ) aus: Auch wenn die Zuordnung der Postleitzahlen den Anschein macht, dass eine Reihung / Ordnung existiert, so ist diese doch rein willkürlich und lediglich geographisch vorgenommen worden. Dass mit der Zuordnung von Zahlen die geographische Lage ungefähr erkennbar ist, lässt nämlich keinen Rückschluss auf eine Reihung zu. Mit anderen Worten: Berliner sind nicht deshalb „besser” als „Essener”, nur weil ihre PLZ mit einer 1 beginnt und nicht mit einer 4.

Aus der Praxis - Beispiel 7:
Diese Fehlinterpretation zeigte sich auch bei der Einführung der neuen 5-stelligen Postleitzahlen im Jahre 1993 nach der deutschen Wiedervereinigung. Einige ostdeutsche Regionen (Sachsen und Teile von Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen) protestierten vehement dagegen, dass sie eine PLZ mit Null beginnend bekamen, da sie „nicht die Nullen der Nation” sein wollten.