Kursangebot | | Controlling als ein Managementinstrument einordnen

Controlling als ein Managementinstrument einordnen

01. Was ist Controlling?

Der Begriff Controlling stammt aus dem Angloamerikanischen („to control“ = steuern) und bedeutet so viel wie „Unternehmenssteuerung“. Controlling ist also weitgehender als der deutsche Begriff Kontrolle. Zum Controlling gehört, über all das zu informieren, was zur Zielerreichung und Steuerung des Unternehmens wesentlich ist.

Controlling wird heute als Prozess begriffen: Unternehmenssteuerung ist nur dann möglich, wenn klare Ziele existieren. Zielfestlegungen sind nur dann sinnvoll, wenn Abweichungsanalysen (Soll-Ist-Vergleiche) erfolgen. Die aus der Kontrolle ggf. resultierenden Abweichungen müssen die Grundlage für entsprechende Korrekturmaßnahmen sein.

Die Aufgaben des Controlling sind im Wesentlichen:

  • Sicherstellung von Planung, Information und Kontrolle der Ziele

  • Koordination der Führungssysteme

  • Aufbau- und Ablauforganisation der Führungssysteme

  • Sicherstellung der Datenerfassung.

Controlling als Instrument der Unternehmenssteuerung ist damit ein Regelkreis mit den untereinander vernetzten Elementen der Planung, Durchführung, Kontrolle und Steuerung. Dies entspricht folgendem PDCA Zyklus:

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02. Welche Entscheidungsunterstützung kann das Krankenhauscontrolling geben?

Betriebswirtschaftlich optimal ist eine Verweildauer bis zu einem Zeitpunkt, an dem die Differenz aus Kosten und Erlösen maximal ist. Um eine Aussage über die Verweildauer treffen zu können, ist die Kenntnis der individuellen Plankostenkurven eines Krankenhauses bezüglich einer relevanten DRG notwendig.

Zu ihrer Berechnung muss das Krankenhauscontrolling die Kostenstruktur und die Reagibilität auf Auslastungsschwankungen kennen. Die Kostenstruktur zeigt das Verhältnis von fixen und variablen Kosten, während die Reagibilität den Kostenverlauf kennzeichnet.

Die folgende Abbildung zeigt beispielhaft die Plankosten des InEK und eines fiktiven Krankenhauses. Die Strecke A – A zeigt die Verweildauer, an dem das Krankenhaus den größtmöglichen Gewinn unter Berücksichtigung der individuellen Plankosten erwirtschaftet. Die Strecke B – B markiert die Verweildauer, an dem der größtmögliche Gewinn unter Berücksichtigung der Plankostenkurve des InEK erwirtschaftet wird.

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Es ist unwahrscheinlich, dass bei jeder DRG eine Fallzahl vorhanden ist, die mehrheitlich über dem Break-even-Point (Schnittpunkt der Kurve der Vergütung und der Plankostenkurve des InEK) liegt. In der Realität werden die Fallzahlen sowohl in der Gewinnzone als auch im Verlustbereich liegen. Die verlustbringenden DRGs erhalten dabei Subventionen von den gewinnbringenden DRGs. Es kommt darauf an, dass am Ende über alle DRG ein Deckungsbeitrag entsteht, der zu einem Betriebsgewinn führt.

03. Wie kann Controlling organisiert werden?

In kleineren Unternehmen mit Einlinienorganisation wird das Controlling im Allgemeinen als Stabsstelle integriert.

Größere Unternehmen organisieren das Controlling innerhalb des Rechnungswesens als Sachgebiet oder Hauptsachgebiet.

Große Unternehmen bilden eine eigene Abteilung für das Controlling, welche direkt der Geschäftsführung berichtet.

Sind Unternehmen nach Sparten oder in Matrixorganisation aufgebaut, so werden meist auf allen Ebenen Controllingbereiche integriert.

04. Was ist der Unterschied von Management und Controlling?

Das Controlling ist im engeren Sinne ein Ergebnis, welches durch Zusammenarbeit zwischen dem Controller und dem Manager passiert. Das Controlling liefert Informationen und Entscheidungsvorlagen ohne für deren Umsetzung operativ verantwortlich zu sein. Das Management entscheidet sich für die Handlungsalternativen und setzt die Ziele, deren Erreichung durch das Controlling sichergestellt werden soll.

Die folgende Grafik erklärt dieses Zusammenwirken:

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Der Controller möchte das Unternehmen auf den richtigen Weg zu Wachstum, Entwicklung und Gewinn bringen.