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Break-even-Analyse

01. Wie wird die Break-even-Analyse im Handel durchgeführt?

Bei der Break-even-Analyse soll der Break-even-Point ermittelt werden. Dieser Punkt wird durch die Ermittlung jenes Umsatzes von Artikeln, Warengruppen oder Filialen festgelegt, bei dem gerade die Deckungsgleichheit von Umsatz und Gesamtkosten erreicht wird. Der Break-even-Point (auch: Gewinnschwelle) liegt im Schnittpunkt der Umsatzerlöskurve und der Gesamtkostenkurve. Genau genommen ist die Break-even-Point-Betrachtung nur für „Ein-Produkt-Unternehmen“ anwendbar.

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Die Gewinnschwelle (Break-even-Point) wird bei der Beschäftigung erreicht, bei der gerade die gesamten Kosten gedeckt sind. Bei diesem Beschäftigungsgrad wird weder Gewinn noch Verlust erzielt.

Hinweis

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Beschäftigungsgrad:
Unter Beschäftigung versteht man die tatsächliche Nutzung des Leistungsvermögens eines Unternehmens. Der Maßstab für die Beschäftigung ist der Beschäftigungsgrad. Im Handel kann im Allgemeinen die Kapazität nicht als Maßstab der Beschäftigung dienen (Ausnahme z. B.: Hochregallager, Verpackungsanlage im Großhandel). Als Maßstab wird daher in der Regel der geplante Wareneinsatz oder auch der geplante Umsatz genommen. Beim Zeitvergleich des Beschäftigungsgrades müssen allerdings dann Preisänderungen berücksichtigt werden.

$$Beschäftigungsgrad = \frac{Erreichter\; Wareneinsatz}{geplanter\; Wareneinsatz} * 100$$

A. Rechnerische Ermittlung der Gewinnschwelle:

Kf= Gesamte Fixkosten
Kv= gesamte variable Kosten
kf= Fixkosten pro Stück
kv= variable Kosten pro Stück
K= Gesamtkosten
kg= Gesamtkosten pro Stück
DB= Gesamter Deckungsbeitrag
db= Deckungsbeitrag pro Stück
U= Gesamter Umsatz
p= Umsatz pro Stück (Verkaufspreis)
x= Stückzahl
G= Gewinn
g= Gewinn pro Stück

Im Break-even-Point gilt G = 0 und damit:

imported

In Worten:

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Die Gewinnschwellenmenge x ergibt sich als Division der Fixkosten Kf durch den Deckungsbeitrag pro Stück db. Dabei ist db = p - kv (= Verkaufspreis pro Stück minus variable Stückkosten).

Beispiel

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Der Betrieb will einen neuen Artikel in das Sortiment aufnehmen. Der Preis soll 350 € (netto) betragen. Die geplanten Gesamtkosten beim Absatz von 1.000 Stück betragen 500.000 €. Davon sind 300.000 € fixe Kosten.

Es gilt: Verkaufspreis,  
 p=350 €
 Absatz=1.000 Stück
 K=500.000 €
 Kf=300.000 €
 Kv=200.000 €
 kv=200 €
 db=p - kv
  =350 - 200 €
  =150 €
 x=Kf : db
  =300.000 : 150
  =2.000 Stück

Die Gewinnschwellenmenge beträgt 2.000 Stück. Der Gewinnschwellenumsatz ist daher U = x • p = 2.000 • 350 € = 700.000 €.

B. Grafische Ermittlung der Gewinnschwelle:

imported

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Die Break-even-Analyse gehört zu den Prüfungsschwerpunkten.