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Buchführung - Prolongation

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Buchführung

Prolongation

Inhaltsverzeichnis

Denkbar ist natürlich, dass der Bezogene eines Wechsels seine Verbindlichkeit dadurch erfüllt, dass er mit Einverständnis des Ausstellers den Wechsel durch einen neuen Wechsel ersetzt. Er erlangt dadurch einen weiteren Zahlungsaufschub.

Anstatt einen neuen Wechsel auszustellen, ist auch eine Verlängerung des Wechsels möglich.
Eine Verlängerung der Wechsellaufzeit wird als Prolongation bezeichnet.

Buchungstechnisch ist zwischen dem Ausstellen eines neuen Wechsels und der Verlängerung des bestehenden Wechsels (dann Prolongationswechsel genannt) kein maßgeblicher Unterschied. Der bisherige Wechsel wird durch einen Wechsel in gleicher Höhe ersetzt. Wenn der Aussteller sich mit der Prolongation schon einverstanden erklärt, wird er dafür zumindest Zinsen und Spesen verlangen, die den Buchungssatz dann etwas verlängern. Im Wesentlichen stellt die Verbuchung aber keine neue Vorgehensweise dar.

Verbuchung der Prolongation

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: K kann den Wechsel über 357 € (siehe „Verbuchung“) bei Fälligkeit nicht einlösen. V ist einverstanden, ihn durch einen neuen Wechsel mit drei Monaten Laufzeit zu ersetzen, und berechnet K dafür 30 € Diskont und 35 € Wechselspesen zuzüglich Umsatzsteuer.
Diese Beträge erhöhen das Entgelt für die ursprüngliche Warenlieferung und unterliegen daher der Umsatzsteuer: (30 € + 35 €) × 19 % = 12,35 €. Der neue Wechsel lautet somit über 357 € + 30 € + 35 € + 12,35 € = 434,35 €.

Betrachten wir die Wechselprolongation beim Aussteller:

Besitzwechsel434,35anBesitzwechsel357
Diskonterträge30
Wechselspesen35
Umsatzsteuer12,35

Die weiterberechneten Wechselspesen bucht V im Haben des Kontos Wechselspesen, weil sie seine eigenen Spesen ausgleichen.

Und abschließend einen Blick in die Bücher des Bezogenen:

Schuldwechsel357anSchuldwechsel434,35
Zinsaufwendungen30
Wechselspesen35
Vorsteuer12,35