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Volks- und Betriebswirtschaft - Außenwirtschaft

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Wir gehen im Folgenden ein auf Freihandel, nämlich Gründe hierfür so wie Vor- und Nachteile, Protektionismus sowie den Europäischen Binnenmarkt als auch die Europäische Währungsunion.

Freihandel

Außenhandel ermöglicht die Nutzung der Vorteile internationaler Arbeitsteilung. Diese Vorteile beruhen wiederum auf

  • gegebener unterschiedlicher Faktorausstattung,

  • unterschiedlichen Produktionsverfahren und

  • unterschiedlichem Nachfrageverhalten.

Die Faktorausstattung, welche in den einzelnen Ländern gegeben ist, ist wegen gegebener klimatischer Faktoren sowie unterschiedlichen Rohstoffvorkommens unterschiedlich.

Beispiel

Beispiel 1:

So können in Deutschland wegen des gegebenen Wetters Bananen nicht angebaut werden. Diese müssen vielmehr aus anderen Ländern importiert werden.

Außenhandel sorgt also dafür, dass das Gut „Bananen“ überhaupt in Deutschland konsumiert werden kann.

Beispiel

Beispiel 2:

Diamanten und Gold kommen also Rohstoffe in Deutschland nicht vor.

Auch hier ist internationaler Handel Voraussetzung dafür, dass diese beiden Güter in Deutschland überhaupt angeboten werden können.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Wohlfahrt eines Landes drastisch im Vergleich zur Abschottung eines Landes durch die Etablierung von Freihandel gesteigert werden kann. Die Nachfrager profitieren von gesunkenen Preisen.

Protektionismus

Internationaler Handel hat enorme Vorteile. Die Wohlfahrt wird drastisch im Vergleich zur Abschottung eines Landes gesteigert. Die Nachfrager profitieren von gesunkenen Preisen. Trotzdem existieren manche Befürworter von Protektionismus, also von der Abschottung des eigenen Landes gegenüber dem freien Außenhandel. Diese führen folgende Argumente ins Feld:

  • Schutz von Arbeitsplätzen,

  • Sicherung von Mindeststandards und

  • Autarkie.

Das Argument des Schutzes von Arbeitsplätzen rührt aus der Überlegung, dass die Niederlassungsfreiheit von Unternehmen dazu führen würde, dass heimische Anbieter gegenüber kostengünstigeren ausländischen Anbietern nicht konkurrenzfähig seien. Deswegen sei es geboten, ausländische Anbieter daran zu hindern, sich frei im Inland niederzulassen.

Es bleibt allerdings festzuhalten, dass die Vorteile des freien Außenhandels die wahrgenommenen Nachteile bei weitem überwiegen.

Europäische Union

Wir besprechen im folgenden den

  • Europäischen Binnenmarkt und die

  • Europäische Währungsunion.

Europäischer Binnenmarkt

Unter den vier Grundfreiheiten des Europäischen Binnenmarktes versteht man:

  • Freier Warenverkehr,

  • Freizügigkeit der Person,

  • Dienstleistungsfreiheit,

  • freier Kapital- und Zahlungsverkehr.

Freier Warenverkehr bedeutet, dass der Handel zwischen den Mitgliedstaaten des Europäischen Binnenmarktes grundsätzlich ohne Beschränkungen verläuft. Es ist also nicht statthaft, dass z.B. Frankreich gegen Deutschland den Import eines bestimmten Gutes verhindert, weil beide Länder Mitgliedstaaten des europäischen Binnenmarktes sind. Unter der Freizügigkeit der Person versteht man die Möglichkeit, dass Menschen die Möglichkeit haben, in jedem Mitgliedstaat des Binnenmarktes zu wohnen. Die Dienstleistungsfreiheit verspricht, dass ein Unternehmer des einen Mitgliedstaates auch in jedem anderen Mitgliedstaat seine Leistungen anbieten und durchführen darf. Freier Kapital- und Zahlungsverkehr wiederum heißt, dass der Transfer von Geld beschränkungsfrei durchführbar ist.

Video: Außenwirtschaft

Europäische Währungsunion

Die Europäische Währungsunion bezeichnet den Zusammenschluss vieler (aber nicht aller!) Teilnehmerstaaten der Europäischen Union zu einer gemeinsamen, einheitlichen Währung, nämlich dem Euro. Dieser existiert seit dem 1.1.1999, jedenfalls als Buchgeld. Die Einführung des Euro als Bargeld erfolgte später, nämlich am 1.1.2002.

Es lassen sich

  • Vorteile und

  • Nachteile

einer gemeinsamen Währung erkennen.

Zu den Vorteilen einer gemeinsamen Währung gehören die gesunkenen Transaktionskosten. Es ist kein Umtausch mehr zwischen den einzelnen Währungen erforderlich. Weiterhin erschließen sich den beteiligten Unternehmen im gemeinsamen Währungsgebiet größere Absatzmärkte.

Es lassen sich allerdings auch Nachteile einer gemeinsamen Währung feststellen. So steigt bei einer Vielzahl beteiligter Länder möglicherweise der Druck auf die Zentralbank, eine nicht stabilitätsgerechte Geldpolitik durchzuführen. Dadurch, dass keine Wechselkurse mehr zwischen unterschiedlichen Währungen existieren, entfällt die Anpassungsfunktion des Wechselkurses.