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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen - Personalentwicklung als Mittel der Steuerung und Förderung der personellen Ressourcen

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Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen

Personalentwicklung als Mittel der Steuerung und Förderung der personellen Ressourcen

01. Was versteht man unter dem Begriff „Personalentwicklung“ (PE)?

Personalentwicklung ist die systematisch vorbereitete, durchgeführte und kontrollierte Förderung der Anlagen und Fähigkeiten des Mitarbeiters – in Abstimmung mit seinen Erwartungen und den Zielen des Unternehmens.

Der Begriff der Personalentwicklung ist also umfassender als der der Aus-/Fortbildung und Weiterbildung . Personalentwicklung vollzieht sich innerhalb der Organisationsentwicklung (vgl. unten) und diese wiederum ist in die Unternehmensentwicklung eingebettet.

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Betriebliche Bildungsarbeit (Aus-, Fort- und Weiterbildung) ist also ein Instrument der Personalentwicklung bzw. der Organisationsentwicklung. Jedes Element ist Teil des Ganzen. Mit jeder Stufe nehmen Komplexität und Vernetzung zu. Daneben gilt: Jede Personalentwicklung, die nicht in eine korrespondierende Organisations- und Unternehmensentwicklung eingebettet ist, führt in eine Sackgasse, da sich die Aktivitäten dann meistens in der Durchführung von Seminaren erschöpfen und lediglich Bildungsarbeit „per Gießkanne“ praktiziert wird.

02. Welche Ziele verfolgt die Personalentwicklung?

PE zielt ab auf die Änderung menschlichen Verhaltens . Zur langfristigen Bestandssicherung muss ein Unternehmen über die Verhaltenspotenziale verfügen, die erforderlich sind, um die gegenwärtigen ( operativer Ansatz der PE) und zukünftigen Anforderungen ( strategischer Ansatz der PE) zu erfüllen, die vom Betrieb und der Umwelt gestellt werden.

03. Warum ist eine systematische Förderung und Steuerung der personellen Ressourcen notwendig?

  • Aus betrieblicher Sicht ergeben sich folgende Notwendigkeiten:

    • Erhaltung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Erhöhung der Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz der Mitarbeiter und der Auszubildenden

    • Verbesserung der Mitarbeitermotivation und Erhöhung der Arbeitszufriedenheit

    • Verminderung der internen Stör- und Konfliktsituationen

    • größere Flexibilität und Mobilität von Strukturen und Mitarbeitern/Auszubildenden

    • Verbesserung der Wertschöpfung.

  • Für Mitarbeiter und Auszubildende bedeutet Personalentwicklung, dass

    • ein angestrebtes Qualifikationsniveau besser erreicht werden kann

    • bei Qualifikationsmaßnahmen i. d. R. die Arbeit nicht aufgegeben werden muss

    • der eigene „Marktwert“ und damit die Lebens- und Arbeitssituation systematisch verbessert werden kann.

  • Die generelle Bedeutung einer systematisch betriebenen Personalentwicklung ergibt sich heute auch aus der Globalisierung der Märkte:

    • Kapital- und Marktkonzentrationen auf dem Weltmarkt lassen regionale Teilmärkte wegbrechen. Veränderungen der Wettbewerbs- und Absatzsituation sind die Folge.

    • Die Möglichkeiten der Differenzierung über Produktinnovationen nimmt ab; gleichzeitig nimmt die Imitationsgeschwindigkeit durch den Wettbewerb zu.

Um so wichtiger ist es für Unternehmen, sich auf die Bildung und Förderung interner Ressourcen zu konzentrieren, die nur schwer und mit erheblicher Verzögerung imitiert werden können. Die Qualifikation und Verfügbarkeit von Fach-, Führungskräften und Auszubildenden spielt eine zentrale Rolle im Kampf um Marktanteile, Produktivitätszuwächse und Kostenvorteile.

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Personalentwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess, der bei systematischer Ausrichtung zu langfristigen Wettbewerbsvorteilen führt.