Kursangebot | Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen | Normalkostenrechnung

Teil 2: Wirtschaftsfachwirte - Handlungsbezogene Qualifikationen

Normalkostenrechnung

01. Wie ist das System der Vollkostenrechnung gegliedert?

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02. Wie unterscheiden sich Istkosten, Normalkosten und Plankosten?

Istkosten:

Tatsächliche Kosten, die nachträglich, d. h. nach einer Abrechnungsperiode, festgestellt wurden.

Normalkosten:

Normalkosten werden durch die Berechnung von Durchschnittswerten (arithmetische Mittel) gebildet. Die Bezugsperiode für die Berechnung kann ein Quartal oder ein Jahr sein. Die Normalkosten sind vergangenheitsorientiert.

Plankosten:

Sie stellen zukunftsorientierte Kosten dar, die sich auf die kommenden Perioden beziehen.

Durch den Vergleich von Ist- und Normalkosten im BAB können Über- und Unterdeckungen festgestellt werden. Auch bei der Zuschlagskalkulation können Abweichungen zwischen Ist- und Normalkosten dokumentiert werden.

03. Wodurch unterscheidet sich die starre von der flexiblen Normalkostenrechnung?

Bei der starren Normalkostenrechnung geht man von einem bestimmten Beschäftigungsgrad aus, wobei die ermittelten Kosten über einen längeren Zeitraum konstant bleiben. Die Kostensätze haben nur für den gewählten Beschäftigungsgrad Bedeutung. In der Praxis kann die starre Normalkostenrechnung z. B. im Forschungsbereich eingesetzt werden, da i. d. R. keine direkte Abhängigkeit von der Auftragslage herrscht. Ein wesentlicher Nachteil der starren Normalkostenrechnung besteht in der mangelnden Anpassungsfähigkeit an veränderte Beschäftigungslagen.

Dieser Nachteil der starren Normalkostenrechnung wird durch die flexible Normalkostenrechnung behoben, weil der Beschäftigungsgrad bei der Ermittlung der Kosten berücksichtigt werden kann. Zudem ermöglicht die flexible Normalkostenrechnung eine Ermittlung der Beschäftigungsabweichung sowie der Verbrauchsabweichung.