ZU DEN KURSEN!

Kosten- und Erlösrechnung - Sinn und Zweck des Betriebsabrechnungsbogens (BAB)

Kursangebot | Kosten- und Erlösrechnung | Sinn und Zweck des Betriebsabrechnungsbogens (BAB)

Kosten- und Erlösrechnung

Sinn und Zweck des Betriebsabrechnungsbogens (BAB)

Der Betriebsabrechnungsbogen (BAB) hat zum Ziel, für die einzelnen Kostenstellen sog. Zuschlagsätze zu errechnen. Er ist damit das Bindeglied zwischen der Kostenartenrechnung, die die Kosten z.B. in primäre und sekundäre Kosten trennt und der Kostenträgerrechnung, welche speziell in einer differenzierenden Zuschlagskalkulation Kostenträger kalkuliert.

Verteilung von Gemeinkosten

Verteilung von Gemeinkosten
Abb. 16: Verteilung von Gemeinkosten

Zweck des Betriebsabrechnungsbogens


Im Betriebsabrechnungsbogen muss man sich zunächst Gedanken machen, nach welchem innerbetrieblichen Leistungsverfahren die Kosten der Hilfskostenstellen verrechnet werden. Wenn diese, wie oft üblich, nach dem Stufenleiterverfahren errechnet werden, so ist es wichtig, im Schema des BAB die Hilfskostenstellen in der richtigen Reihenfolge aufzuschreiben. Nach den Hilfskostenstellen schreibt man die einzelnen Hauptkostenstellen im BAB auf. Die erste Zeile des BAB enthält die primären Gemeinkosten jeder einzelnen Kostenstelle. Ab der zweiten Zeile werden dann sekundäre Kosten aufgeschrieben, denn die einzelnen Hilfskostenstellen verrechnen ihre Gemeinkosten an die anderen Kostenstellen weiter. Hierbei wird sowohl an andere Hilfskostenstellen als auch an die Hauptkostenstellen weiterverrechnet.

 
Worin liegt der Unterschied zwischen einem BAB und einem innerbetrieblichen Leistungsverfahren? Die Antwort lautet, dass der BAB weitergeht. Im BAB werden nämlich zusätzlich zu der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung Zuschlagsätze der einzelnen Hauptkostenstellen ermittelt.

Wichtig ist, dass bei der jeweiligen Verrechnung einer Hilfskostenstelle die bis hierhin schon angelaufenen sekundären Kosten der Hilfskostenstellen ebenfalls mit verrechnet werden. Nach der Weiterrechnung aller Hilfskostenstellen auf die Endkostenstellen werden schließlich für jede einzelne Endkostenstelle die primären und sekundären Gemeinkosten aufaddiert. Diese gesamten Kosten einer jeden Endkostenstelle werden durch die jeweilige Bezugsgröße dividiert, man erhält den Zuschlagsatz der einzelnen Endkostenstelle. Diese Zuschlagsätze werden in der differenzierenden Zuschlagskalkulation (als Teilgebiet der Kostenträgerrechnung) benötigt. Wir werden hierauf im späteren Kapitel noch eingehen. Die Zuschlagssätze sind dafür da, um - meistens nach Maßgabe der Einzelkosten – die Gemeinkosten auf das einzelne Kalkulationsobjekt zuzuordnen.