ZU DEN KURSEN!

Kosten- und Erlösrechnung - Zielkostenfindung

Kursangebot | Kosten- und Erlösrechnung | Zielkostenfindung

Kosten- und Erlösrechnung

Zielkostenfindung

Bei der Zielkostenfindung werden zunächst die Absatzmengen und der Marktpreis bestimmt. Dadurch ist es möglich, den Umsatz eines Produktes während des Produktlebenszyklus zu bestimmen. Als Resultat der gesammelten Informationen kann der geplante Verkaufspreis bestimmt werden (= Target Price). Wenn man nachfolgend den geplanten Gewinn pro Produkt (= Target Profit) vom geplanten Verkaufspreis abzieht, erhält man die maximal erlaubten Kosten (= allowable costs).

Merke

Hier klicken zum Ausklappen

maximal erlaubte Kosten = geplanter Verkaufspreis – geplanter Gewinn

Darüber hinaus werden die aktuellen Kosten bei eigener Fertigung oder bei einem Zukauf ermittelt (= drifting costs).

Abschließend werden die Zielkosten (= Target Costs) bestimmt. Dafür werden, ausgehend von den aktuellen Kosten (= drifting costs), Einsparungspotenziale auf Basis der aktuellen organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen abgezogen. Demnach sind die Zielkosten kleiner als die aktuellen Kosten. Trotzdem sind die Zielkosten in der Regel immer noch größer als die maximal erlaubten Kosten. Um zu erreichen, dass diese beiden Größen übereinstimmen, werden kontinuierlich weitere Kosteneinsparungspotenziale gesucht.

Merke

Hier klicken zum Ausklappen

Ziel:           Zielkosten = maximal erlaubte Kosten

 

Prinzipiell gibt es sechs Verfahren, die sich zur Bestimmung der Zielkosten eignen:

1.) Markt Into Company:
Gleichsetzung von Zielkosten und erlaubten Kosten. Insbesondere für Unternehmen mit hohem Wettbewerb. In der Praxis nur selten angewendet.

2.) Out of Company:
Konzentriert sich auf die beiden unternehmensinternen Faktoren produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Potenziale. Dabei wird der Markt außer Acht gelassen. Zielkosten und Standardkosten sind ungefähr gleich groß.

3.) Into and out of Company:
Kombination interner (Technologie) und externer Faktoren (Marktpreis).

4.) Out of Competitor:
Zielkosten der Konkurrenz dienen als Indikator. Ermittlung beispielsweise durch Benchmarking.

5.) Out of Standard Costs:
Zielkostenbestimmung auf Basis von Vergangenheitswerten der Ziel- und Standardkosten. Insbesondere für unterstützende Abteilungen geeignet.

6.) Out of Value Chain:
Berücksichtigung der Wertschöpfungsaktivitäten des Unternehmens. Die Abschläge vom Standardkostenniveau sind relevant und die Bestimmung der Zielkosten kann mit der Prozesskostenrechnung verknüpft werden.

 

Der grundsätzliche Aufbau der Vorgänge soll noch einmal in der folgenden Grafik veranschaulicht werden:

Target Costing: Zielkostenfindung
Abb. Vorgänge Zielkostenfindung