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Grundlagen der Mikroökonomie - Die Nachfragekurve

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Grundlagen der Mikroökonomie

Die Nachfragekurve

Die Nachfragekurve spielt in der Mikroökonomie eine große Rolle. Es gibt viele verschiedene Einflüsse, die auf die Nachfrage nach einem Produkt oder eine Dienstleistung einwirken. Der wichtigste dürfte allerdings der Preis sein.
Die Nachfragekurve, mit der wir uns hier beschäftigen, gibt genau diesen Zusammenhang zwischen Preis und der dabei nachgefragten Menge an. Da in den allermeisten Fällen ein hoher Preis mit einer niedrigen Menge verbunden ist und umgekehrt, spricht man davon, dass die Menge negativ vom Preis abhängt.

Merke

Definition
Nachfragekurven geben die nachgefragte Menge abhängig vom Preis an. Sie haben einen fallenden Verlauf.

Beispiel Nachfragekurve

Werfen wir einen Blick auf die Tabelle, um zu sehen wie eine Nachfragekurve entwickelt wird.

Preis Nachgefragte Menge
0 6
1 5
2 4
3 3
4 2
5 1
6 0

Die Tabelle können wir auch grafisch darstellen und zwar in einem Preis-Mengen-Diagramm. Die vertikale Achse wird hier üblicherweise mit dem Preis beschriftet und die horizontale Achse mit der Menge.

Nachfragekurve
Nachfragekurve

Jeder Punkt auf der Kurve bezeichnet eine mögliche Kombination von einem Preis und der jeweiligen Menge, die eine Person nachfragen würde.

Sättigungsmenge und Prohibitivpreis

In der obigen Tabelle ist die Nachfrage einer Person nach einem Gut bei einem bestimmten Preis eingetragen.
Wäre der Preis Null, würde die Person 6 Einheiten von dem Gut haben wollen. Da er nicht mehr haben will, trotz eines Preises von Null, wird diese Menge Sättigungsmenge genannt.

Steigt nun der Preis, wird die nachgefragte Menge geringer. Zum Beispiel bei einem Preis von 4 pro Einheit, kauft das Individuum nur 2 Einheiten. Bei einem hohen Preis von 6 schließlich, kauft er keine Einheiten mehr. Sie sind zu teuer geworden. Dieser Preis mit einer Nachfrage von Null, wird als Prohibitivpreis bezeichnet.

Nachfragekurve auf Märkten

Uns interessiert jedoch nicht nur die Nachfragemenge einer einzelnen Person, sondern auch die von ganzen Märkten. Dazu müssen wir die Nachfrage der Wirtschaftssubjekte bei verschiedenen Preisen summieren. Dazu ergänzen wir zu unserer Tabelle einen weiteren Nachfrager.

Preis Nachgefragte Menge
NACHFRAGER 1
Nachgefragte Menge
NACHFRAGER 2
Gesamtnachfrage
0 6 3 9
1 5 2,5 7,5
2 4 2 6
3 3 1,5 4,5
4 2 1 3
5 1 0,5 1,5
6 0 0 0

Die letzte Spalte gibt uns die Summe der einzelnen Nachfragen an. Wir können sie wieder in das Preis-Mengen-Diagramm einzeichnen.

Aggregierte Nachfragekurve bei 2 Nachfragern
Nachfragekurve bei 2 Nachfragern

Die Kurve ist nun flacher geworden im Vergleich zum vorherigen Beispiel. Addieren wir noch weitere Konsumenten hinzu, wird sie dadurch immer flacher verlaufen. Je flacher eine Kurve nun verläuft, desto stärker sind die Effekte, die sich durch Preisänderungen ergeben. Das werden wir in einem der kommenden Texte noch genau herleiten.