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Das Kartell aus Sicht der Spieltheorie

WebinarTerminankündigung aus unserem Online-Kurs Abgabenordnung:
 Am 08.12.2016 (ab 18:00 Uhr) findet unser nächstes Webinar statt.
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Kartelle haben zwei Probleme, die ihr Bestehen behindern.
Zum einen staatliche Wettbewerbsbeschränkungen und Kartellämter. Wenn Kartelle auffliegen, können empfindliche Strafen für die beteiligten Unternehmen ausgesprochen werden.
Ein anderer Faktor ist allerdings das Verhalten der einzelnen Unternehmen innerhalb des Kartells selber.

Beispiel

Nehmen wir folgendes Beispiel an. Zwei Unternehmen schließen sich zu einem Kartell zusammen. Nun überlegt sich der Geschäftsführer eines der Unternehmen, sich nicht an die abgesprochene Menge zu halten und stattdessen mehr zu produzieren. Der Geschäftsführer weiß, dass er zum einen durch die größere Menge, die er absetzen kann, mehr Gewinn macht. Allerdings weiß er auch, dass durch die größere Menge am Markt der Preis sinken wird. Solange der Mengeneffekt den Preiseffekt übertrifft, wird er mehr anbieten und auch mehr Gewinn machen, als in der Absprache bestimmt.
Für den gesamten Markt betrachtet sinken die Gewinne, für das einzelne Unternehmen steigen sie aber.
Das Gleiche gilt nun auch für das andere Unternehmen. Solange sich der Konkurrent an die Abmachung hält, kann es seinen Gewinn steigern.

Das Gefangendilemma in der Spieltheorie

In der Spieltheorie, in der wir uns gerade bewegen, wird diese Situation "Gefangenendilemma" genannt. Das Problem hier ist, dass die Entscheidung sich zu einem Kartell zusammenzuschließen und sich an die Abmachung zu halten, für alle Unternehmen logisch ist, aber nicht für das einzelne Unternehmen.
Das Ganze kann auch in einem Diagramm dargestellt werden.

  UNTERNEHMEN 2 (U2)
Kooperation
(geringe Menge produzieren)
Nicht-Kooperieren
(große Menge produzieren)
UNTERNEHMEN 1 (U1) Kooperation Gewinn 20 Mio. € für beide 30 Mio. € für U2
7 Mio. € für U1
Nicht-Kooperieren 30 Mio. € für U1
7 Mio. € für U2
Gewinn 12 Mio. € für beide

Kooperieren beide Unternehmen, machen sie je 20 Mio. € Gewinn. Kooperiert eines der Unternehmen nicht, macht es einen höheren Gewinn von 30 Mio. € und der Konkurrent kann nur 7 Mio. € erzielen. Wenn beide nicht kooperieren, machen sie beide je nur 12 Mio. € Gewinn.
Das interessante Ergebnis ist hier, dass die Strategie beider Unternehmen "Nicht Kooperieren" sein wird. Weshalb? - Schauen wir uns die Sache aus Sicht von Unternehmen 1 an:

Wenn Unternehmen 1 davon ausgeht, dass Unternehmen 2 kooperieren wird, wird es selber nicht kooperieren, um den höheren Gewinn zu erzielen.
Im zweiten Fall geht U1 davon aus, dass U2 nicht kooperieren wird. Die richtige Wahl für U1 ist nun ebenfalls nicht zu kooperieren, um einen Gewinn von 12 Mio. € zu machen, anstatt von 7 Mio. €. Der selbe Gedankengang gilt natürlich auch für U2.
Es ist also für beide Unternehmen besser nicht zu kooperieren, gegeben der Entscheidung des anderen Unternehmens. In der Spieltheorie wird diese Strategie als " dominante Strategie " bezeichnet.
Das Gleichgewicht, dass sich bei "nicht kooperieren" für beide Unternehmen einstellen wird, bezeichnet man als " Nash-Gleichgewicht ", nach dem Mathematiker John Forbes Nash. Sein Leben wurde übrigens in "A Beautiful Mind" verfilmt.

Merke

Kartelle können durch staatliche Behörden unterbunden werden. Zudem brechen sie häufig auch durch das Verhalten einzelner Mitglieder auseinander.
Lückentext
Bitte die Lücken im Text sinnvoll ausfüllen.
Absprachen über Preise oder Mengen zu treffen ist für alle Oligopolisten zusammen von Vorteil. Jedoch ist es für das einzelne Unternehmen meist wiederum von Vorteil sich nicht an diese Absprachen zu halten. Diese Situation wird in der Spieltheorie als bezeichnet.
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Lösen

Hinweis:

Bitte füllen Sie alle Lücken im Text aus. Möglicherweise sind mehrere Lösungen für eine Lücke möglich. In diesem Fall tragen Sie bitte nur eine Lösung ein.

Vorstellung des Online-Kurses Grundlagen der MikroökonomieGrundlagen der Mikroökonomie
Dieser Inhalt ist Bestandteil des Online-Kurses

Mikroökonomie

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Diese Themen werden im Kurs behandelt:

[Bitte auf Kapitelüberschriften klicken, um Unterthemen anzuzeigen]

  • Grundlagen und Begriffe der Mikroökonomie
    • Begriffe der Mikroökonomie
      • Der Unterschied zwischen Makroökonomie und Mikroökonomie
      • Prinzipien der Mikroökonomie
      • Exogene und endogene Variablen im Modell
    • Komparative Statik
      • Die Nachfragekurve
      • Übung zur Nachfragekurve
      • Die Angebotskurve
      • Übung zur Angebotskurve
      • Das Gleichgewicht
      • Exogene Effekte
    • Mathematische Grundlagen
      • Mathematische Grundlagen
      • Funktionen mit zwei Variablen
    • Elastizität
      • Grundlagen der Elastizität
      • Bestimmungsfaktoren der Elastizität
      • Elastizität des Angebots
      • Berechnung der Elastizität der Nachfrage
    • Wohlfahrt
      • Konsumentenrente und Produzentenrente
      • Die gesamte Wohlfahrt
      • Staatliche Eingriffe
      • Steuern, ein weiterer staatlicher Eingriff
      • Wohlfahrtsverlust durch Steuern
  • Theorie der Haushaltsnachfrage
    • Formale Herleitung
      • Güter und Budgetbeschränkung
      • Die Budgetgerade
    • Preis- und Einkommensänderungen
      • Einkommensänderungen und Preisänderungen
      • Staatliche Eingriffe und die Budgetgerade
    • Güterbündel und Indifferenzkurven
      • Definition zum Güterbündel
      • Annahmen über die Präferenzen
      • Indifferenzkurven
      • Beispiele für Indifferenzkurven
    • Grenzrate der Substitution
      • Definition der Grenzrate der Substitution
      • Zahlenbeispiel zur Grenzrate der Substitution
    • Der Nutzen
      • Grundannahmen zum Nutzen
      • Nutzenfunktionen
      • Grenznutzen und MRS
  • Die optimale Entscheidung
    • Das Haushaltsoptimum
      • Grafische Bestimmung des Optimums
      • Die mathematische Bestimmung bei perfekten Substituten
      • Die mathematische Bestimmung bei perfekten Komplementen
      • Die mathematische Bestimmung bei einer Cobb-Douglas-Nutzenfunktion
      • Die Lagrange-Methode
      • Übung zur Bestimmung des Optimums
    • Slutsky-Zerlegung
      • Substitutionseffekt und Einkommenseffekt
      • Die Berechnung von Einkommens- und Substitutionseffekt
      • Einkommens - und Substitutionseffekt bei verschiedenen Güterarten
      • Übung Slutsky-Zerlegung
  • Nachfrageänderung und die Marktnachfrage
    • Individuelle Nachfrageänderung
      • Einkommensänderung
      • Beispiele für Einkommenskonsumkurven
      • Die Engel-Kurve
      • Preisänderung
      • Berechnung der Nachfragekurven
    • Die Marktnachfrage
      • Aggregation der Nachfrage
      • Mathematische Aggregation
      • Die Preiselastizität der Nachfrage
      • Berechnung der Elastizität ohne Nachfragefunktion
      • Übung Aggregation der Nachfrage
  • Theorie des Unternehmens
    • Formale Herleitung
      • Theorie des Unternehmens
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    • Grenzprodukt und Technische Rate der Substitution
      • Das Grenzprodukt
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      • Mathematische Bestimmung der Skalenerträge
    • Gewinnmaximierung
      • Einführung Unternehmenstheorie
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      • Übung Gewinnmaximierung mit einem variablen Faktor
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      • Übung Gewinnmaximierung mit zwei variablen Faktoren
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  • Die lange und kurze Frist bei Kosten
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      • Definition Oligopol
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      • Das Kartell aus Sicht der Spieltheorie
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    "Super aufgebauter Kurs! Sogar die falsch beantworteten Fragen werden zwischendurch wiederholt gefragt und man lernt wie am Schnürchen."

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    "Alles sehr gut erklärt, vorallem die Wiederholungen der notwensdigen mathematischen Formeln in den Videos."

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    "Gute Ergänzungen durch Videos Steigende Schwierigkeit erleichtert den Einstieg"

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    Ein Kursnutzer am 28.06.2014:
    "Einfach nur super! Vielen Dank für diesen Kurs. Was ich letztes Semester und in diesem neuen 2. Semester immer noch nicht verstanden hatte, habe ich nun mit Hilfe dieses Kurses geschafft. Die wissenschaftlichen Bücher mit ihren knappen Erläuterungen sind schwer zu durchdringen. Hier wird alles wichtige und relevante, ohne was auszulasen, in Angriff genommen. Nun versteht man auch die Lehrbücher und man sieht und merkt wie undidaktisch diese gestaltet sind: Schulnote 6 würde es treffender bezeichnen. Bin sehr zufrieden mit diesem Kurs und das Geld hat sich mehr gelohnt, als in irgedein Lehrbuch zu investieren oder Nachhilfe zu nehmen."

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