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Grundlagen der Mikroökonomie - Definition Oligopol

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Grundlagen der Mikroökonomie

Definition Oligopol

Nach den Monopolen wenden wir uns nun den Oligopolen zu.
Oligopole stehen zwischen Monopol und vollständiger Konkurrenz. Es herrscht ein eingeschränkter Wettbewerb. Zudem sind sich die wenigen Unternehmen bewusst, dass jedes einen Einfluss auf den Marktpreis hat, somit stehen alle in gegenseitiger Abhängigkeit zueinander.
Oligopole treten in der Wirtschaft relativ häufig auf. Beispiele dafür sind international der Ölhandel mit dem Opec-Kartell oder auch der deutsche Strommarkt.

Wieder müssen wir unsere Modelle etwas anpassen, um das Verhalten der Marktteilnehmer interpretieren zu können. Dazu werden wir auch einen kleinen Exkurs in die Spieltheorie machen.

Im Folgenden gehen wir nur von zwei Anbietern für ein gleiches Gut aus. Dieser Spezialfall des Oligopols wird Duopol genannt. Dieser Fall ist einfacher zu analysieren und trotzdem gehen uns keine Erkenntnisse verloren.

Die einzelnen Unternehmen können zwischen verschiedenen Strategien zur Gewinnmaximierung wählen.
Zum einen können sie gleichzeitig ihre Mengen bestimmen. Diese Form hat Ähnlichkeit mit einem Spiel.
Unternehemen können aber auch die Entscheidung eines Konkurrenten abwarten und ihre Antwort darauf passend abstimmen.
Zuletzt können sie sich auch zu einem Kartell absprechen und kooperieren.

Die letzte Strategie ist allerdings nur eingeschränkt verfügbar, da Kartellämter über Zusammenarbeit von Unternehmen wachen und auch Sanktionen ausprechen können, um den Wettbewerb zu gewährleisten.

Merke

Hier klicken zum Ausklappen Im Oligopolfall bieten nur wenige Anbieter ein Gut an. Ihre Entscheidungen sind abhängig von denen der anderen Oligopolisten, da alle Einfluss auf den Marktpreis haben. Ein Spezialfall ist das Duopol mit zwei Anbietern.