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Steuerrechtliche Grundlagen - Bilanzberichtigung

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Steuerrechtliche Grundlagen

Bilanzberichtigung

Merke

Manchmal muss eine Steuerbilanz verändert werden. Sie sollten hierzu unterscheiden können:
Widmen wir uns zunächst der Bilanzberichtigung.

Man spricht von einer Bilanzberichtigung, wenn ein falscher Bilanzansatz durch einen richtigen ersetzt wird (§ 4 II 1 EStG in Verbindung mit R 4.4 I EStR). Wenn wegen eines fehlerhaften Bilanzansatzes Steuern verkürzt wurden, so ist die Berichtigung für den Steuerpflichtigen zwingend (§ 153 I Nr. 1 AO). Zeitlich kann die Bilanz jederzeit berichtigt werden, bis die Veranlagung, welche auf der (fehlerhaften) Bilanz beruht, rechtskräftig ist. Wenn die Bilanzberichtigung eines Jahres nach AO nicht mehr möglich ist, muss der falsche Bilanzansatz in der ersten Schlussbilanz des ersten Jahres, das berichtigt werden kann, erfolgswirksam richtig gestellt werden (R 4.4 I 3 EStR).

Beispiel

Beispiel 106:
Unternehmer Till aus Dortmund kauft im Jahre 2004 für 500.000 € ein Grundstück, um hierauf eine Lagerhalle zu errichten. Wegen eines Unwetterschadens sinkt der Teilwert des Grundstücks dauerhaft auf 200.000 € ab. Die Veranlagungen für die Jahre 2006 und 2007 sind noch nicht bestandskräftig, die erforderliche Teilwertabschreibung wurde zum Ende des Jahres 2007 vom Buchhalter Fritz Vergesslich allerdings noch nicht vorgenommen.

Der Buchhalter muss jene Bilanzen ändern, zu denen die Veranlagung noch nicht bestandskräftig sind. Dies bedeutet also, dass er die Bilanz für 2006, welche schon erstellt wurde, zu berichtigen hat, indem er die erforderliche Teilwertabschreibung gewinnmindernd vornimmt (R 4.4 I 3 EStR). Es handelt sich um einen falschen Bilanzansatz in der Bilanz 2006, welcher durch einen richtigen Bilanzansatz ersetzt wird, mithin um eine Bilanzberichtigung.