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Verpflegungsmehraufwand

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Der Mehraufwand für Verpflegung (= Verpflegungsmehraufwand) ist nach einem äußerst komplizierten Schlüssel abzugsfähig (§ 4 V Nr. 5 EStG).

Verpflegungsmehraufwand (§ 9 Abs. 4a EStG n. F.)

Es sind abzugsfähig für jeden Kalendertag, an dem der Steuerpflichtige wegen der vorübergehenden Tätigkeit von seiner Wohnung und seinem Tätigkeitsmittelpunkt abwesend ist. Folgende Pauschalen können künftig steuerfrei gezahlt werden für:

  • für eintägige Auswärtstätigkeiten ab einer Abwesenheit von mehr als 8 Stunden
    $\ \Rightarrow $ ein Pauschbetrag von 12 €
  • für mehrtägige Auswärtstätigkeiten für den An- und Abreisetag
    $\ \Rightarrow $ ein Pauschbetrag von 12 €
  • für Kalendertage mit 24-stündiger Abwesenheit
    $\ \Rightarrow $ ein Pauschbetrag von 24 €.

Die Pauschale für den An- und Abreisetag kann unabhängig von den tatsächlichen An- und Abreisezeiten gezahlt werden. Aufzeichnungen sind nicht mehr notwendig. 

Bei der Dreimonatsfrist muss es sich bei der Unterbrechungshandlung nicht mehr nur um berufliche Tätigkeiten handeln. Zukünftig ist es gleichgültig, ob der Arbeitnehmer aus privaten Gründen (wie z. B. Krankheit, Urlaub) oder aus beruflichen Gründen seine Tätigkeit unterbricht.

Beispiel

Beispiel: Der Arbeitnehmer Julius D. aus Köln reist am 4.3.2016 um 10 Uhr von der Arbeitsstätte ab und kommt am 8.3.2016 um 10 Uhr am Morgen wieder zurück. Wie hoch ist die Pauschale?

Man rechnet die Verpflegungspauschale (VP) aus als

VP = 12 € (für den 4.3., Anreisetag) + 24 € (für den 5.3., ganztägig) + 24 € (für den 6.3., ganztägig) + 24 € (für den 7.3., ganztägig) + 12 € (für den 8.3., Abreisetag) = 96 €.

Beispiel

Beispiel: Der Arbeitnehmer Julius D. aus Köln reist am 4.3.2016 um 10 Uhr von der Arbeitsstätte ab und kommt am gleichen Tag um 17 Uhr wieder. Wie hoch ist die Pauschale?

Die Verpflegungspauschale liegt bei 0 €, denn die Abwesenheit ist geringer als acht Stunden.

Beispiel

Beispiel: Der Arbeitnehmer Julius D. aus Köln reist am 4.3.2016 um 10 Uhr von der Arbeitsstätte ab und kommt am gleichen Tag um 20 Uhr wieder. Wie hoch ist die Pauschale?

Die Verpflegungspauschale liegt bei 12 €, denn die Abwesenheit ist länger als acht Stunden.

Lückentext
Bitte die Lücken im Text sinnvoll ausfüllen.
Für eine von 24 Stunden ist ein Pauschbetrag von 24 € anzusetzen.
0/0
Lösen

Hinweis:

Bitte füllen Sie alle Lücken im Text aus. Möglicherweise sind mehrere Lösungen für eine Lücke möglich. In diesem Fall tragen Sie bitte nur eine Lösung ein.

Kommentare zum Thema: Verpflegungsmehraufwand

  • Maren Nebeling schrieb am 01.10.2014 um 11:53 Uhr
    Hallo Frau Seitz, die Dreimontasfrist besagt, dass Verpflegungsmehraufwendungen aus Anlass von Auswärtstätigkeiten und doppelter Haushaltsführung gem. § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 EStG längstens drei Monate berücksichtig werden können. Bei derselben Auswärtstätigkeit beschränkt sich der Ersatz der Verpflegungsmehraufwendungen also auf die ersten drei Monate. Wenn die auswärtige Tätigkeitsstätte an nicht mehr als ein bis zwei Tagen wöchentlich aufgesucht wird, ist die Dreimonatsfrist nicht anzuwenden. Eine längerfristige vorübergehende Auswärtstätigkeit ist noch als dieselbe Auswärtstätigkeit zu beurteilen, wenn der Arbeitnehmer nach einer Unterbrechung die Auswärtstätigkeit mit gleichem Inhalt, am gleichen Ort ausübt und ein zeitlicher Zusammenhang mit der bisherigen Tätigkeit besteht. Neubeginn der Dreimonatsfrist, siehe § 9 Abs. 4a Sätze 6 und 7 EStG (Fassung ab 01.01.2014): "[...] Der Abzug der Verpflegungspauschalen ist auf die ersten drei Monate einer längerfristigen beruflichen Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte beschränkt. Eine Unterbrechung dieser beruflichen Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte führt zu einem Neubeginn, wenn sie mindestens vier Wochen dauert. [...]" Damit führt ab 2014 eine zeitliche Unterbrechung von vier Wochen (unabhängig vom Anlass der Unterbrechung) zu einem Neubeginn der Dreimonatsfrist. Ich hoffe diese Info konnte Ihnen helfen. Schöne Grüße.
  • Martina Seitz schrieb am 28.09.2014 um 10:12 Uhr
    Ich verstehe nicht um was für eine Dreimonatsfrist es sich hier handelt. Wo steht die? Hat die Bezug zurm Verpflegungsmehraufwand?
  • Maren Nebeling schrieb am 15.04.2014 um 12:11 Uhr
    Hallo, vielen Dank für den Hinweis. Die Reisekostenreform ist nun auch in unserem Skript enthalten. Schöne Grüße.
  • Rainer Küpper schrieb am 31.03.2014 um 12:09 Uhr
    Das ist neu bei den Verpflegungspauschalen 2014 Ab 2014 wird das neue Reisekostenrecht (die sog. Reisekostenreform 2014) gelten. Mit der Reisekostenreform soll die Abrechnung von Reisekosten einfacher werden, es gibt daher ab 01.01.2014 nur noch zwei Pauschalen zum Verpflegungsmehraufwand (bisher gab es 3 Pauschalsätze) bei beruflichen Abwesenheitszeiten: Die erste Pauschale bezieht sich auf Abwesenheiten zwischen 8 und 24 Stunden (ohne Übernachtung) sowie für den Tag der Anreise und der Abreise. Die zweite Pauschale bezieht sich auf Abwesenheiten über 24 Stunden (also ganze Tage der Abwesenheit)
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Autor: Daniel Lambert

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Dipl.-Math. Dipl.-Kfm. Daniel Lambert gibt seit vielen Jahren Kurse zur Prüfungsvorbereitung. Er unterrichtet stets orientiert an alten Prüfungen und weiß aus langjähriger Erfahrung, wie sich komplexe Sachverhalte am besten aufbereiten und vermitteln lassen. Daniel Lambert ist Repetitor aus Leidenschaft seit nunmehr 20 Jahren.
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      • Betriebsvermögensvergleich
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      • Betriebsausgaben
      • Entnahme aus dem Betriebsvermögen
      • Einlage in das Betriebsvermögen
    • Besonderer Betriebsvermögensvergleich
      • Maßgeblichkeit
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      • Berechnung des Eigenkapitals - Lösung
      • Berechnung abzugsfähiger Zinsen - Aufgabe
      • Berechnung abzugsfähiger Zinsen - Lösung
      • Bilanzierung und Vermögenszuordnung - Aufgabe
      • Bilanzierung und Vermögenszuordnung - Lösung
  • Wirtschaftsgut
    • Bilanzierungsfähigkeit im Steuerrecht
      • Positives Wirtschaftsgut
      • Negatives Wirtschaftsgut
    • Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
      • Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung - Definition & Erklärung
      • Grundsatz der Einzelbewertung
      • Stichtagsprinzip
      • Grundsatz der Abgrenzung der Sache nach
      • Realisationsprinzip
      • Allgemeines Imparitätsprinzip
      • Niederstwertprinzip
      • Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung - Zusammenfassung
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      • Einzelwertberichtigung auf Forderungen
      • Pauschalwertberichtigung auf Forderungen
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      • Arten von Verbindlichkeiten und Bewertung
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      • Abschreibungsarten für Immobilien
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      • Bewertung von Wirtschaftsgütern - Lösung
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      • Lösung zur Aufgabe fortgeführte Anschaffungskosten
      • Berechnung der Anschaffungskosten
      • Lösung zu Berechnung der Anschaffungskosten
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      • Bilanzberichtigung
      • Unterschied zwischen Bilanzänderung und Bilanzberichtigung
    • Aufgaben zu Kapitel 5
      • Selbstkontrolle (Aufgabe 1)
      • Lösung zu Aufgabe 1
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  • 29
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