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Buchführung - Sozialversicherungsbeiträge

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Buchführung

Sozialversicherungsbeiträge

Für das in diesem Abschnitt verwendete Beispiel sind wir nach Abzug der Steuern von 3.000 € brutto bei einer Steuerbelastung von 712,80 € (23,76 %) angelangt, d.h. die 3.000 € brutto haben sich bereits um 712,80 € Steuern auf 2.287,20 € reduziert.

Da die meisten Arbeitnehmer in Deutschland jedoch sozialversicherungspflichtig sind, zieht der Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge direkt vom Bruttolohn ab und überweist diese Beträge an den jeweiligen Sozialversicherungsträger.

Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und seit 1995 die Pflegeversicherung werden durch Beiträge der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten finanziert.
Diese Beiträge hat der Arbeitnehmer aber nicht allein von seinem Bruttolohn zu zahlen. Vielmehr teilt er sich die Belastung grundsätzlich gleichmäßig („paritätisch“) mit dem Arbeitgeber, der folglich letztendlich höhere Lohnkosten zu tragen hat, als das der Bruttolohn zuerst vermuten lassen würde.

Die unterschiedlichen Beitragssätze 

Die Höhe der Beiträge errechnet sich prozentual aus dem Bruttoeinkommen, allerdings nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze: Der Teil des Einkommens, der darüber liegt, ist beitragsfrei. Die Beitragssätze werden durch Gesetz oder Rechtsverordnung festgelegt; der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung und die Beitragsbemessungsgrenzen werden jedes Jahr neu bekannt gemacht. Die Werte ändern sich in der Regel jährlich. Wir rechnen im Folgenden mit den Werten 2026. (Bei der Pflegeversicherung wären Abweichungen z.B. in Sachsen, bei Kinderlosen sowie bei Eltern mit mehreren Kindern unter 25 Jahren zu berücksichtigen; Krankenkassenbeiträge unterscheiden sich je nach Krankenkasse aufgrund der kassenindividuellen Zusatzbeiträge.)

Beispiel

Beitragssätze (Werte 2026)

  1. Krankenversicherung 14,6 % + durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2,9 % (paritätisch, je 8,75 %)
  2. Pflegeversicherung 3,6 % (paritätisch, je 1,8 %; Beitragszuschlag für Kinderlose ab 23 Jahren: 0,6 Prozentpunkte, wird nur vom Arbeitnehmer getragen; Abschlag für Eltern: 0,25 Prozentpunkte je Kind vom zweiten bis zum fünften Kind unter 25 Jahren, nur beim Arbeitnehmeranteil; Besonderheit in Sachsen: Arbeitnehmer 2,3 %, Arbeitgeber 1,3 %)
  3. Rentenversicherung 18,6 % (paritätisch, je 9,3 %)
  4. Arbeitslosenversicherung 2,6 % (paritätisch, je 1,3 %)

Beitragsbemessungsgrenzen 2026 (monatlich): Kranken- und Pflegeversicherung 5.812,50 €, Renten- und Arbeitslosenversicherung 8.450 €.

Beispiel zur Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge

In unserem Beispiel mit einem Bruttolohn von 3.000 € (unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen) ergibt sich für den Arbeitnehmer mit den Werten 2026 eine zusätzliche Belastung von:

Beispiel

1. Krankenversicherung 525 € - Arbeitnehmeranteil: 262,50 €
Rechnung: 3.000 € * 0,146 = 438 € und 3.000 € * 0,029 = 87 €

2. Pflegeversicherung 108 € - Arbeitnehmeranteil: 54 €
Rechnung: 3.000 € * 0,036 = 108 € (Annahme: Der Arbeitnehmer hat ein Kind und arbeitet nicht in Sachsen.)

3. Rentenversicherung 558 € - Arbeitnehmeranteil: 279 €
Rechnung: 3.000 € * 0,186 = 558 €

4. Arbeitslosenversicherung 78 € - Arbeitnehmeranteil: 39 €
Rechnung: 3.000 € * 0,026 = 78 €

Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung: 634,50 € (21,15 % vom Bruttogehalt)
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung: 634,50 €

Wir können nun beispielhaft das Nettoeinkommen berechnen. Es ergibt sich nach Abzug aller Steuern und der Arbeitnehmeranteile an den Sozialversicherungsbeiträgen vom Bruttoeinkommen:

Beispiel

3.000,00 € - 712,80 € (23,76 %) - 634,50 € (21,15 %) = 1.652,70 € (55,09 %)

Den Arbeitnehmer in unserem Beispiel trifft somit eine Belastung durch Steuern und Beiträge in Höhe von 44,91 %.

Aus der Parität der Finanzierung der Sozialversicherungen ergibt sich, dass der Arbeitgeber Beiträge in gleicher Höhe wie der Arbeitnehmer abführen muss. Diese 634,50 € erhöhen die Kosten, die der Arbeitnehmer für ihn bedeutet, von 3.000 € auf 3.634,50 €. Hinzu kommen Abgaben, die der Arbeitgeber allein trägt (siehe Abschnitt „Verbuchung“).